Holz, Holz, immer nur Holz

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip9. August 2005, 16:08 Uhr

Holz, Holz, Holz»Hmm… *grummel* ja Omi… jahaaaaa… wann? um neune schon? *ächz* ja alles klar. Kommt Väterchen auch? Hmm okay… Also bis dann…«

So oder so ähnlich dürfte vor ein paar Tagen das Telefongespräch mit meiner Großmutter geklungen haben, als sie mir eröffnete, dass sie einen großen Container bestellt habe, um endlich im Hof ein bissl Ordnung zu schaffen. Klar – begeistert war ich nicht. Aber wer könnte mir das auch verübeln. Niemand der weiß, WIE groß der Container sein würde und wieviel Holz DA reinpasst. Aber andererseits, noch habe ich die Zeit und wenn es jemand verdient, uneingeschränkt meine Hilfe in Anspruch nehmen zu können, dann meine Omi.

Also heute morgen ca. halb 9 ins Auto gesetzt, rauf auf die Autobahn und gegen viertel 10 (viertel nach 9 für diejenigen, die das nicht verstehen) war ich in Gehren. Väterchen war auch schon da und so warteten wir nur noch auf den Containerdienst. Immerhin hatte ich so die Zeit, noch ein Brötchen zu essen – natürlich mit viel Liebe von Oma über der Flamme des Gasherdes geröstet. Der Containerfuzzi hatte sich dann doch ne Weile verspätet, sodass wir später anfangen konnten als gedacht.

Naja und dann ging’s los. Also es ging um Holzentsorgung – Unmassen an Holz, sag‘ ich Euch. Unklar – bei der Anzahl alter Türen, die wir entsorgt haben, müssten meine Großeltern ein Schloss abgerissen haben. Ich möchte mal wissen, wo sie die alle herhatten. Waren Holztüren etwa in früheren Zeiten ein Zahlungsmittel? Nach dem Krieg vielleicht? „Tausche 2 Lebensmittelmarken Butter gegen eine guterhaltene Haustür mit Glaseinsatz“. Hmm… keine Ahnung… Jedenfalls verschwanden nach meinem Gefühl hunderte Türen und alte Fenster auf dem Grund des Containers. Keine Ahnung, wie oft ich heute den Weg zwischen Hof und Straße gelaufen bin. Denn, wie konnte es anders sein, das Ding musste natürlich auf der Straße stehen bleiben. Glücklicherweise füllte er sich, auch Dank der großen Türen, doch schneller als ich befürchtet hatte. Um die Mittagszeit waren wir dann auch fertig.

Das Problem ist nur: die entsorgte Holzmenge scheint nur ein Promille dessen zu sein, was tatsächlich noch auf den Müll müsste. Meine Fresse! Das sind noch einige Arbeitseinsätze… *seufz*

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