Die Qual der Wahl

Rubrik:  Erhascht  ·  Autor:  Zappelfillip10. August 2005, 09:08 Uhr

KreuzchenFrüher als erwartet dürfen wir Deutschen ja nun den Weg in an die Urne gehen. Zumindest dann, wenn die rotgewandeten Wächter des Rechts in Karlsruhe nix mehr dagegen haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass da aber noch etwas dazwischen kommt, ist doch relativ gering. Ist sowieso erstaunlich, wie einig sich die Parteien doch sein können, wenn Etwas zu ihrem individuellen Vorteil gedeiht – oder zumindest einem eingebildeten Vorteil wie im Falle der SPD. Wenn sonst kaum etwas in diesem Land zügig umgesetzt werden kann, weil immer einer querschießt – hier war das überhaupt nicht der Fall. Und diese Einigkeit herrschte ausgerechnet vor einem rechtlich deutlich grauen Hintergrund. Naja dann eigentlich doch nicht wirklich überraschend…

Nun taucht aber nach gerade mal 3 Jahren wieder die beißende Frage auf: Wen wählen?
›Puuhhh… Keene Ahnung‹, denkt da sicher der ein oder andere. Abgesehen von den Stammwählern, dürfte dies eine nicht zu unterschätzende Masse sein. Und für all jene, die zwar ihren staatsbürgerlichen Pflichten nachgehen wollen aber noch immer unsicher sind, gibt es 2 Seiten im Netz, die vielleicht hilfreich sein könnten:

Zum einen gibt es auf der Seite der bpb (Bundeszentrale für politische Bildung) den Wahl-O-Mat. Dieser existiert schon seit einigen Jahren und soll tatkräftig vor jeder Landtags- oder Bundestagswahl die Wahlprogramme der Parteien näherbringen. Dazu beantwortet man einen Fragenkatalog zu eigenen Ansichten und Wünschen auf politischem und sozialem Terrain. Als Ergebnis erhält man jene Partei, deren Parteiprogramm dem eigenen am nächsten kommt. Erklärung von der bpb-Homepage:

Der Wahl-O-Mat bietet Ihnen anhand von einfachen Thesen einen Einblick in wichtige landespolitische Fragen. Vergleichen Sie Ihre eigenen Ansichten mit den Positionen der einzelnen Parteien und finden Sie heraus: Welche Partei vertritt Ihre Meinung am besten? Am Ende erhalten Sie Ihr persönliches Wahl-O-Mat-Ergebnis: Die Angabe der Partei, mit der die größte Übereinstimmung herrscht. Für die vergangenen Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Sachsen und im Saarland wie auch für die Europawahl 2004 steht Ihnen der Wahl-O-Mat weiterhin zur Verfügung. Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2005 wird voraussichtlich am 26. August online gehen.

[Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung]

Ab 26. August lohnt sich also für alle Unentschlossen der Weg zum Wahl-O-Mat Dieser übernimmt im Übrigen allerdings wahrscheinlich keine Garantie, dass sich die einzelnen Partei auch an ihr Wahlprogramm halten werden.

Eine weitere Seite zum Thema findet man unter kandidatenwatch.de. Hier deren eigene Beschreibung:

Bei der Bundestagswahl am 18. September 2005 werden die Hälfte aller Bundestagsabgeordneten direkt gewählt. Mit kandidatenwatch.de können Sie sich erstmals genau über die Direktkandidaten in Ihrem Wahlkreis informieren und sie zu den Programmen ihrer jeweiligen Parteien befragen. Ihre Fragen und auch die Antworten der Kandidaten sind dabei öffentlich einsehbar.

[Quelle: kandidatenwatch.de]

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