Wollen wir über Gott reden?
»rrrrring rrrrring «
Ich schrecke an einem Samstagnachmittag aus meinem Lethargiezustand hoch. Es bimmelt an der Tür. Am Ton der Klingel erkenne ich bereits, dass der Begehrende noch unten vor der Haustür steht und nicht schon oben an der Wohnungstür. Also dann…
Ich erhebe mich von der Couch und schleppe mich zur Wohnungstür. Natürlich stolpere ich dabei noch über meine wild herumliegenden Hauslatschen. ›Verdammt!‹, denke ich noch, ›Die Dinger müssen ein Eigenleben haben. Nie hab’ ich sie an, aber immer liegen’se da rum, wo ich grad bin. Und jedesmal fliech‘ ich drüber!‹
Den Blick durch den Türspion kann ich mir ja sparen. Ich nehme den Hörer der Türsprechanlage aus seiner Halterung und säusele betont freundlich in den Hörer: »Hmm?« Pause… Nichts! Ich höre nur die normalen Straßengeräusche nach oben dringen. »Ja!?«, versuche ich es erneut. Nun scheint sich der Jemand unten vor der Tür gefangen zu haben und ich höre in typisch amerikanischem Nuschelakzent den Satz: »Hello! Wir sind … (Name von der Redaktion vergessen, nennen wir sie Jim und Bo) uhnd wir möschtn görn mit Ihn‘ übör Gott reden…«
Ich ertappe mich dabei, wie sich meine Augen sehr theatralisch in die obere Augenhöhle verdrehen. Schade, dass das jetzt niemand sehen konnte. »Och Jungs, geht mal nach Köln. Da könnter das dem Ratzi erzählen. Hat man Euch nich’ gesagt, dass ihr hier im Osten nen schlechten Stand habt mit Euren Missionierungs-
Thematisch verwandte Artikel















