Kirchenzensur

Rubrik:  Angemerkt  ·  Autor:  Zappelfillip17. August 2005, 15:08 Uhr

Zugegeben, ich bin das was man landläufig einen eingefleischten Atheisten nennt und verteidige glühend das, woran ich nicht glaube. Ich bin froh, dass ich abgesehen vom geschichtlichen Hintergrund keinen Bezug zur Kirche habe. Dies trifft für die katholische noch viel mehr zu als für die evangelische.
Und ich wurde mal wieder mehr als bestätigt. Da wagt es sich diese Weltsekte auf ihrem Happening in Köln doch tatsächlich, das extra für die Jounalisten aus aller Welt eingerichtete Pressezentrum zu zensieren – genauer gesagt den Internetzugang. Dort stehen hunderte Computer für die schreibende Zunft zur Verfügung. „Der Stern“ stellte jetzt, mehr oder weniger durch Zufall fest, dass eine ganze Reihe von Webseiten von diesen Rechnern nicht aufgerufen werden können – durchweg Seiten, die der Kirche auf irgendeine Weise kritisch gegenüber stehen bzw. denen die Kirche kritisch begegnet. Die Begründung: Man möchte ja nicht, dass die Journalisten auf Pornoseiten surfen. Dass darüber hinaus auch durchaus seriöse Seiten gesperrt sind, scheint nicht der Rede wert zu sein.

Das Paradoxe: Der Zugang für die Rechner, an denen die Pilger, also die Besucher des Weltjugendtages, surfen können, wird nicht gefiltert. Jungendliche können also Sexseiten, Naziseiten, Schwulenseiten ersurfen, Journalisten hingegen nicht.

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