Futschikato

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip12. Oktober 2005, 23:10 Uhr

Ich habe eine ziemlich empfindliche Haut. Deshalb rasiere ich mich auch äußerst ungern. Tue ich es doch, bekomme ich eine hochrote Haut und spätestens am nächsten Tag habe ich Gesicht und Hals voller entzündeter Frieseln und Pickelchen. Schmerzhaft, sag ich euch!
Während meiner Bundeswehrzeit musste ich mich zum Glück wegen mangelnd starkem Bartwuchs nur jeden 2. Tag rasieren. Und irgendwie gewöhnte sich meine Haut auch daran. Aber später als Student schlief das regelmäßige Rasierritual natürlich wieder total ein. Und bei einmaliger Enthaarung in der Woche oder oftmals noch seltener trat das alte Problem wieder massiv auf.

Also ging ich dazu über, mich nicht mehr „auf 0“ zu rasieren. Stattdessen verwende ich nun seit Jahren den Langhaarschneiderteil eines uralten Braun-Trockenrasierers, um mir so quasi immer einen 3-Tage-Bart zu stutzen. Den Apparat bekam ich gebraucht geschenkt und für die richtige Rasur taugte er nicht mehr viel. Aber für meine Ansprüche genügte er.

In Voraussicht meines Praktikums bei BMW entschloss ich mich dann aber doch wieder täglich zu rasieren. Man weiß ja nie, was so erwartet wird. Also habe ich lange überlegt, was wohl das schonendste Verfahren sei. Nach einiger Internet-Recherche und Beratung in einem großen nicht-doofen Elektronikmarkt entschied ich mich für einen schweineteuren Trockenrasierer von Panasonic.
Aber wie das meistens so ist: von Altem kann man sich nicht trennen. Und so schere ich mich immernoch mit dem Uraltgerät, erst recht als ich mitbekam, dass das mit dem 3-Tage-Bart in der Abteilung nicht so eng gesehen wird.

Nun heute Morgen hat mein guter alter Kamerad aber leider seinen Geist aufgegeben. Jetzt funktioniert auch der Langhaarschneider nicht mehr *schluchz* Da bleiben mir nur zwei Möglichkeiten: entweder den Langhaarschneider des Megahightechsuperspeedgerätes einsetzen oder eben das Ding seiner eigentlichen Bestimmung zuführen und mich jeden Tag rasieren. Ersteres ist im Moment der Handlung nicht sonderlich angenehm. Er schwingt rasend schnell und hat pieksige kleine Schneidezähne. Da ist die Haut auch ganz schön irritiert. Und vor Letzterem , also der täglichen Rasur graut es mir sowieso immernoch.
Nunja jetzt habe ich ja erstmal noch ein paar Tage Zeit, diese Entscheidung in mir reifen zu lassen. Solange müssen die Haare erstmal wachsen. Oder ich lasse mir gleich ’nen Vollbart stehen…

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6 Kommentare    ·    hier schreiben
  1. Kommentar: Mathias am 13.10.2005, 07:03 Uhr

    Uahh – Das kenn ich.
    Ich will ja nicht soweit gehen, dass ich mir meinen Beruf aus diesem Grund ausgesucht hätte, aber es hätte durchaus so kommen können.

    Wenn Du kannst, dann kauf dir bloß nicht einen normalen Rasierapparat mit Langhaardingens. Die gehen schnell kaputt und kneifen schonmal fies, wenn sie nicht genau geführt werden. Ich benutze derzeit (genauer: Seit etwa 5 Jahren) einen fürchterlich billigen Rasierer, den Friseure gerne benutzen um die Nackenhaare nach einem Haarschnitt zu entfernen. Den bekam ich seinerzeit von meiner mitfühlenden Mutter, die das Ding bei irgendsoeinem Shoppingsender gekauft haben will…

    Mütter!

  2. Kommentar: Flo am 13.10.2005, 09:25 Uhr

    Es gibt noch eine dritte Möglichkeit: Das Megahightechsuperspeedgerätes nur alle paar Tage benutzen.

    Da ich finde dass ich glattrasiert ziemlich doof aussehe, habe ich das früher immer so gemacht. (bis ich mir einen Langhaarschneider zugelegt habe, was doch viiiieeel praktischer ist)

  3. Kommentar: Zappelfillip am 13.10.2005, 09:46 Uhr

    @ Mathias:

    Mist – genau solch einen Rasierer mit Langhaardingens habe ich ja und ich kann deine Erfahrung mit dem Zwicken und Zwacken nur bestätigen. Der schrubbelt da zwar mit tausenden von Schwingungen über die Haut aber die kleinen Zacken schieben sich dadurch auch gern unter selbige. Den Tipp mit dem Friseurschneiddingens werde ich mal gedanklich aufgreifen und reifen lassen.

    Aber bei dir ist es ja wirklich so, dass du haarscharf am täglichen Rasurzwang vorbeigeschlidderd bist: nur anderthalb Meter weiter und du wärst vor der Kamera gestanden. Schwein gehabt ;)

    @ Flo

    Dito! Glattrasiert sehe ich aus wie ein kleiner Junge, wohingegen ein sauber geshavter 3-Tage-Bart mich fast schon männlich aussehen läßt. Werde mich wohl doch mal auf die Suche nach nem stand-alone Langhaarschneider machen,.

  4. Pingback: Glühweinjunkies » Blog Archive » Mein kleines virbrierendes Elekotrospielzeug am 13.10.2005, 11:14 Uhr

    […] Ich habe mich schon länger damit rumgeschlagen, ob ich darüber berichte. Dann habe ich diesen Bericht beim Zappelfillip gelesen und sagte mir spontan jetzt was der kann kann ich schon lange. Auch ich hatte einen Barthaarschneider der die Hautschonung eines Rasenmähers und die Schneidleistung einer ich Milch getränkten Weissbrotscheibe hatte. Eigentlich sollte es ja umgekehrt sein. Dementsprechend schwankte mein Aussehen auch zwischen 3- und 2-Wochen-Bart. Letzten Monat sagte ich mir: Das muss sich ändern! Also ging ich auf die suche nach einem neuen Barthaarschneider und in heutigen Zeiten ist das gar nicht so einfach. Da gibt es ja zum Einen die sich drehenden Scherköpfe (Rota-Systeme, vornehmlich Phillips) und zum Anderen welche mit Scherfolie und schwingenden Klingenkopf (Vibra-Systeme, meist Braun auch Panasonic). Nach intensiven Studium vieler Internetforen und Websites entschied ich mich für die drehenden Scherköpfe. Aber damit war der die Auswahl noch nicht abgeschlossen, denn Phillips hat sein Produksangebot richtig breit aufgefächert. Am Ende machte der HQ 7830, ein Barthaarschneider der drittneuesten Entwicklungsstufe, das Rennen. Pluspunkte waren gute Hautschonung (laut Stiftung Warentest), unter Wasser zu säubern, ein guter Akku und ein noch halbwegs akzeptabler Preis (ca. 115€). Bisher habe ich den Kauf nicht bereut. Meiner Haut geht es trotz mittlerweile täglichen Bartschneidens bestens, es geht wesentlich schneller und die Reingung geht ist weniger Aufwendig. Das einzige was ich bedaure diesen Schritt nicht viel früher getan habe. […]

  5. Kommentar: Flash am 13.10.2005, 11:31 Uhr

    Nimm einen Schluck Glühwein und dann Augen zu und durch. Nach einer Woche hat sich deine Haut dran gewöhnt und du wirst begeistert sein.
    Tschaka – du schaffst es!

  6. Pingback: Zappelfillip erzählt… » Mützensaison eröffnet am 19.10.2005, 15:38 Uhr

    […] Mann ist das eine Kälte draußen. Die Werte auf dem Bild schwindeln bestimmt. Vorhin wurden im Auto 2,5 °C Außentemperatur angezeigt und das glaube ich eher. Vor allem ist für mich ab heute wieder Mütze angesagt. Aus irgendeinem Grund habe ich sehr empfindliche Ohren (neben der sensiblen Haut) was Kälte betrifft. Ich bekomme sauschnell Ohrenschmerzen und da kann es durchaus noch wärmer als 10 °C sein. Momentan scheue ich mich noch davor, die genaue Temperaturgrenze in langen Messreihen am lebenden Objekt zu ermitteln. Auf jeden Fall liegt sie erstaunlich hoch/warm. […]

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