GROßSCHRIFT

Rubrik:  Angemerkt  ·  Autor:  Zappelfillip15. November 2005, 14:11 Uhr

Eszett in VersalienschriftVor ein paar Tagen beim Zappen auf einem Shoppingkanal hängen geblieben, fiel mir mal wieder eine Sache auf, die ich ziemlich furchtbar finde: Ein ß (sprich: Eszett für die Ossis oder scharfes S für die Wessis ;) ) in einem Wort oder Text, der in Versalschrift geschrieben ist. Das sieht irgendwie total bekloppt aus und sticht tierisch ins Auge! Ich empfinde das ß als einen kleinen Buchstaben. Dementsprechend hat es auch nichts in einem Wort aus großen Buchstaben zu suchen. Das sieht irgendwie aus wie ein kleiner Junge mit Bauch in einer Riege von Türsteherschränken.

Falls ich mal in die Bredouille käme, dass ein ß in ein Großbuchstabenwort vorkommt, würde ich es wohl durch ein doppeltes S (SS) ersetzen. Das mag zwar hinsichtlich der Rechtschreibung nicht ganz korrekt sein, sieht aber viel besser aus – ist halt irgendwie stimmiger und runder. Gibt’s denn dafür vielleicht schon eine Regel oder ist das mit dem ß etwa sogar korrekt?
Ich meine, ein wenig hat es sich ja durch die Rechtschreibreform gebessert, da schnell gesprochene Eszetts nun durch ss ersetzt werden („daß“ zu „dass“).
Noch besser wäre es natürlich, ein Typograph würde sich endlich mal hinsetzen und die große Version des ß „erfinden“. Dann hätte dieses Elend ein Ende und ich würde vielleicht sogar die Heißklebepistole kaufen.

Hier mal noch ein paar Beispiele für HÄßLICHE Wörter in GROßBUCHSTABEN mit ß:

KÜRBIßUCHE
AUßENGELÄNDER
HAUßCHLÜSSEL
SCHIEßBUDE
KACKE ;)

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7 Kommentare    ·    hier schreiben
  1. Kommentar: Matthias am 15.11.2005, 15:13 Uhr

    Ich weiß leider nicht, wie es im übrigen Westen aussieht, aber bei uns hier im Pott heißt es ebenfalls „Eszett“.

    Mit Deiner Meinung bzgl. des Aussehens gehe ich übrigens uneingeschränkt konform. Für meine sensiblen Augen ist das auch nichts. ;)

  2. Kommentar: boomerang am 15.11.2005, 15:35 Uhr

    das ß zu versalieren ist wie das verschollen geglaubte wort für das „satt“-gegenstück für das durstgefühl zu finden.
    ß in versalen wörtern ist wahrlich kein optischer genuss.

  3. Kommentar: Zappelfillip am 15.11.2005, 15:44 Uhr

    Ah ja wieder was gelernt, ich dachte „hier drüben“ kennt man nur das „scharfe S“. Schön!

    Bezüglich des „undurstig“: Gab’s da nicht mal nen Wettbewerb oder eine Aufforderung (von wem auch immer, war’s vielleicht die Duden-Redaktion? Vergessen), Begriffe dazu einzusenden!?

  4. Kommentar: boomerang am 15.11.2005, 15:53 Uhr

    tja, das etwas unmotivierte sitt (http://de.wikipedia.org/wiki/Sitt)
    hat sich ja nicht durchgesetzt…

  5. Kommentar: Brüderchen am 15.11.2005, 16:44 Uhr

    zum Glück, klingt wie das Faultier aus Ice Age. Ergo wäre es BESCHIß!

  6. Kommentar: Zappelfillip am 15.11.2005, 17:11 Uhr

    :D Der LIßPELNDE ßID

  7. Kommentar: deflow3p am 16.11.2005, 00:03 Uhr

    Kenn es nur unter scharrrfem „S“ (Hessen) :?
    Aber optisch sicherlich nicht schön und ich würde auch sagen das in so einemfall Optik vor Reschtschreibung zählt ;)

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