Der Schläfer

Rubrik:  Gegrinst  ·  Autor:  Zappelfillip18. November 2005, 14:11 Uhr

Als wir gestern zu einem Bummel in der Stadt waren, haben wir auch einen kurzen Abstecher in die örtliche Hugendubel-Filiale unternommen. Also zuerst einmal per Rolltreppe rauf ins 2. Obergeschoss, da dort die Bücher unserer Wahl zu finden waren – zumindest nahmen wir das an. Okay dem war dann doch nicht so und man schickte uns am Infostand wieder eine Etage nach unten. Dummerweise (und das ist ja wohl eine bodenlose Frechheit) gibt es dort nur Rolltreppen nach oben. Möchte man jedoch nach unten gelangen, muss man zwangsläufig per pedes (lat. zu Fuß) eine stinknormale Treppe nutzen. Die wollen die Leute bestimmt einfach nur länger im Laden halten und nutzen dafür die dem Menschen ureigene Faulheit.

Der Schläfernachgestellte Szene

Na gut – also ein wenig missmutig zur Treppe getrottet und den Gang nach unten angetreten. Dabei habe ich fast noch zünftig einen Salto vorwärts gemacht, da ich mit meinen Riesenfüßen unter den Stufen hängengeblieben bin. Allerdings kaum von diesem Schrecken erholt, musste ich mich doch schlagartig arg zusammenreißen, nicht in schallendes Gelächter auszubrechen. Im 1. OG des Bücherladens gibt es einen großen ovalen Lesebereich, in dem eine rote Ledercouch mit riesenhohen Rücken- und Seitenlehnen steht. Und in dieser Sitzgruppe saß genau in Richtung der Treppe ein Mann – nicht vertieft in ein tolles Buch sondern in süßeste Träume, mit dem Kopf gestützt an die Seitenlehne und offenen Mund. Da kann man mal sehen, wie entspannt man selbst in einem Buchladen sein kann. Da muss er froh sein, dass nicht noch Sabber aus dem Mund tropfte. Man kennt das ja von Homer Simpson nur zu gut.

Erstaunlicherweise hielt der Schläfer nicht einmal das Buch in seiner Hand, sondern es lag geschlossen links neben ihm. Möglicherweise legte er es zur Seite, um über das Gelesene nachdenken zu können und ist darüber eingeschlafen. Man weiß es nicht. Natürlich war dieser Vorgang auch den Ladenmitarbeiterinnen nicht entgangen aber sie ließen ihn wohl gewähren. Naja – er schlief den Schlaf der Gerechten.

Um den Schläfer hier nicht öffentlich zu denunzieren, wurde die Szene heute, einen Tag später, detailgetreu mit einem stadtbekannten Rumtreiber nachgestellt 🙂

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