Mein Stalker

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip28. November 2005, 13:11 Uhr

Eigentlich gehöre ich weder zu den Reichen (nee leider überhaupt nicht) noch zu den Schönen (so normal halt so). Und trotzdem habe ich schon meinen eigenen Stalker. Das Wort „Stalker“ kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „Sackgänger“ oder „Penetranzbolzen“. 😀 Momentan weiß ich nur noch nicht, ob ich das toll finden oder genervt sein soll. Ich müsste mal einen Promi fragen, was die dazu sagen.

Es fing alles damit an, dass ich vor einiger Zeit (schon ’ne Weile her) einen Anruf auf meinem Handy erhielt und kaum hatte ich abgenommen, erzählte mir ein lustiger Herr was von seiner Katze Muschi und ganz offensichtlich hat er unanständige Dinge mit ihr angestellt. Höchstwahrscheinlich ging es dabei allerdings weniger um die Tatsache, dass es ein Kätzchen war sondern um den tollen Namen. Naja ich habe ihn einfach mal erzählen lassen, war ja durchaus amüsant. Wahrscheinlich habe ich dann irgendwann auch einfach aufgelegt – weiß nicht mehr genau. Dann erhielt ich ja vor einigen Wochen nachts gegen 3 Uhr einen Anruf von Melanie, die zu dieser unmöglichen Zeit ja unbedingt über meine Pullergröße philosophieren wollte. Auch da habe ich mir noch nix dabei gedacht.

Aufgefallen ist es mir erst gestern Nacht. Ich war gerade von Erfurt in München angekommen und mit Tascheauspacken beschäftigt, da klingelte wieder das Handy. Und wer war dran? Tatsächlich wieder der Onkel mit der Muschi. Aber anstatt er sich eine neue interessante Homestory einfallen lässt, erzählt er mir doch das gleiche noch einmal. Nun bin ich ja durchaus auch ein helles Köpfchen und da ist mir dann auch gleich eingefallen, dass das wahrscheinlich eine Bandaufnahme (wahlweise auch MP3 – jedenfalls aufgezeichnet) ist, die mir da vorgespielt wird. Ha da gibt’s den Muschimann so wohl gar nicht? Der erzählt mir da nur einen vom Pferd und vergackeiert mich. Naja ich habe einfach auf Freisprechen geschaltet, das Handy zur Seite gelegt und während des Tascheauspackens andächtig seinen Ausführungen gelauscht. Er war dann auch wieder recht schnell fertig und ich hab’ das Handy einfach mal liegen lassen. Ich bezahle ja die Telefonkosten nicht. Leider hat der nette Mann nix weiter erzählt. Nach 1-2 Minuten hat er dann auch aufgelegt.

Lange hat er es aber nicht ohne mich ausgehalten und es klingelte wieder. Ich war eh noch mit aufräumen beschäftigt, also bin ich wieder rangegangen und habe diesmal gleich auf Laut gestellt und das Handy beiseite gelegt. Aber ich staunte nicht schlecht, als diesmal die gute Melanom Melanie dran war und fragte mich mit genau den gleichen Worten wie damals, ob ich sie denn noch kennen würde. Geantwortet habe ich nicht, ich war ja beschäftigt. Das habe ich einfach meinem Fernseher überlassen. Denn der lief im Hintergrund und es kam irgendein Teenie-Filmchen (Könnte es „40 Tage ohne Sex“ gewesen sein?). Also aus dem Telefon Sexgeflüster und im TV auch. Gutes Timing! Ich habe die Puller-Braut jedenfalls auch erzählen lassen. Wahrscheinlich ist sie die Freundin vom Muschimann und die beiden haben sich nicht mehr viel zu erzählen und müssen jetzt einfach mal mit jemand anderen reden. Melanie war dann jedenfalls auch recht schnell fertig und ich hörte im Hintergrund Geraschel. Vielleicht hat da die Melanie ja gerade die Pullerlänge vom Katzenpeter gemessen. Ich weiß es nicht genau. Sehr geduldig war sie jedenfalls nicht und hat dann auch aufgelegt.

Naja wie auch immer – von mir aus können die öfter anrufen, ich hör‘ mir das an und bin auch nicht so unhöflich und lege etwa auf. Nein nein! Ich bezahl’s ja nicht. Und nachts wenn ich schlafen will, mache ich das Handy einfach lautlos. Schade nur, dass das Nokia keine automatische Rufannahme hat. Dann könnten sie es im mein Zimmer sprechen, während ich schlafe.
Ach ja – sie haben gestern doch noch mal angerufen. Da bin ich dann aber nicht mehr rangegangen, weil ich da gerade per Handy den Weihnachtsbaum-Artikel geschrieben habe und mich nicht aus dem Schreibfluss bringen lassen wollte. Dafür möchte ich mich entschuldigen!

Als ich dann gestern noch so drüber nachgedacht habe, fiel mir auch das Gespräch vor ein paar Monaten wieder ein, als mich ein paar Kameraden anriefen und unbedingt den Heiko sprechen wollten. Die haben auch nie zugehört, wenn ich was gesagt habe. War das etwa auch nur vorgespielt? Vielleicht waren das ja auch Freunde von Katzenpeter und Penis-Melanie. Ich glaube, ich werd‘ mal fragen, ob wir uns nicht alle mal treffen wollen. Die Melanie ist bestimmt hässlich und Katzenpeter hat selbst nen kleinen Schnuller…

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  1. Kommentar:
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