Bloggerpflicht

Rubrik:  Angemerkt  ·  Autor:  Zappelfillip30. November 2005, 16:11 Uhr

Praktikantenkollege Weisswurstuni (welcher ca. 5 m neben mir sitzt) und ich instant-messengen (denglish!) gerade über einen Kollegen im Haus, der unter einer kleinen Neurose leidet – ich möchte es ausdrücklich nicht Lästern nennen. Er räuspert sich sehr häufig und das auch sehr laut. Egal! Über dieses Thema kamen wir jedenfalls auch darauf, dass wir beide unabhängig voneinander Krankenpfleger kennen, die in Psychatrien arbeiten. Und es ist der absolute Wahnsinn, was mir „mein“ Krankenpfleger so aus seinem Alltag erzählt. Natürlich gibt es genügend Fälle, bei denen es unangebracht wäre zu lachen – keine Frage. Richtig amüsant sind ohnehin die von der Polizei eingelieferten Fälle: Junkies (nein weder die noch die hier), die sich bereits das Hirn weggeschnupft haben oder Leute, die sich für Gott halten. Und wenn der Krankenpfleger dann auch noch so ein begnadeter Erzähler ist wie meiner, wird es ernst für die Bauch-Lach-Muskeln. Hach was da schon für Stories kamen. Leider vergesse ich das immer alles wieder viel zu schnell.

Ich finde solche Leute sollten bloggen… nein sie sollten sogar gesetzlich zum bloggen verpflichtet sein. Es wäre ein wundervoller amüsanter Zeitvertreib zwischen all den Law-, Shop- und Taxi-Bloggern. Wenn ein Berufstand zum bloggen prädestiniert ist, dann die Psychatrie-Krankenpfleger. Wobei mir gerade einfällt: Ich kenne sogar zwei Leute, wobei einer sogar in der geschlossenen arbeitet und da geht es dann statt lustig eher noch einen Zacken haariger zu. Aber sicher auch voller BE’s

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6 Kommentare    ·    hier schreiben
  1. Kommentar: Brüderchen am 30.11.2005, 20:11 Uhr

    Grüße aus der Psychiatrie … ;)

    Dienst ist bald vorbei ….

    PS: ich sollte wirklich bloggen :D

  2. Kommentar: Flash am 30.11.2005, 21:02 Uhr

    Der Forderung kann ich mich nur anschließen. Ich bedaure es heute zu Zivizeiten nicht alles mitgebloggt zu haben. Dann hätte ich heute (5 Jahre danach) sicher noch mehr dieser tollen Geschichten von damals auf Lager.

  3. Kommentar: Sara am 30.11.2005, 22:46 Uhr

    Auja, auch ich bin für die Einführung einer Bloggerpflicht! Hab nämlich auch einen Freund vorzuweisen, der in der Psychiatrie Krankenpfleger ist und der kann GESCHICHTEN erzählen…. *g* Warum sollte man diese Geschichten nicht teilen? Die Welt hat ein Anrecht darauf.
    Lasst uns eine Petition an den Bundestag richten, damit es endlich eine entsprechende Gesetzesinitiative gibt.
    Und ich wäre auch gleichzeitig für eine Keksvorlagepflicht an Prüfer. Viel zu oft komme ich in eine Firma und dann gibts zwar Kaffee, aber nicht mal ordentlich Kekse dazu. Das ist kein Zustand! ;)

  4. Kommentar: Zappelfillip am 30.11.2005, 23:27 Uhr

    Wie bekloppt ist denn bitteschön Deutschland, wenn jeder hier jemanden kennt, der in einer Psychiatrie Pfleger ist!?
    Aber zum Thema: Wenn mein Bruder nur halb so gut schreibt, wie er erzählt, muss ich ihn wohl mal zwingen.

    Ich bekomme übrigens immer Kekse. :D Aber Prüfer sind im Allgemeinen ja wahrscheinlich von berufswegen nicht sooo furchtbar beliebt. ;)

  5. Kommentar: Gucky am 6.12.2005, 22:28 Uhr

    Ob Krankenpfleger wohl eine Art „Geheimhaltungspflicht“ haben in Bezug auf ihren Beruf ? Vielleicht bloggen deshalb so wenige oder geben zumindest keine Geschichten aus ihrem Beruf preis.
    Und für Psychiatrie-Pfleger gilt das wohl in besonderer Weise !

  6. Kommentar: Zappelfillip am 6.12.2005, 22:53 Uhr

    Solange sie keinen realen Namen zu den Erlebnissen nennen, ist das kein Problem.

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