Wat‘n Stress

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip30. November 2005, 00:11 Uhr

Ach das ist nix für mich. Erst Handy geklaut, zumindest vermeintlich, Anzeige erstattet, Handy wieder aufgetaucht, Anzeige zurückgezogen, Handy abgeholt, jetzt endlich Bett. Näheres morgen… bzw. später *gähn*

So hier nun also die lange Version:

Nach einer illustren Runde mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt am Marienplatz und anschließendem Glucken in einer Australienbar beim Dom, fuhr ich mit der U-Bahn zurück nach Hause und kehrte am Rotkreuzplatz noch bei einer bekannten Fast-Food-Kette ein. Schließlich war es schon nach 22:00 Uhr und ich hatte noch kein Ahmbrot zu mir genommen. Also fix zwei Burger bestellt, Tablett geschnappt und hingesetzt. Mein Handy habe ich auf selbiges neben mich gelegt, um meine Email zu checken (nicht dass ich neue Kommentare im Blog verpasse). Gerade öffnete ich genüsslich den Deckel der Burgerschachtel, da sah ich schon das Übel: Ein total lieblos hineingeklatschter Royal TS, der es mir unmöglich machen würde, ihn zu essen ohne dass er sofort zu Staub zerfallen auf meine Hose fallen würde. Außerdem war das Brötchen an der Packung angebabbt. Also wollte ich ihn zurück zum freundlichen Mitarbeiter zum Tresen bringen und gegen ein unversehrtes Exemplar tauschen. Ich sah noch mein Handy auf dem Tablett liegen und dachte: ›Nimm’s lieber mit vor.‹ Und da endet meine Erinnerung. Keine Ahnung, ob ich es genommen oder doch liegen gelassen habe. Vielleicht nahm ich es auch und hab’s doch nochmal abgelegt, um den Burger noch einmal zu bewundern. :?

Jedenfalls tauschte ich den Burger und als ich zurück zum Platz kam war das Handy weg. Da war die Panik groß. Jacke durchsucht, Hose abgeklopft, Pappschachteln vom Tablett genommen und geschaut, ob es da noch liegt. Nix! Beim freundlichen Mitarbeiter Tresenpersonal nachgefragt, ob ich es eventuell dort abgelegt habe. Auch nix! Ich war total durch den Wind. Wie abhängig man doch von einem Handy ist heutzutage. Wie sollte ich es nun sperren lassen? Ich hatte weder ein Telefon noch Kleingeld geschweige denn eine Nummer zum anrufen. Also habe ich mit dem letzten Fuffziger meine Freundin angerufen, sie solle es sperren lassen – egal wie. Ich wollte in der Zwischenzeit zur Polizei, es gestohlen melden – freilich ohne Aussicht, es wiederzubekommen, halt nur so zur Sicherheit. Ja aber wo ist die nächste Polizeidienststelle? Okay, zum Taxistand am Rotkreuzplatz geflitzt und gefragt. Natürlich zu weit zum Laufen – also Fahren lassen: 5,30 € – bezahlt 6 €. Zurück bin ich die Strecke übrigens in 10 Minuten gelaufen. Egal! Also rein zum Herrn Oberwachtmeister, das Handy als gestohlen gemeldet und Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Hat ungefähr ne dreiviertel Stunde gebraucht. Ein Haufen Papierkram, sag‘ ich Euch. Als das erledigt war, bin ich wieder raus zum Telefonhäuschen an der Ecke. Zum Glück auch mit Münzen (Ich dachte eigentlich sowas gäb’s gar nicht mehr, sondern nur noch Kartentelefone). Dank Rückgeld von der Taxifahrt hatte ich auch wieder Kleingeld. Wieder habe ich meine Freundin angerufen. Sie war vollkommen aufgelöst, weil sie meine Handy-SIM nicht sperren lassen konnte: sie hatte meine PIN nicht. Daran hatte ich nicht gedacht. Zum Glück berichtete sie mir im gleichen Atemzug, dass der McDonalds sie von meinem Handy aus angerufen hatte und mitteilte, dass man selbiges gefunden hätte. Ich könnte es abholen. Ich war dann doch seeehr beruhigt. Das zeigt mir aber auch, ich muss unbedingt die Daten von meinem Handy sichern, sonst sind womöglich irgendwann alle Nummern, Termine und Geburtstage futsch. (Natürlich nicht die meiner Familie). Nun bin ich also wieder schurstracks zurück ins Polizeirevier, Anzeige zurückziehen. Den Fall einfach löschen kann die Polizei nicht, dass darf (zum Glück) nur der Staatsanwalt. Es wurde aber einfach das Vernehmungsprotokoll um den Satz erweitert, dass das Handy wieder aufgetaucht sei und ich meinen Strafantrag zurückziehe.

Der Rest ist schnell erzählt: Zurück zum Clowns-Burger-Laden geflitzt und das Handy abgeholt. Laut Mitarbeiter wurde lag es noch auf dem Tablett. Ich versteh’s nicht. Ich habe doch nachgesehen! Wahrscheinlich war ich so betriebsblind und aufgeregt, dass ich es einfach übersehen habe. Zwischenzeitlich war es Mitternacht und ich froh, endlich ins Bett zu können. Zur Kontrolle ob ich der wahre Besitzer sei, stellte die Angestellte übrigens nur die Frage, was es für Handy sei. Dabei hätte sie doch verlangen können, dass ich vor ihren Augen die PIN eingebe. Wäre noch sicherer gewesen. Naja aber hauptsache ich habe es wieder. Sonst wäre kein mobiles Bloggen mehr drin gewesen. :cry:

Nachtrag:

Mist – nun hat O2 doch noch meine SIM-Karte gesperrt. Während ich bei der Polizei war, versuchte meine Freundin ja, die Karte zu sperren, damit ein vermeintlicher Dieb keinen Unfug anstellen kann. Da sie mein Kundenkennwort nicht kannte war dies per Sprachcomputer am Telefon nicht möglich. Also schrieb sie eine E-Mail an O2 mit der Bitte, trotz nicht angegebener Kennzahl die Karte zu sperren. Leider haben sie es nun nach 2 Tagen tatsächlich getan. Ich war nach Wiederauftauchen des Handys davon ausgegangen, dass O2 sowieso nix macht, wenn die Kennzahl fehlt. Offensichtlich war Sandra aber sehr überzeugend per Mail. Naja nicht zu ändern. Kostet jetzt 12,50 € für die Sperrung und ich muss erstmal wieder entsperren lassen. Hoffentlich kostet die wenigstens nix…

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2 Kommentare    ·    hier schreiben
  1. Pingback: Ich hasse DcMonalds « Zappelfillip plaudert… am 25.01.2006, 09:12 Uhr

    […] Oh Mann – ich glaub, ich wird’ langsam senil… oder debil… oder beides! Ich sach’s Euch… Vor gerade mal 2 Monaten hatte ich jenes abenteuerliche Erlebnis, dass ich bei DcMonalds sitze und plötzlich mein Handy verschwand. Dieser vermeintliche aber nicht wirkliche Diebstahl damals hat mir echt einige meiner kostbaren Lebensjahre geklaut. Un’nu geht das schon wieder weiter – und wieder bei McDonalds. Neenee den Fastfood-Laden am Rotkreuzplatz mag ich irgendwie nicht – oder er mich… […]

  2. Pingback: Mir fällt kein Titel ein… leider! « Zappelfillip plaudert… am 19.02.2006, 22:35 Uhr

    […] Nachdem ich ja bereits einige Male über McDonalds und meine Abenteuer mit und in dieser Fastfood-Kette berichten konnte (1 2 3…), habe ich heute mal wieder eine kleine Geschichte. Im Anschluss an meine kleine Bummel- und Shoppingtour durch München (Ergebnisse folgen), wollte ich mir – quasi als großes Finale – mal wieder einen McFlurry gönnen. Ihr glaubt gar nicht, wie warm es im OEZ sein kann, wenn draußen keine knackigen Minusgrade mehr herrschen, man aber immer noch klamottentechnisch so rumrennt, als wäre es so! *puuuh* […]

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