Salvador Dali in München

Rubrik:  Abenteuer München  ·  Autor:  Zappelfillip9. Januar 2006, 16:01 Uhr

Salvador DaliAm vergangenen Wochenende, genauer am Samstag, haben wir uns eine Austellung des Malers und Exzentrikers Salvador Dali in München angeschaut. Hmm – was soll ich sagen? … Ziemlich surrealistisch die ganze Geschichte. Zugegebenermaßen ist die Malerei neben Pösie (der ganze Kram rund um Gedichte) jene Kunstform, der ich am wenigsten abgewinnen kann. Es erreicht und berührt mich einfach nicht. Man könnte es in einem Wort mit „Desinteresse“ bezeichnen oder einfach: »Geht mir ziemlich am Ar*** vorbei«. Aber zum Glück kann man sich ja nicht für alle Dinge, die einen so umgeben, interessieren.

Nichtsdestotrotz habe ich mir genannte Ausstellung, die derzeit noch bis 29. Januar in den Münchner Riem Arcaden zu besuchen ist (wieso muss man dieses Einkaufszentrum eigentlich „Arcaden“ nennen und nicht, wie im Deutschen bekannt, „Arkaden“ mit k?), angeschaut – hauptsächlich da meine Freundin großer Dali-Fan ist. Allerdings wollte ich sowieso gern einen neuen Versuch wagen, mich vielleicht doch noch restlos für die Malerei begeistern zu können. Schließlich kennt ja eigentlich jeder Normalgebildete zumindest mal den Namen „Dali“ und vielleicht kann der ein oder andere sogar Werke mit ihm verbinden. Ich persönlich kannte zum Beispiel das Bild mit den fließenden Uhren.

Also bin ich frohgemut zu dieser Ausstellung gestartet, schließlich wird sie auf der Homepage als „sensationell“ angekündigt. Der Eintrittspreis von 8 € (bzw. 6 € ermäßigt) wäre grundsätzlich okay, wenn man im Nachhinein sagen könnte: »Ich fand’s toll«. Leider konnten wir beide dies nicht tun. Die großen Werke (eben besagte Uhren) waren überhaupt nicht ausgestellt – nicht einmal als Drucke. Es waren zwar von der Anzahl einige Bilder und auch Plastiken ausgestellt, aber nichts was man irgendwie vielleicht schon einmal gesehen hatte. Ich denke, der Durchschnittsbesucher geht aber genau deshalb in eine solche Ausstellung, um einmal die bekannten Werke in großer Ausführung zu sehen – am besten als Original, aber zur Not auch als Nachdruck. Hier gab es nur viele kleine Bildchen zu sehen. Mir ist das nix. Und es hat sich auch bestätigt, dass ich dem Surrealismus nichts, aber auch gar nichts abgewinnen kann. Ich finde es sogar hässlich und in keinster Weise anschauenswert. Vertane Zeit und schade um das Eintrittsgeld. Versteht mich nicht falsch: jeder der sich für diese Kunstform allgemein und für Dali im Besonderen interessiert, für den ist diese Ausstellung bestimmt ganz toll. Alle jene, die den Namen „Dali“ nur mal so gehört haben und wissen möchten, welche großen Kunstwerke die Welt ihm zu verdanken hat, der kann sich das Eintrittsgeld gerne sparen. Ich find es auch insofern enttäuschend, als auf dem Werbeflyer für diese Galerie das berühmte Uhrenbild als Aufmacher abgebildet ist, in der Ausstellung aber nirgends mit einer Silbe erwähnt oder gar gezeigt wird. Sandra hat es ebenfalls nicht so gefallen. Da hält sich der „Fanatismus“ doch arg in Grenzen ;) Naja wie sagen wir immer: »Wir haben schon sinnloser Geld ausgegeben.« Viel fällt mir da allerdings nicht ein :roll:

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ein Kommentar    ·    hier schreiben
  1. Kommentar: Brüderchen am 9.01.2006, 20:57 Uhr

    Wir waren noch bis ca 16 Uhr in der Stadt … bummeln … wie schön … und das Dallmayr-Haus … toll …

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