Sei Timur!

Rubrik:  Erhascht  ·  Autor:  Zappelfillip20. Januar 2006, 11:01 Uhr

Wer just in diesem Moment oder meinetwegen auch etwas später anderthalb Minuten Zeit hat, könnte mal einen lieben Bloggerkollegen unterstützen. Er hätte da so drei bis sieben Fragen an Dich. Und das geile: Du musst nichtmal eine 01379-Nummer anrufen, musst keine grenzdebile Pippifrage a la „Wie nennt man das gelbe, helle runde Ding am Himmel? A: Mao Zedong oder B: Sonne“ beantworten und bezahlst auch keine 49 Cent an RTL2 dafür, dass du dann doch keine 5000 € gewinnst, weil 7 Millionen Deutsche zusammen 21 Millionen mal angerufen haben und deine Chance damit ganze 1:21 Millionen betrug. Nein nein! Es „kostet“ dich lediglich ein paar Zeigefingerbewegungen auf die linke Maustaste, zwee Minuten Zeit und miiiinimale Anstrengung für Hirn. Schad‘ nix! 😉
Und jetzt nochmal im Klartext: Hier klicken, 9 Fragen nach bestem Wissen und Gewissen beantworten, über die gute Tat freuen. Du hast nämlich nun Neri bei einer Seminararbeit unterstützt und als gerade so Ex-Student weiß ich, wie schwer es ist, für empirische oder sonstige Studie Teilnehmer zu finden. Also gib Dir nen Ruck. Ansonsten… Hurbsel – du verstehst!? 😉

PS: Ossis wissen hoffentlich, was ich mit „Sei Timur!“ meine. Alle anderen schauen mal hier. Timur und seinen Trupp würde man heute „Gang“ nennen. Allerdings mit dem Unterschied, dass er und seine Recken nur Gutes taten. Anstatt Omas die Handtaschen zu rippen, wurde eben über die Straße geholfen. Statt im Supermarkt Kondome zu klauen, hat man selbstlos schwere Taschen für eine andere alte Omi heimgetragen. Natürlich hatte die zuvor keine Kondome gekauft!
So wie die guten Tick, Trick und Track als Fähnlein Fieselschweif (die Pfadfinder Entenhausens) heute die Vorbilder der Kinder sind, waren das für uns damals Timur und sein Trupp. Und man organisierte sich damals zur „Timurhilfe“. Durchaus ein schönes Buch. Hier eine Amazon-Rezension:

In Arkadi Gaidars „Timur und sein Trupp“ geht es um eine Gruppe von Jugendlichen in einem Dorf der Sowjetunion während des Zweiten Weltkrieges. Diese helfen Kriegswitwen und Frauen, deren Männer an der Front kämpfen. Das unterstützen jedoch nicht alle im Dorf, und ein Mädchen aus der Stadt bringt noch mehr Unruhe ins ansonsten ruhige Leben auf dem Lande, weitab vom Krieg.
Gaidars Buch ist ein Klassiker der Sowjetliteratur, weil es sich nicht ( nur ) mit dem Aufzählen von großen Heldentaten hervorheben will. Nein, es geht hier um die kleine Dinge, ohne die das Leben noch schwerer geworden wäre. Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Freundschaft auch in schwierigen Zeiten ist das Grundthema dieses Buches. Und das trifft ja auch in der heutigen Zeit noch zu.

[Quelle: Amazon.de]

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  1. Kommentar:
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