Gedanken aus der U-Bahn III

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip9. Februar 2006, 18:02 Uhr

U-Bahn-Rolltreppe in MünchenIn den Münchner U-Bahnhöfen fallen mit großer Regelmäßigkeit die Rolltreppen aus und mutieren dadurch zu stinknormalen „Lauftreppen“. Mir persönlich ist das absolut schnurz! Oftmals nehme ich sowieso die normale Treppe, da am Rollexemplar meist Stau herrscht, weil 90% der Menschen offensichtlich zu faul zum Laufen sind. Und so warten sie lieber bis sie endlich auf die Rolltreppe kommen, anstelle mal ein paar Schritte mehr zu machen und zu laufen. Naja – nicht mein Problem! Trotzdem kann ich mir ein kleines gemeines Lächeln nicht verkneifen, wenn bei Ausfall der Rolltreppe (was wie gesagt durchaus nicht wirklich selten ist) nun alle Leute gezwungen sind, sich mal zu bewegen. Leid tut es mir nur immer um Omis oder Opis, die vielleicht schon nicht mehr so gut auf den Beinen sind oder um Muttis mit Kinderwagen oder Leute mit Krücken. Aber glücklicherweise gibt es ja auch in jedem (hoffe ich zumindest) U-Bahnhof mindestens einen Aufzug zur Oberfläche.

So geschah es auch heute wieder, dass die Rolltreppe am Bahnhof „Maillinger Straße“, dort wo ihn in Richtung meiner Wohnung verlasse, nicht funktionsfähig war. Und dabei ist mir aufgefallen, dass ich sehr gern auf nicht funktionierenden Rolltreppen hochlaufe. Dies hat zwei Gründe: zum einen benutzt erstaunlicherweise kaum jemand eine stehende Rolltreppe – obwohl man sie natürlich auch als „normale“ Treppe nutzen kann – und somit entgehe ich wieder dem Gewühl, dass auch bei der normalen Treppe einsetzt, wenn viele Leute die U-Bahn verlassen haben. Der andere Grund liegt einfach in meiner Körpergröße und der Läääänge meiner Beine. Jaaa so ist es! Bei einer Gesamtgröße von über Einsneunzig bammeln an meinem Unterleib (also unterhalb des Bauchnabels) zwei Beine von jeweils etwa 113 cm Länge (gemessen vom Boden bis zum Hüftknochen). Und diese ziemlich langen Gehstelzen bedingen, dass ich, zumindest seit ich so groß bin, nie eine Treppe herkömmlich besteige – also eine Stufe nach der anderen. Vielmehr nehme ich immer mindestens 2 Stufen auf einmal. Manchmal bin ich sogar etwas zügiger unterwegs und dann dürfen’s auch mal 3 Stufen sein. Ich finde es absolut umständlich und unbefriedigend, Stufen einzeln zu erklimmen. Das geht überhaupt nicht vorwärts und vor allem macht man so viele kleine Tippelschrittchen *tipptapptipptapp*. Nervig! Die Stufenhöhen einer normalen “Gehtreppe„ sind einfach viel zu gering. Ich finde, es sollte überall verschiedene Treppen geben. Alle nebeneinander, jede so 1 – 1,50 m breit, und mit unterschiedlichen Stufenhöhen. So könnten die kleinen Leute ganz links laufen, müssten mit jeder Stufe nur 20 cm Höhe überwinden aber dafür eben mehr Stufen laufen als die Großen, die ganz rechts den Treppenbereich benutzen, der aus 40 cm-Stufen besteht. Jawoll! Ich schreibe eine Petition… vielleicht…

So – und das ist auch der Grund, warum ich sooo gerne die Rolltreppe zum Laufen verwende: sie hat einfach deutlich höhere Stufen als eine normale Treppe. Das ist genau richtig für mich! Es kommt meiner Größe und Schrittlänge entgegen und ich brauche nicht so viele Schritte zu machen. Perfekt… Ich fahr‘ am besten gleich nochmal U-Bahn…

[Bild: Photocase.de]

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