Land unter

Rubrik:  Abenteuer München  ·  Autor:  Zappelfillip19. Februar 2006, 22:02 Uhr

HochwasserHallo und einen wunderschönen Guten Abend meine lieben Freunde der leichten Unterhaltung. Wir haben mal wieder einen ruhigen Sonntag Abend, ich schaue einen durchaus nicht ganz unlustigen Film im TV und entdecke dabei so nebenbei ein Handyfoto auf dem Rechner, welches ich in der letzten Woche auf dem Weg zur Arbeit zum Auto, um zur Arbeit zu fahren, geschossen habe. Den einen oder anderen höre ich jetzt sagen »Und? Is‘ ja ganz was tolles! Du musst offensichtlich ein kleines Flüsschen überqueren… Wayne interessiert’s?«. Aber da sag‘ ich »Neeee liebe Freunde!« Sooo nich‘! Wer das denkt, hat sich nämlich ooordentlich geschnitten. Der Schein trügt… aber gewaltig!

Schauen wir uns das Bildchen also nochmal etwas genauer an. Und? … Na? Wer hat’s bemerkt? … Ich sag’s Euch: wir sehen hier tatsächlich weder die Isar, wie man vielleicht vermuten könnte, noch einen Ausläufer des Bodensees oder gar eine 50 Meter-Bahn in der Olympia-Schwimmhalle. Neheiiin! DIES – IST – EIN – GEHWEG! Indianerehrenwort! Ich erzähle Euch hier kein‘ vom Pferd. Dies ist ungelogen ein Bürgersteig. Das Ding, auf dem normalerweise der einfache Bürger (daher auch der Name) seines Weges gehen kann, geschützt vor allen Unwägbarkeiten des Straßenverkehrs. Wie man aber unschwer erkennen kann, war dies in der vergangenen Woche zeitweise nicht der Fall. Aufgrund der stark einsetzenden Schneeschmelze, und davon lag in München auch reichlich, verwandelte sich dieser Weg Tag für Tag mehr in einen reißenden Fluss… oder zumindest mal in eine Riesenpfütze. Leider lief das Wasser ja aber auch nicht ab, weshalb der Vergleich mit einem Fluss ziemlich hinkt. Der Regen der letzten Woche tat dann noch sein Übriges für dieses örtliche Hochwasser, welches übrigens auch nicht so ohne weiteres abfließen konnte, denn die Unmassen an Streukieseln hatten alles verstopft.

HochwassergebietZur besseren Verdeutlichung biete ich hier auch nochmal einen kleinen stadtplanerischen Blick auf dieses Gebiet. Der bunte Stern kennzeichnet mein Zuhause, wobei der blaue Strich östlich davon unser besagtes Hochwassergebiet zeigt. Anwohner hatten übrigens ein ziemliches Glück, denn es gibt dort keine solchen. Also keine Anwohner, meine ich. An der Stelle befindet sich nämlich ein Sport- bzw. Fußballplatz der ansässigen Schulen (siehe auch Stadtplan). Insofern konnten also auch keine Keller voll Wasser laufen. Aber da kommt dann eben auch das eigentliche Problem zum Tragen: diese Strecke mussten hunderte Raucher Kinder täglich gehen. Und wie man unschwer erkennen kann, war sie nur trockenen Fußes zu begehen, wenn man sich ganz rechts hielt… quasi immer angeklammert an den Maschendrahtzaun. ;) So nun schickt aber mal diese Anzahl Menschen durch ein solches Nadelöhr! Ich sach‘ Euch, der Anblick war köööstlich. Da ist jeder jedem im Weg gewesen. Jeder versucht, nicht ins Wasser treten zu müssen. Hab’ schon drauf gewartet, wann die ersten Eltern ihre Kindern mit bunten Schwimmflügeln ausgerüstet in die Schule schicken. Aber mittlerweile isses wieder trocken, nachdem das ganze Streugut entfernt wurde…

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3 Kommentare    ·    hier schreiben
  1. Kommentar: Mülli am 28.02.2006, 22:32 Uhr

    Schöne Seite mit excellent lesbarem Farbschema! Nur den Kartenausschnitt würde ich mir verkneifen, siehe u.a.

  2. Kommentar: Mülli am 28.02.2006, 22:32 Uhr

    den Link hats mir verrissen, ich meinte http://www.heise.de/tp/r4/artikel/16/16851/1.html

  3. Pingback: Abschreiber « Zappelfillip plaudert… am 12.05.2006, 00:25 Uhr

    […] Heutzutage könnte das glatt ein wenig einfacher sein. Als ich heute Morgen (ich bin ausnahmsweise mal etwas später zur Arbeit) auf dem Weg zu meinem Auto an einer Schule und dem angrenzenden Sportplatz vorbeikam (übrigens diese Straße, rechts im Bild der Sportplatz), konnte ich einen kleinen Kerl am Rande des Spielfeldes beobachten, wie er in aller Seelenruhe bei sonnigster Sonne im leichten Schatten der Bäume hockte und ganz gemütlich ziemlich offensichtlich Hausaufgaben aus dem Heft eines anderen abkupferte. Dazu hatte er sich auch richtig schön breit gemacht und war fleißig am Schreiben. In wirklicher Eile schien er zumindest nicht zu sein. So gemütlich und angenehm hatten wir das damals nicht, musste ich mich gleich erinnern. Es war also nicht alles früher viel besser! […]

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