Sonnensonntag

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip19. März 2006, 21:03 Uhr

Panorama Schloss NymphenburgNachdem mir gestern hier so ein wenig die Decke auf den Kopf gefallen ist und der erste sonnige Frühlingstag in München unbeachtet an mir vorbeistrich, habe ich mich heute mal herausgetraut und einen laaaaangen Spaziergang zum und durch den Park des Nymphenburger Schlosses gemacht. Nichts wirklich spektakuläres, ich weiß. Aber immerhin… Grundsätzlich ist es leider nachwievor so, dass der Frühling eher unangenehme als schöne Gefühle in mir weckt. Aber so ein paar warme Sonnenstrahlen und ein wenig Lichttherapie im Gesicht ist doch nicht das Allerschlechteste.

Und man muss sagen, es ist schon erstaunlich, wie bei den ersten wirklich nennenswerten Sonnenstrahlen überall Menschen herausgekrochen kommen. Der Park war teilweise so überfüllt, dass ich mir vorkam wie auf einem Open-Air-Konzert – nur ohne Musik, dafür mit Kinderwagen und Gehhilfen… bei einigen. Zumindest war es gar nicht so einfach, ein paar entlegenere Wege zu finden, um tatsächlich frei entscheiden zu können, wo man langlaufen möchte und nicht von einem schier unendlichen Strom Menschen auf eine festgelegte Bahn geschoben und geschubst wurde. Und tatsächlich habe ich diese „einsamen“ Wege gefunden. Diese hatten sogar noch den weiteren Vorteil, dass die Schneedecke noch so halbwegs intakt war. Auf den vielbelaufenen größeren Wegen war es nämlich nur noch eine einzige Matschepampe oder gar Seenplatte. Und ich wiedermal nur in Turnschuhen – keinesfalls wasserdicht. Ach und Misteln gab’s überall… einige an Bäumen, viele aber auch in den Händen und Taschen der Spaziergänger. Alle Welt scheint scharf auf Misteln zu sein. Kamma damit noch was anderes machen als sich nur darunter zu küssen? Macht es vielleicht schön matschig im Kopp, wenn man sie raucht oder ein Teechen draus brüht? Falls nicht und es damit nur zum Küssen dient, geht es aber in den nächsten Tagen ab in München, sach‘ ich Euch. Führt das Küssen unter einem Mistelzweig nicht gerüchteweise auch zur baldigen Hochzeit? Dann werden wohl auch diese demnächst in die Höhe schnellen. Naja mir soll’s worscht sein…

Ach und Wasservöch‘l ham die da… noch und nöcher. Vor dem Schloss sind so ein paar künstlich angelegte Teiche mit Unmengen an Schwänen, Enten, Gänsen, so unidentifizierbaren schwarzen Wasservögeln mit hellem Schnabel (hab’ mein Vogelbestimmungsbuch gerade verlegt – sorry) und sogar einige Möven kreischen rum. Huuuunderte! Ach und überall stehen Schilder: „Bitte nicht füttern!“ Scheint aber keiner zu lesen. Da ist ein Omchen mit Bollerwagen neben der anderen und unterstützt die armen Tierchen mit Brotkrumen. Herrlich! Und die Kinder quiecken. Dabei sind die Schwäne teilweise schon deutlich größer und ham‘ ja auch sowas von keine Hemmungen. Ich wollte mal mit meiner Handykamera eine kleine Nahaufnahme eines jungen, noch nicht richtig weißen Schwanes machen. Uuunmöglich, denn der hat ständig nach dem Handy geschnappt. War es wohl gewohnt, dass ihm ausschließlich Nahrhaftes entgegengestreckt wird. Nunja gab’s eben kein Portrait.

Also lange Rede, kurzer Sinn: ich habe einige Stunden heute draußen verbracht – zwar allein aber war schon okay. Nur leider musste ich feststellen, dass ich wieder eine Digitalkamera brauche. Die Handycam ist einfach wirklich nur für Schnappschüsse zu gebrauchen und bei der sonnigen Helligkeit hat sie gnadenlos überbelichtet. Schaut Euch nur mal die Schwäne an. Auf den Bildern leuchten die wie ein 1000 Watt Baustrahler.

Vögel ohne Ende  Kein Bach - ein Weg!
Leuchtschwäne  Schwan

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