Werkstatt
So – das Auto ist in der Werkstatt abgegeben. Nun sollen sie mal was tun für ihre 750€. Die Thekendame meinte noch so in einem Nebensatz, dass es ja dann hoffentlich morgen fertig sei. Ich sagte sogleich zu ihr, dass sie das „hoffentlich“ gleich wieder runterschlucken könne. Es muss! Genau deshalb habe ich ja schließlich den Termin für Samstag, weil ich das Auto unter der Woche brauche. Sie hat es dann freundlicherweise auch wieder zurückgenommen.
Anschließend gab sie mir den Abholschein mit den Worten, diesen solle ich morgen unbedingt wieder mitbringen. Sie wäre dann zwar auch wieder da, aber wie ich aussehe, hätte sie bis dahin schon längst wieder vergessen. Wie bitte!? Geht’s noch? So nicht, Frollein! Ich bin der Enkel vom Charming-Billy! Hab sie dann rechts und links am Kopf gepackt und zärtlich, aber bestimmt über den Tresen gezogen. Meinem quasi unwiderstehlichsten In-die-Augen-guck konnte sie sich nur mittels einer Ohrfeige entziehen. Aber das tat sie lediglich, um vor Kollegen und den anderen Kunden emanzisch zu wirken. Sie war Butter in meinen Händen… bestimmt… Sie meinte dann nämlich zur Verabschiedung, dass sie mich anrufen würde… wenn das Auto morgen vor 16 Uhr fertig sei. Merkste was?! Die war spitz wie Nachbars Lumpi. Es geht doch nichts über gute Menschenkenntnis. Ich hab’s schon irgendwie drauf.
Jetzt kämpfe ich mich erstmal mit meinem Buschmesser Stadtplan zur U-Bahn durch – Laim ist die nächste. Melde mich dann wieder aus der Sendezentrale…
Nachtrag 19:23 Uhr
Ich sach’s Euch – so einen Aufsatz per Handytastatur einzugeben, ist ein ziemlicher Sackgang. Ich brauch’nen Moblog-Computer. Mit komfortabler Tastatur für unterwegs…
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