*aaarrrrgggghhhh*

Rubrik:  Geärgert  ·  Autor:  Zappelfillip6. April 2006, 22:04 Uhr

VorherIhr dürft mich Dödel nennen! Gestern isses passiert. Nachdem es zuvor schon einige Unfälle mit ihr gab, ist sie gestern nun endgültig kaputt gegangen. Meine schöne Armbanduhr ist runtergeplumpst und dabei ging das Glas zu Bruch. Es handelt sich um eine wuuuuunderschöne Uhr von Seiko mit orangenem Ziffernblatt und blauem Armband – eine meiner Lieblingsfarbkombinationen. Und das Traurige dabei: es war ein Geschenk, zwar unter… sagen wir etwas seltsamen Umständen (nein – das ist nicht blogbar ;)) aber dennoch ein Geschenk in Einzelteilen. Menno – die war echt soooo schön. Okay ziemlich schwer, weshalb ich sie bei jeder Gelegenheit vom Handgelenk abgenommen habe und ständig mit ihr rumgespielt habe, aber wir haben super zusammengepasst.

Wie es nun passiert ist, wollt Ihr wissen? Nunja eigentlich nix spektakuläres. Beim Aufhocken (so sacht man das bei uns in Thüringen) meines Rucksacks vor der Haustür bin ich mit dem Armband wohl irgendwie irgendwo hängengeblieben. Die Folge war, dass der Metallstift, der das Armband mit dem Gehäuse verbindet, diesem Ruck wohl nicht standhielt und sich unter einem tiefen Seufzer vom Gehäuse löste. Daraus wiederrum folgte unmittelbar – nicht zuletzt wegen der auch in München allerorts vorherrschenden Schwerkraft – ein Sturz der gesamten Uhr-Armband-Konstruktion in die Tiefe. Aufgrund des steinharten, nicht elastischen Untergrundes (Straßenpflaster), auf den die fallende Uhr aufschlug, wurde ihre Abwärtsbewegung jedoch schlagartig gestoppt, was wiederrum mit einer sehr großen negativen Beschleunigung gleichzusetzen ist. Da ihr Gewicht, wie bereits erwähnt, für eine Armbanduhr relativ hoch ist, wirkte auf das Glas (welches dummerweise nach unten zeigte und somit den Boden zuerst berührte) also folglich eine sehr große Kraft, denn F = m • a (F- Kraft; m – Masse; a – Beschleunigung). Tja und was daraus folgte, kann sich jeder vorstellen, der als Bub mal einen Fußball im Eifer des Gefechts durch das geschlossene Küchenfenster der ständig meckernden Nachbarin gejagt hat – gaaaanz ausversehen natürlich. Die Scheibe hält dem Aufprall natürlich nicht stand, die Verbindung der Atome untereinander reißt und das ganze Gebilde geht zu Bruch. Und nun für die Mädels auch noch eine Erklärung, da sie ja wahrscheinlich deutlich seltener Fußball gespielt haben: ähnliches passiert beim Putzen in der Wohnung, wenn ihr unvorsichtig statt um die hässliche Glasvase herumzuwischen diese mit einem übereifrigen Staublappenschwenker von der Kommode gejagt habt. Kaum berührt sie den Boden, zerbirst sie auch schon in tausend Teile. Und was bleibt übrig?

»Schahaaaaatz! Bringst du mal bitte den Staubsauger!?«

Alternativ kann das „bitte“ auch entfallen – je nach Familienstand der Partner. :P Aber immer sind wir Männer die Dummen. Entweder weil’s Mecker wegen der Nachbarsglasscheibe gibt (dabei hat die alte Zicke das sooo sehr verdient und innerlich feixen wir wie sau) oder weil wir wieder den Mist der Dame des Hauses beheben dürfen… denn beim Staubsaugerholen bleibt’s ja nicht…

nachherNaja lange Rede kurzer Sinn: das Glas eben jener meiner Uhr ist leider gebrochen – aber ordentlich! Es ist ein richtiges Loch am Rand, von dem ziemlich viele Risse in die Mitte laufen. Und das, was in dem Loch fehlt, befindet sich nun in Form vieler kleiner Glassplitter im Inneren der Uhr und blockiert die Zeiger. Dabei muss ich sagen, das Glas war außerordentlich kratzfest – nur leider nicht bruchsicher genug für einen Fall aus 2 Metern Höhe. Was mache ich nun? Ich werde wohl mal den Uhrmacher meines Vertrauens – den ich allerdings noch nicht habe – aufsuchen und hoffen, er kann da ein neues Glas einsetzen. Wird aber sicher nicht billig, denn die Uhr selbst ist schon nicht wirklich preiswert. Sowas lassen die sich ja sicher auch gut bezahlen. Möglicherweise ist aber auch eine neue Uhr fällig. Grausam der Gedanke! Wo ich doch immer was Besonderes haben will und andererseits so ein Entscheidungsneurotiker bin. Was das noch wird…

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4 Kommentare    ·    hier schreiben
  1. Kommentar: michl am 6.04.2006, 23:28 Uhr

    Soooooooo teuer sind die Gläser nu auch wieder nicht ( im Vergleich zur Uhr… ;) ). Was mir eher Sorgen machen würde, ist das Uhrwerk – die blockierten Zeiger dürften in der Beziehung ned so ganz gesund sein…

  2. Kommentar: RU am 6.04.2006, 23:33 Uhr

    Mit dem Ablauf der „Schahaaatz – Ära“ mutiert man früher oder später zum Gemahl und die bis dahin freundliche Aufforderung zur Staubsaugerbereitstellung lautet dann ganz pragmatisch : „Ge(h)ma(h)l un hol`n Staubsauger“ :roll:

  3. Kommentar: Zappelfillip am 7.04.2006, 00:07 Uhr

    Ja das hatte ich schon vermutet und daher auch das „bitte“ schonmal vorsichtig in Frage gestellt. ;)

  4. Kommentar: Neri am 7.04.2006, 00:18 Uhr

    Ich bin für die Rettung der Alten! Koste es, was es wolle! :roll:

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