Urlaubsbräune ade!

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip24. April 2006, 00:04 Uhr

Als ich heute so intensiv damit beschäftigt war, mir meinen Hintern von vorn – also frontal – anzuschauen, habe ich mit einigem Wehmut feststellen müssen, dass von meiner schwarzafrikanerartigen Bräune innerhalb eines Jahres absolut nix mehr übrig geblieben ist. Im März letzten Jahres, genau einen Tag nach meiner Diplomverteidigung und damit dem offiziellen Ende des Studiums, bestieg ich mit meiner Freudin in Frankfurt einen Flieger (ich glaube Consors war’s… oder? egal!), der mich das erste Mal in meinem Leben außerhalb Europas bringen sollte. Wir starteten zu einem 10stündigen Flug nach Südamerika, genauer gesagt nach Nordsüdamerika 😉 nämlich Venezuela. Das graue, noch winterlich kalte Wetter in Deutschland ließen wir in Richtung Venezuela hinter uns. Herrlich! Der Urlaub war wirklich klasse und obwohl wir 14 Tage auf der doch recht kleinen Insel Isla de Margarita verbrachten, war kein Tag langweilig. Voller Stolz kann ich sagen, dass wir uns fast alles was möglich war, auf der Insel anschauten und erkundeten. Aber glücklicherweise blieb trotzdem noch ausreichend Zeit auch ganze Tage am wundervollen Karibikstrand zu verbringen. Die ham Wellen da… unfassbar! Da ist die mir bis dato nur bekannte Ostsee gar nix dagegen. Leider war es aber auch ein nicht ganz ungefährlicher Strand, denn wegen der vorhandenen Unterströmung bestand immer ein wenig die Gefahr, bei Unachtsamkeit ins Meer gezogen zu werden. Mir hat das glücklicherweise nicht viel aus gemacht aber für etwas ängstlichere Leute war das wohl nicht so das richtige. Aber macht nix – ich habe ewig durch die Wellen hüpfen können und man konnte sogar mit etwas Geschick und Zeitgefühl auf ausgebreiteten Armen vor der Welle Richtung Strand „surfen“. Hat richtig Spaß gemacht…
UrlaubsbräuneUnd natürlich haben wir auch ausführlichst sonnengebadet – natürlich nicht ohne Sonnencreme, denn dort bekomme sogar ich Sonnenbrand, den sowas sonst nur sehr selten heimsucht. Aber trotz Lichtschutzfaktor… keine Ahnung… 1000 oder so, wurde ich noch ordentlich braun. Und da ich Euch heute schon mein Hinterteil präsentiert habe, macht es nix mehr, wenn ich nun auch noch ein Foto zeige, auf dem man mal den Unterschied zwischen Bräune und „Bikinizone“ kurz nach dem Urlaub erkennen kann (das scheint heute mein Exhibitionistentag ;)). So braun war ich echt noch nie im Leben – oder vielleicht noch nach dem Kriegsurlaub in Kroatien 1995 – und ich würde mich nicht wundern, wenn das gar nicht alles Melanin war sondern zum Teil auch eine schön knusprig gebratene Broiler-Haut 😆 Tja aber leider musste ich nun feststellen, dass nix mehr davon übrig geblieben ist.

Dafür habe ich mir aber heute nochmal ein wenig Isla Margarita-Urlaub zurückgeholt. Gestern Abend schon war nämlich der Weißwurstuni bei mir zu Besuch und ich habe ihn genötigt, mein Urlaubsvideo anzuschauen – kunstvoll zusammengeschnitten und mit schöner Musik unterlegt. Allerdings hatte er sehr überzeugend Interesse geheuchelt 😛 Nachdem auch er dadurch vom Karibikurlaubsfeeling angesteckt war, beschlossen wir, gemeinsam heute mal zu einem Flug gen Urlaubsinsel zu starten. Gesagt, getan: heute gegen halb acht abends habe ich mich mit der U-Bahn auf den Weg zu ihm gemacht und nachdem mich Flugkapitän WWU mit seiner weißen Kapitänsmütze begrüßt hatte, nahm ich neben ihm auf dem Copilotensitz platz. Er erklärte mir kurz noch die wichtigsten Instrumente im Cockpit seiner kleinen Cessna und dann starteten wir auch schon vom internationalen Flughafen Leipzig-Halle. Glücklicherweise hatten wir das ganze Flugzeug mit Kerosinkanistern vollgepackt, weshalb ein Nonstop-Flug nach Südamerika möglich war. Gewitterfronten umflogen wir sicherheitshalber aber auch so konnte Cpt. WWU sein ganzes fliegerisches Können unter Beweis stellen. Noch jetzt ist mir ein klein wenig übel von dem Geruckel und Gehupfe in der Luft während der Wind mit unserem kleinen Flugzeug zu spielen schien. Aber wir kamen heil an und landeten gar nicht erst auf dem Flughafen Porlamar, der Inselhauptstadt, sondern flogen gleich weiter zum Nordosten der Insel – zum schönen Strand „Playa el Agua“. Ich konnte mich förmlich noch unter Palmen liegen oder eine alkoholfreie Pina Colada am Hotelpool all inklusive trinken sehen. Leider ging die Zeit wieder einmal viel zu schnell rum – heißt: ich hatte Hunger! Also beendeten wir das Spiel „Flight Simulator“ von Microsoft und ich habe erstmal eine schöne Salamipizza verdrückt. Mittlerweile wieder in meinem Zimmer angekommen, bestätigte eine kurze Kontrolle leider, dass so ein virtueller Aufenthalt in der Sonne keine neue Bräune liefert. Aber schön war’s trotzdem. Danke, Herr Flugkapitän! 🙂

Nachtrag

Google Earth hat die Insel leider noch nicht hochauflösend, weshalb da ein „virtuelles nachurlauben“ nicht möglich ist. Schade… 🙁

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