Der French Kiss

Rubrik:  Angemerkt  ·  Autor:  Zappelfillip11. Mai 2006, 00:05 Uhr

Dear friends of this Blog,

I‘m very happy that you are hier again. I have to entschuldinging me for my komische Sprache, but until today there were some englischsprechende Ausländer with me and I must den ganzen Tag speak in english. That’s gar nich’ so einfach, because I‘m eigentlich spreching and even schreibing deutsch. But you know this wahrscheinlich, wenn you here schon länger read. The two days were ziemlich anstrengend because I have to concentrate what the other persons sagen and in Echtzeit I had to übersetz it in my brain. This worked sogar recht gut, only the selfspreching was not so einfach. I think, so viele äääähs and mmmmhs have I not said on irgendenany day before. And now I must zwing me, that nicht mehr must think in englisch. Als the Leute alle again weg were, they had to reach their flugzeug rechtzeitig, I sogar immernoch spoke some words in englisch to my colleague. This is natürlich Quatsch, because he also genausogut understand deutsch like me. But it dauerte so time, until I had the english turned off in my mind. The meeting insgesamt was quite good. I could in a good way sell my results of the test. I was very glaubwürdig. That’s also no wunder, because I worked very carefully. Now I‘m ziemlich happy, because this was one of the last really herausfordernde thing in context of my job. Now I know, that I don‘t have to be ängstlich or übermäßig aufgeregt in the next time. So now it’s time to go under the dusch (it was really warm heute), then slip into my sleepontrain and go to bed.

So aber nun mal wieder ohne Denglish. Ich wollte noch eine kurze Geschichte, mein English betreffend, zum Besten geben. Aaaalso ich bin jemand, der bei Musik eigentlich nie auf den Text hört. Sehr selten bei deutschem Liedgut und erst recht nicht bei englischsprachiger Populärmusik. Wichtig ist für mich nie, was ein Interpret da so von sich gibt – einzig Melodie, der Rhythmus etc. sind entscheidend, ob mir ein Lied gefällt oder nicht. Ist ein herrlich einfaches Musikleben, muss ich sagen. So – und nun isses ja aber so, dass natürlich logischerweise trotzdem immer was vom Text hängenbleibt. Klar, schließlich braucht man ja auch eine Grundlage, nach der man mit- oder vorsichhinsingen kann. Kennt noch jemand den Song „Informer“ von Snow (Video)? Das war… moment… muss nachdenken… Anfang 1993 – war gerade so richtig und das erstemal verliebt. Genau! Dieses Lied fand ich damals suuuper und auch wenn ich null Plan hatte, was der weiße Rapper da so hinplätschert, ich konnte es super mitsingen. Die passende Sonnenbrille hatte ich mir auch besorgt, schließlich wollte ich den gleichen Coolnessfaktor erreichen. Die Tatsache, dass diese Brille aber überhaupt keine Sehstärke hatte und ich somit ziemlich gehandicapt war, habe ich geflissentlich ignoriert. Hauptsache ich konnte die kreisrunden Gläser ebenfalls bis auf die Nasenspitze ziehen. Die Bügel waren dafür zwar eigentlich viel zu kurz und dann in keinster Weise mehr hinter den Ohren, was richtig scheiße aussah, aber hey – mit 16 war mir das sowas von worscht. Naja ähnliches kennt sicher jeder. Gab noch etliche Lieder, die ich einfach nur nach Gehör mitgesungen habe. Manchmal waren da neben vielen Kunstworten auch richtige englische dabei. Aber dann wiederrum ergaben die im Zusammenhang überhaupt keinen Sinn. Der Techniker oder Computerfreak würde jetzt sagen, ich habe also folglich das Verstandene „quantisiert“ und mit dem naheliegendsten existierenden Wort gleichgesetzt. Dummerweise fallen mir momentan keine Beispiele mehr ein, aber für mich war bzw. ist das eine sehr erfolgreiche Strategie. Schlecht ist es dann nur, wenn die eigene Freundin das ganze Gegenteil ist/war, jeden Text super verstand und ich jedesmal brühwarm erfuhr, wie es denn korrekt hieß. Dabei bin ich doch der Klugscheißer! So kam ich mir immer so englischunfähig vor. War ich scheinbar auch…

Ja und dann gibt es noch die anderen Fälle, in denen ich, z.B. aufgrund der Langsamkeit der Musik und der guten Aussprache des Sängers, den Text tatsächlich gut und richtig verstehe, es dann aber tatsächlich an Erfahrung und Basicwissen mangelt. Beispiel gefällig? Okay! Als da wäre „Bed of Roses“ von Bon Jovi. War etwa zur gleichen Zeit aktuell wie „Informer“. Gleiche Zeit – gleiche Freundin. War ein schöner Schmusesong, bei dem man während des Aneinandergekuscheltstehens auch mal wie zuuufällig die zarten Rundungen der jugendlichen Brust (sie war ja erst 14) des Gegenübers berühren konnte, nur um dann verschämt schnell wieder einen Rückzieher zu machen. Jaja ich war ein Spätzünder. Aber darum soll’s hier ja gar nicht gehen. Ich wollte ja von „Bed of Roses“ erzählen. Auch damals habe ich mir um den Text dieses Liedes keine Gedanken gemacht. Erst einige Jahre später achtete ich dann doch (aus unerfindlichen Gründen) mal darauf und es stach bei jedem Hören immer wieder die Phrase »…french kiss the morning…« hervor. Sie brannte sich förmlich in mein Ohr. Und ich muss sagen, ich war ziemlich geschockt, von dem Herrn Jon Bon Jovi, denn ich verstand nicht, wie er so eine versaute Äußerung in ein Liebeslied einbauen konnte. Was war passiert? Nunja, die pubertäre Phase hinter mir gelassen, hatte ich zwischenzeitlich gelernt, dass das gemeinhin als Oralverkehr bezeichnete Vergnügen im gemeinen Volk als „französisch“ bekannt ist.

French KissTja und damit ist auch schon das Rätsel gelöst: Ich fragte mich, wie konnte der Jon – dieser Schmusepapst – in einem Liebeslied davon singen, dass er früh morgens mit einem zünftigen Blowjob geweckt wird (verzeiht mir die vulgäre Ausdrucksweise – ekelhaft, ich weiß ;))? Unfassbar! Ich konnte es nicht begreifen. Jedesmal wenn ich von nun an dieses Lied im Radio hörte, lief ich wohl unweigerlich rot an, oder bekam alternativ glasige Augen… Furchbar! Aber es dauerte einige Jahre bis ich irgendwann mitbekam, dass im Englischen der „French Kiss“ keineswegs für Cunnilingus oder Fellatio (sacht ma, kann es sein, dass in der Wikipedia unter diesem Link zwei Männer auf der Grafik den/das Fellatio zelebrieren?) steht, sondern schlicht und einfach „Zungenkuss“ bedeutet. Und wieder war ich enttäuscht von Jon. Was für ein langweiliges Lied! Ich musste weinen…

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2 Kommentare    ·    hier schreiben
  1. Kommentar: Towanda am 11.05.2006, 00:49 Uhr

    Hehe… Mein Englisch war zu dem Zeitpunkt schon etwas weiter entwickelt. Daher habe ich dieses „french kiss the morning“ sehr frei übersetzt mit „Dem Morgen die Zunge in den Rachen schieben“.
    Kann ich heut noch drüber grinsen, selbst ganz früh morgens…

  2. Kommentar: Flash am 11.05.2006, 00:49 Uhr

    Also das mit dem nichtachten auf Musiktexte kenne ich ziemlich genauso. Aber der French Kiss ist schon ne Freudsche Fehlleistung.

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