Heidernei

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip13. Juni 2006, 23:06 Uhr

Was ist Geiz?

Das gestern spontan verschmähte, sauteure, heute nicht mehr frische Brot zu essen…

Was ist bekloppt?

Ausgerechnet am heißesten Tag des Jahres zu beschließen, das Auto mal nicht in die kühle firmeneigene Tiefgarage sondern auf den Parkplatz zu stellen. Nix Klimaanlage!

Was ist grenzdebil?

Ich! … Sach‘ Euch auch warum: Nach meinem Relaxabend im Englischen Garten bin ich am Odeonsplatz in die U-Bahn eingestiegen, um wieder nach Hause zu fahren. Zwei Stationen hätte gemusst, um am Sendlinger Tor in die U1 umzusteigen. Die fährt dann zu mir. Also nochmal zum Mitschreiben: 2 Stationen! Und was mach‘ ich? Klar! Eine Station zu spät ist mir aufgefallen, dass ich ja schon hätte aussteigen müssen. Also am Goetheplatz panisch die Bahn verlassen, über den Bahnsteig gehuscht und schnell auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig wieder in die Rückwärtsbahn gestiegen. Na wenigstens stand die da gerade so für mich bereit. Wahrscheinlich wusste die Bescheid, dass ich eine Nulpe bin. Okay dann kam ich also wieder am Sendlinger Tor an – zuvor war ich ja nun schonmal durchgefahren.

Und jetzt kommt’s! Was macht der Tom? Richtig! Er vergisst, dass er ja jetzt aus der anderen Richtung ankommt, geht aber seinen gewohnten Weg zu den Bahnsteigen der U1 (die zu mir fährt). Dummerweise sehen die Bahnsteige da aber in beide Fahrtrichtungen gleich aus (Münchner werden verstehen, was ich meine). Und daher habe ich nicht bemerkt, dass ich nun an jenem auf der Wartebank sitze, wo die Bahn genau in die falsche Richtung fährt – also von meinem Zuhause weg! Unglaublich! Und ich saß da allen Ernstes, habe 10 Minuten auf meine vermeintliche Bahn gewartet und es ist mir einfach nicht aufgefallen. Dabei hängen da doch genug Anzeigen rum, die die Richtung angeben. Ich fasses nich‘! War allerdings auch sehr fasziniert von der kleinen Maus, die die ganze Zeit über den Bahnsteig huschte und einer weiteren raschelnd im neben mir stehenden Mülleimer. Bin dann auch tatsächlich in diese falsche Bahn gestiegen und wieder 2 Stationen gefahren. Aufgefallen isses mir erst, als der Zugobermotz irgendwas von Umsteigemöglichkeiten an einem Bahnhof erzählte, wo es eigentlich gar keine gibt. In dem Fall aber schon, denn ich war ja falsch unterwegs. Ihr könnt mir folgen? Also wieder raus, wieder auf die Gegenrichtungsbahn gewartet und dann endlich tatsächlich sicher bis zur Maillinger Straße gekommen.

Das habe ich jedenfalls noch nicht erlebt. Erst zu weit gefahren und dann noch in die falsche Bahn gestiegen. Is‘ mir in dem dreiviertel Jahr, seit ich in München bin noch nicht passiert. Ich lass‘ mich besser einliefern… vorsorglich schonmal ’ne neue Jacke bestellt… Und wehe, eine lacht! :P

Diesen Artikel bookmarken:

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Furl
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Spurl
  • Bloglines
  • Google Bookmarks

5 Kommentare    ·    hier schreiben
  1. Kommentar: Flash am 13.06.2006, 23:59 Uhr

    Sowas mit der Bahn kenne ich auch. Weil man gewohnt ist immer in eine Richtung enzusteigen macht man es auch wenn man in die andere Richtung macht.

  2. Kommentar: hellaken am 14.06.2006, 00:13 Uhr

    Bin ich froh, dass es auch anderen so geht!

    PS: Ich bin schon über doppelt solange hier 8)

  3. Kommentar: Daniela am 14.06.2006, 01:00 Uhr

    Ach, auch gebürtigen Münchnern kann sowas, oder ähnliches mal passieren… :oops: Das kommt davon, wenn man mit den Gedanken ganz woanders ist. :roll:

  4. Kommentar: michl am 14.06.2006, 01:02 Uhr

    Da hab ich gerade gestern eine Geschichte gehört, gegen die Deine relativ harmlos ist:

    Vorab: Ausgangspunkt dieser Geschichte ist Karlsruhe ( wir reden von Städten, nicht von Haltestellen… ;) ). Und wir haben hier ein recht ausgedehntes Strassenbahnnetz…

    Also: Deutschlandkarte bereitgelegt und los gehts:

    Ein Bekannter eines Bekannten ( der mir diese Geschichte erzählt hat ) ist auf einem Weinfest in der Pfalz – Orientierungspunkt Landau. Da man Wein ( = Alkohol ) trinken will, fährt man mit der Strassenbahn hin. Da man Alkohol getrunken hat, schläft man auf der Rückfahrt ein und wacht erst in Pforzheim ( Grenzgebiet Baden und Württemberg ) wieder auf. Da es ein schönes Weinfest war und man deswegen erst die letzte Strassenbahn genommen hat, muß man auf den DB-Nahverkehr zurückgreifen – man nimmt den nächsten Zug Richtung Karlsruhe. Und schläft wieder ein ( es war wirklich ein schönes Weinfest ). Das nächste mal wacht der arme Kerl in Straßburg ( Frankreich ) auf. Für den nächsten Versuch, nach Karlsruhe zu kommen, hat er dann freiwillig einen Stehplatz genommen – vorsichtshalber….

  5. Kommentar: Jule am 14.06.2006, 15:13 Uhr

    *hihi* schon wieder muss ich lachen…
    Also das ist mir noch nie passiert.
    Vielleicht liegts daran, dass es in Lüneburg nur 5 oder 6 Buslinien gibt.
    Aber selbst in Hamburg ist mir das noch nicht passiert und das obwohl ich echt verpeilt sein kann… :mrgreen:

Kommentar schreiben:

 Vorschau 

powered by Wordpress
 Anmelden