The Fast and the Furious 3: Tokyo abdriften

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip18. Juli 2006, 23:07 Uhr

PopcornesserHeute direkt im Anschluss der Arbeit im Kino gewesen (jaja – mal wieder bissl länger malocht). Eigentlich wollten wir ins Mathäser, Münchens größtem Kino, gehen. Nach einem kurzen Onlinecheck mussten wir aber feststellen, dass nahezu alle Plätze – zumindest mal die brauchbaren – bereits wegreserviert waren. Also spontan beschlossen, auf der Münchner Freiheit in eines der dort ansässigen Kinos zu gehen. Und siehe da: richtig entschieden! War herrlich leer. Wahrscheinlich lediglich im guten Dutzend „The Fast and the Furious 3: Tokyo Drift“ gesehen – und das, obwohl wir 5 Minuten vor Beginn erst eintrafen. Und war noch dazu billscher als das Mathäser. Insofern haben wir es uns – Kumpel und ich – jeder mit einer sternhagelvollen, verschmusten Popcorn-Tüte (meine war größer :razz: ) in den Sesseln gemütlich gemacht und der Dinge geharrt, die da kommen sollten…

Zum Film? Nuja… flach trifft es ganz gut, denk’ ich. Eine tiefgründige, fesselnde Handlung kamma nich’ wirklich erwarten und oscarreife schauspielerische Glanzleistungen der Darsteller erst recht nicht. Dennoch war es für mich als altem Autonarr… oder schon Autofreak irgendwie Pflichtprogramm. Was soll ich sagen!? Für die (durchschnittliche) Frau is’ dieser Film gar nix. Keine nennenswerte Liebesgeschichte – kein gesäuseltes „Nimm mich!“ „Ich liebe Dich“… nichma ’ne Kussszene – keine sozialkritischen Ansätze, sogar der Weltfrieden wurde in keiner Silbe angesprochen. Und überhaupt auch sonst keine tiefgründigen Aussagen und Rahmenhandlungen, über die man noch lange nach Ende des Films grübeln könnte – alles in allem kein Drama und kein Nachdenkfilm. Also genau das Richtige für mich! Ich möchte im Kino entweder was zum Lachen sehen (z.B. Animationsfilme a la „Ice Age“ o.ä.) oder anzügliche Teenie-College-Komödien, wie „American Pie“ und Konsorten, oder was wo’s ordentlich rummst und knallt und am Ende der Gute gewinnt. Aber alles in allem war sogar ich dann ein wenig vom Film enttäuscht. Den ersten Teil fand ich toll, weil da ein Toyota Supra quasi die Hauptrolle gespielt hat. Und ich hatte schließlich auch mal einen Supra… nein zwei… nacheinander… insofern war es eine Art Lokalpatriotismus. Aber sogar die Handlung war ansprechend. Teil 2 fand ich dann schon nich’ mehr sooo doll. Da war erstens ein Nissan Skyline der Obermotz und der ist klassisch der größte Konkurrent des Supra. Fahren würde ich ihn trotzdem gern mal. Und andererseits war die Story dann auch schon merklich dünner. Und nun Teil 3… Handlung absent, neue farblose Charaktere (außer ein einminütiger Auftritt von Vin Diesel am Ende) und mit dem Handlungsort Tokio konnte ich mich auch nicht so recht anfreunden. Ach ja und dann geht es da nur um Driftrennen. Klar, sagt ja der Titel schon – aber trotzdem nicht mein Ding. Und noch ein großes Manko: Das einzige was so einen Film dann noch retten kann, sind möglichst viele Autos möglichst oft einbinden. Kam mir aber eindeutig zu kurz. Ich gehe schließlich nur wegen der Wagen in den Film. Im Großen und ganzen hat man 3 Autos etwas intensiver gesehen – das war’s aber auch schon.

Fazit: Für Autofreaks und Leute, die im Kino gern auch mal den Kopf ausschalten und sich nur berummsen lassen wollen zu ertragen. Ach ja und für jene, die auf dürre Asiatinnen stehen auch. Mir war das zu krass. Mein idealisiertes Frauenbild liegt dann doch deutlich weiter westlich. Aber muss ja nich… alles kann, nichts muss… Wisster Bescheid!

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4 Kommentare    ·    hier schreiben
  1. Kommentar: ReneMT am 19.07.2006, 09:33 Uhr

    Keine Kussszenen? Sehr schön – das ersparrt den ganzen jugendlichen Besuchergruppen dieses betretene wegsehen/recken/strecken/gelächter in solchen Momenten :-)

  2. Kommentar: Florian am 19.07.2006, 11:01 Uhr

    soso kino, und wie rechtfertigen wir, dass das weblog gesten mal wieder stundenlang nicht erreichbar war?
    ;-)

  3. Kommentar: Zappelfillip am 19.07.2006, 11:53 Uhr

    Oh aha! Gar nicht mitbekommen. Naja das ist der Vorteil – oder Nachteil – wenn man arbeitet und keine Gelegenheit für Internet hat. :)

  4. Kommentar: Brüderchen am 19.07.2006, 17:20 Uhr

    Da war der Trailer schon Scheisse ….

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