Feierlichkeit

Rubrik:  Angemerkt  ·  Autor:  Zappelfillip3. August 2006, 23:08 Uhr

Heute mal wieder etwas ernsterer Inhalt hier? Nich’ immer rumkaspern? Erwachsen sein? Okay, na gut – wird aber wiedermal etwas länger ๐Ÿ˜‰ :

Punkt 19 Uhr heute Abend war es vollbracht. Mein Bericht zum aktuellen Projekt ist fertig. Und diesmal sogar nicht mit einer bärenharten 72-Stunden-Woche wie beim letzten Mal (meinem ersten Projekt). Bleibe ich morgen meine achteinhalb Stunden auf Arbeit, waren es diese Woche knapp 50. Der Projektendestress ist also schonmal geringer geworden ๐Ÿ˜‰ Naja… also er ist fast fertig. Es müssen nur noch ein paar Bilder der getesten Geräte eingefügt werden und die macht morgen mein persönlicher Sklave Praktikant. Ach egal! Interessiert Euch ja doch nicht wirklich… verständlicherweise ๐Ÿ˜›

RingeWas gibt’s sonst noch? Nuja… ich brauche ein weißes Hemd. Hab’ ich nämlich keins. Und natürlich hab’ ich wieder zuuu lange gezögert, auf Shoppingtour zu gehen. Dabei brauche ich es schon übermorgen. Aber zeitlich war es diese Woche überhaupt nicht drin. Vielleicht am Samstag Vormittag noch… bin nämlich zu einer Hochzeit eingeladen. Zum Feiern und gleichzeitig in Funktion eines Fotografen. Zwei alte Studienkollegen wollen es nach der Elternschaft vor knapp einem Jahr nun auch auf diesem Gebiet „tun“… also Studienkollegen meint schon männlich und weiblich – ganz konservativ ๐Ÿ˜‰ … könnte ein richtig schönes, entspanntes Fest werden. Mein unmittelbarer Arbeitsstress ist überwunden und ich könnte mal so richtig abschalten… könnte ich… … … …Kann ich nicht!

Eine Sache wird es mir schwer machen, diesem feierlichen Anlass und meinen Freunden in vollem Umfang gerecht zu werden. Ich habe ja schon einmal geschrieben, dass ich kein Problem damit habe, hier im Blog Dinge von mir – auch sehr persönlicher Art – zu erzählen. Auch dann nicht, wenn sie mir vielleicht nicht unbedingt schmeicheln. Wenn schon bloggen, dann richtig! Ganz oder gar nicht – so war es schon immer bei mir…
In meinen „dunklen“ Momenten des letzten halben Jahres (möglicherweise können nur die Stammleser etwas mit dieser Äußerung anfangen) hab ich ja das ein oder andere mal angedeutet, dass einiges in meinem Leben „anders“ gelaufen ist als vielleicht beim durchschnittlichen Blogleser. Vieles ist schiefgelaufen, ich selbst habe mir mein Leben noch nie leicht gemacht… ungewollt… etwas weniger kompliziert wäre mir durchaus lieb gewesen… so rückblickend… Es ist so: ich war auch schon einmal fast verheiratet. Dies ist jedoch jetzt nicht irgendwie nur symbolisch im Sinne von „ich war lange mit einer Frau zusammen“ gemeint (war ich auch… sehr!) – nein ich war tatsächlich schon fast verheiratet. Es gab einen Termin, ein Schloss, ein Hochzeitkleid, Eheringe… alles! Und es waren nur noch sehr wenige Wochen… Heute wäre ich schon über 2 Jahre verheiratet. Doch dann kam alles anders als gedacht… Ein Hollywoodfilm hätte es nicht schlechter machen können. Über das „Wie“ und „Warum“ kann und möchte ich mich nicht weiter auslassen, da es logischerweise nicht nur mich betrifft und ich somit kein Recht dazu habe. Nur soviel: ich war der Grund, der „Böse“… zurück blieb eine tief verletzte Braut… verständlicherweise…

Anschließend floss viel böses Blut – mangelnde emotionale Intelligenz meinerseits war sicherlich der Hauptgrund dafür – bevor irgendwann Funkstille herrschte. Und nun komme ich dahin, wo ich eigentlich hinwollte. Am Samstag werde ich meine ehemalige zukünftige Frau das erste mal seit fast 2 Jahre wiedersehen, da die Heiratenden gemeinsame Freunde sind… Es ist schon ein sehr grotesker Umstand: gerade sie werde ich auf einer Hochzeit das erste mal wiedertreffen, ihr gegenüber stehen, mehr oder weniger in die Augen sehen… Wie wird man sich begrüßen? Worüber redet man? Wie fremd wird sie mir sein, nach all der Zeit und allem was passierst ist? Das ist alles andere als leicht und eine Konfliktsituation, die ich mir momentan gern eher ersparen würde. Zuviele Unsicherheiten im Vorhinein lassen mich nicht unbedingt entspannt der Feier entgegensehen. Könnte schließlich alles unglaublich verkrampft werden. Und das jetzt, wo ich so langsam eine Normalität in mein Leben bekomme, meine Stimmungsschwanken nur noch kleine Wellen machen und ich mich selbst in dieser stressigen (Arbeits-)Woche irgendwie wohlgefühlt und überhaupt… mein Leben seltsamerweise iiiirgendwie in den Griff bekommen habe. Ich bin nur froh, dass wenigstens das größte Theater auf Arbeit vorerst überstanden ist. Sonst wäre mir das mal wieder ein bissl viel auf einmal. Reicht aber auch so schon ๐Ÿ˜‰

Naja was uns nicht umbringt, macht uns härter und so wird auch dies irgendwie funktionieren. Über den Weg sind wir uns in München ja schon gelaufen – wenn auch nur für eine Sekunde und mit einer dicken Glasscheibe zwischen uns. Durchgesprungen ist sie immerhin nicht… und zumindest optisch werde ich sie auch noch erkennen. Haben Kirchen eigentlich Toiletten? Ich glaub, da muss ich öfter mal hin… dann…

Ja, sie liest diesen Blog… trotzdem…

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  1. Kommentar:
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