Barbie-Coiffeuse

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip21. August 2006, 00:08 Uhr

Friseur besuchtAch hier… übrigens: habter gesehen, dass ich beim Friseur war? Gar nich’ so einfach. Irgendwie schaffe ich es unter der Woche nie. Die – also die Friseure – ham komischerweise nie auf, wenn ich mal Zeit habe. So geht das nich‘! Schwein gehabt, dass ich wenigstens gestern mal die Schangse dazu hatte. Höchste Eisenbahn, sach‘ ich euch! Wäre ich vulgär, würde ich jetzt wohl sagen, dass ich schon so eine Matte hatte… ich sah auf‘m Kopp aus wie ein Bär um die Eier *piep*… Schlimm, schlimm… Da ließ sich auch mit Gel & Co. nüschd mehr ordentlich hinkriegen.

Leider hatte ich auf der Suche nach einem persönlichen Coiffeur hier in München bislang noch nich’ so recht Glück. Normalerweise trage ich so’ne furchtbar „inne“ Strubbel-gerade-aus-dem-Bett-gekommen-Frisur (zumindest versuche ich das), aber damit das nach was aussieht, muss die auch irschendewie speziell geschnitten werden. In Erfurt hatte ich da jemand, aber hier… die können das alle nich‘… Allerdings kann ich aus zeitlichen Gründen eben auch nur zu den Friseuren gehen, bei denen man keinen Termin braucht. Damit fallen die ganz trendy hippen Läden schonmal aus – die, die vielleicht auch die dollen Schnitte können. Obwohl… sooo doll is’ meiner nun auch nicht. Hab’ nun auch nich’ so viele Haare… Egal…

Hab’ mir also frei Schnauze einen Friseurladen umme Ecke ausgesucht und bin dort Samstagmorgen reinspaziert. Kurz nach dem Betreten wäre ich aber am liebsten auch gleich wieder rückwärts rausgesprungen. Ach herrje, saß da eine Gestalt drin – die einzige Person im Laden und damit wohl auch die „Schneiderin“. Klein und durchaus ein wenig untersetzt, das Gesicht hoffnungslos überschminkt und die Frisur aufgebombt und seltsam, dass ich dachte, eine berühmte Puppe der Firma Mattel sei von der Puppenmutti auf’s übelste misshandelt worden. Grauslich noch eins! Und die sollte mir die Haare schneiden?! Um Gottes Willen!
Aber es war bereits zu spät. Sie hatte mich entdeckt. Also nahm ich mutig vor ihr auf dem Stuhl Platz. Was ich dann erlebte, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Vollkommen unbeholfen fing sie an, meinen Schädel zu bearbeiten. Erst mit einem Langhaarschneider, später auch unter Zuhilfenahme von Schere und Kamm. Dabei spürte ich die Unsicherheit und Nicht-Routine einer Auszubildenden. Ich fing wirklich an, mir Sorgen zu machen. Einerseits war sie obervorsichtig und traute sich kaum, mal ordentlich durchzukämmen. Andererseits ziepte sie mir mit der Ausdünnschere sowas von durch die Haare, dass ich damit rechnete, im Anschluss unter einigen kahlen Stellen zu leiden. Da gab mir auch ihre Aussage, sie sei Friseurmeisterin, nicht viel Mut. Ich schloss resigniert die Augen…

Als ich sie schließlich wieder öffnete, war ich dann aber doch einigermaßen überrascht. Scheinbar durch Zufall hatte die Dame es doch irgendwie brauchbar hinbekommen. Nein nicht den dollen Trend-Haarschnitt aber immernoch nen klassischen Fasson. Besser als nix, sach‘ ich ma. Und irgendwie wurschtel ich mir das schon zurecht. Meine Erleichterung wird mir wohl noch ein paar Tage anzusehen sein. Kennt jemand nen guten Herrenfriseur (bezahlbar) in München? Ohne Termine?

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