liegen- und steckenlassen

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip25. August 2006, 22:08 Uhr

Ein sicheres Zeichen dafür, dasses bei mir mit 30 nun aber sowas von böse abwärts geht, ist übrigens nicht nur die verstärkte Nutzung des Weichmachers. Nein in meinem Falle ist es auch eine merklich ansteigende Senilität bis hin zur Grenzdebilität (dieses Wort wollte ich schon immer mal verwenden). Gestern ging’s damit los und hat sich nahtlos bis in den heutigen Morgen fortgesetzt. Ach Quatsch! Überhaupt hat es merklich zugenommen, dass ich in letzter Zeit Dinge vergesse und liegenlasse. Ich erinnere nur an mein „Schlüsselerlebnis“ von letzter Woche. Gestern wieder so ein Ding: Wir hatten den ganzen Tag – auch über Mittag – Meeting mit Kunden/Auftraggebern (natüüüüürlich wieder englisch 😉 ) und als wir los mussten, da die ersten Flieger gingen, beschlossen wir gemeinsam, am Flughafen noch zu speisen. Es ist üblich, dass wir unsere Kunden, wenn sie zu Besprechungen anreisen, bewirten – also immer Essen gehen. Kundenbindung nennt man das. Gestern war aber keine wirkliche Zeit dazu. Daher die Spontanentscheidung, am Münchner Flughafen zu dinnieren. Und siehe da: es gibt zwischen Terminal 1 und 2 einen riesigen überdachten Platz. Elend hoch, sodass man gar nicht so richtig wahrnimmt, dass man unter einem Dach sitzt (hatte beim gestrigen Hagel und der parallelen Sintflut aber einige Vorteile). Und dort gibt es auch einen Biergarten – das Airbräu… richtig mit Bäumen und so. Gleichzeitig ist es auch ein Restaurant. Durchaus schnuckelig und für einen Flughafen fast schon billig.

Also haben wir dort noch was gegessen reingeschlungen – es wurde schon knapp mit dem Einchecken. Zuletzt blieben dann nur noch mein Kollege und ich übrig, da alle anderen zwischenzeitlich gen Berlin, Italien, Belgien und Niederlande unterwegs waren. Wir haben noch ein wenig geschwatzt, bezahlt und sind dann wieder zurück zur Tiefgarage gelaufen. Aufgrund der Masse der zu chauffierenden Leute waren wir mit 2 Firmenwagen unterwegs. Als ich zu „meinem“ ging, stellte ich plötzlich – begleitet von einem Sturzbach Schweiß – fest, dass ich meine Herrenhandtasche im Biergarten hatte liegenlassen. Zwar ohne mein Portemonnaie aber trotzdem mit einigen nicht ganz unwertvollen Dingen. Also nochmal im Joggintempo mit unverzüglich einsetzendem Seitenstechen und Streichholzkopf zurück gehechtet. Glücklicherweise war der Rucksack noch da… der Tisch allerdings zwischenzeitlich schon wieder besetzt.

Nuja, das war aber noch nicht alles. Also ich dann abends mit meinem Honda zuhause ankam, war mein Kopf so sehr damit beschäftigt zu überlegen, wie ich das Regenschirmbild machen könnte, dass ich glatt vergaß, den Autoschlüssel abzuziehen. Es ist mir noch nicht einmal aufgefallen, dass ich die Tür ja gar nicht zuschließen konnte. Naja lange Rede, kurzer Sinn: heute Morgen habe ich dann natürlich panisch eben jenen Autoschlüssel gesucht, nur um dann festzustellen, dass die ganze Nacht mein Auto unverschlossen war und der Schlüssel noch herrlich einladend im Zündschloss steckte. Freunde, ich sache nüschd mehr. Warte auf den Tag, an dem ich das Passwort zum Blog vergesse und Euch das dann noch nichma’ erzählen kann. Werde mir vorsichthalber schonmal ein Oma-Kart bei Ebay ersteigern und mit Tai Ginseng inhalieren…

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