Wohnungsbesichtigung Wilramstraße

Rubrik:  Abenteuer München  ·  Autor:  Zappelfillip28. August 2006, 00:08 Uhr

So – kommen wir zur dritten und letzten Wohnungsbesichtigung. Genauer gesagt war es die zweite und sie fand am 15. August, dem Tag meiner Aussperr-Aktion statt. Die anderen beiden Wohnung habe ich Euch ja bereits ausführlich vorgestellt und ich denke, anhand meiner Kommentare konnte man erkennen, dass ich mich letztlich für keine der beiden entschieden habe. Also muss es wohl die nun folgende sein. Und so ist es auch! Aber fangen wir von vorn an:

Sie ist mit 52 m2 die größte der drei besichtigten Wohnungen und befindet sich in der 8. (und damit obersten) Etage eines Blocks. Dieser ist allerdings kein klassischer Plattenbau innerhalb eines Neubaugebietes, wie wir Ossis sie zur genüge kennen und wo ich nicht wohnen wollen würde, sondern ein fast quadratisches Hochhaus – eines von lediglich 3 in unmittelbarer Nachbarschaft. Wann sie erbaut wurden, weiß ich nicht, aber ich tippe mal so auf die 70er Jahre. Umgeben sind sie von ziemlich viel Grün, was es fast schon gemütlich und heimelig und gar nicht wie Ghetto oder Wohnklo wirken lässt. Die Blocks sind, wie gesagt, eher quadratisch, wobei sich ein riesiges Treppenhaus – von oben bis unten „durchlichtet“ durch das riesige Glasdach des Hauses – in der Mitte befindet und die Wohnungen (ich schätze so 6 bis 8 pro Etage) alle drumherum. Verständlich?

Der Block befindet sich in der Wilramstraße und liegt damit nur ein paar Straßen von der Wohnung entfernt, die ich mir in der Rosenheimer Straße angeschaut habe. Es ist damit auch der gleiche Stadtteil: Ramersdorf.

Wohnungsbesichtigung Wilramstraße


Ihr kennt das Prozedere ;) – mit dieser Datei könnt Ihr das ganze in Google Earth anschauen oder einfach mit diesem Link in Google Maps interaktiv rumwurschteln (es wird leider das falsche Haus markiert – es ist das rechte).

Okay, kommen wir zur Wohnung selbst. Zuerst einmal erfüllt sie die beiden Uransprüche meinerseits: extra Küche und extra Schlafzimmer. Das Wohnzimmer kann also auch als Wohnzimmer genutzt werden. Ihr Zustand ist mittlerweile ziemlich miserabel. Ich denke sie wurde seit dem Erbau noch nie saniert etc. Sie hat einige Risse im Putz, alte Sanitäranlagen inklusive kackbrauner Fliesen und Lichtschalter, mit denen nach meinem Empfinden schon Adolf als letzter das Licht im Bunker ausgeschaltet haben muss. Aber das alles macht überhaupt nüschd, denn sie wird vor dem Einzug runderneuert. Ich bekomme also (wie es auch bei den anderen beiden gewesen wäre) eine topsanierte Wohnung. Aber am besten zeige ich Euch erstmal den Grundriss, welcher wieder nicht maßstabs… ach Ihr wisst schon!

Zimmeraufteilung

Wie Ihr sehen könnt, hat die Wohnung eine Menge Türen. Ich glaube aber, dass zumindest eine der beiden Badtüren bei der Sanierung verschwinden wird. Die Küche ist nicht so groß, dass man sie als Wohnküche bezeichnen könnte. Drin sitzen wird wohl nicht gehen. Aaaaaaber dafür kann man von der Küche direkt ins Wohnzimmer gelangen und da wiederum in eine kleine Ecke, die sich – mit Tisch und ein paar Stühlen ausgerüstet – hervorragend als Essecke eignet. Vom Wohnzimmer kann man auf einen Balkon treten, der allerdings Logia heißt, weil er nur nach vorn geöffnet und nicht ans Gebäude angebaut sondern „integriert“ ist. Auf den Fotos unten könnt ihr es genauer sehen. Direkt vorm Schlafzimmer befindet sich noch einmal ein winziger (1×1 m) „Flur“, in dem man durchaus noch ein (Billy-)Regal stellen kann. Die Tür von dort zum Bad wird bestimmt zugemacht. Das Bad ist übrigens größer als es auf der Skizze wirkt, die Wand tatsächlich nicht so schräg. Auch eine Waschmaschine passt locker rein – der wohl schönste neue Luxus ;)
Aber nun noch ein paar Worte zu den Vor- und Nachteilen. Nachteil ist, dass ich es weiter auf Arbeit habe und teilsweise über den mittleren Ring fahren muss, der in der Rushhour durchaus als gefüllt bezeichnet werden kann. Außerdem fand ich die Fenster ein wenig seltsam. Deren Unterkante liegt nämlich außergewöhnlich weit über den Boden – fast auf Brusthöhe bei mir (bin über einsneunzig) – und so hat man ein wenig das Gefühl in einer Souterrain-Wohnung zu sein, also einer „Kellerwohnung“ mit Fenstern unter der Decke. Das verwirrt umso mehr, wenn man bedenkt, dass sich die Wohnung tatsächlich in der 8. Etage befindet. Sooo schlimm ist das ganze aber glücklicherweise dann doch nicht, denn die Fenster sind deutlich größer… ausreichend groß. Noch ein Nachteil? Naja keiner über mir (ist auch ein Vorteil – kein Getrampel) bedeutet weniger Wärmedämmung (Flachdach) und damit evtl. höhere Heizkosten. Aber ich hoffe, dass wird nicht so entscheiden sein. Es überwiegen ohnehin die Vorteile: nah bei meinen Freunden (enhanced Privatleben ;) ), sehr schön geschnitten, alle Zimmer ausreichend groß und dabei bezahlbar, Balkon bzw. Logia. Außerdem nach Osten gerichtet, was ein frühstücken mit Sonne auf dem Balkon ermöglicht :) Übrigens ist die Ganze Ostfront (auf der Skizze oben) voller Fenster und damit schön hell.

Was gibt’s sonst noch zu sagen? Ach ja, der Preis. Also die 52 m2 kosten 524 € warm. Laut Auskunft meiner Bekannten, die mir die Besichtigungen vermittelt hat, ist das aber schon eine großzügige Vorauszahlung. Also möglicherweise (ich bin ja nicht so ein Energieverschwender) komme ich dann letztlich auf weniger Nebenkosten. Ich denke, das ist okay. Auf dem privaten Wohnungmarkt müsste ich wohl für eine solche, sanierte Wohnung deutlich mehr bezahlen. Bin sehr zufrieden und freue mich schon drauf. Jetzt muss ich nur noch hoffen, dass ich ein paar Tage eher als zum 1. Oktober in die Hütte kann, denn zum 30. September muss ich ja hier aus meinem WG-Zimmer raus, muss ja aber noch Möbel hinkutschen. Also ein bissl Überlappung wäre schon nicht schlecht. Da muss ich mal mit der Hausverwaltung reden. Übrigens steht schon fest, dass ich die Wohnung bekomme. Das stand ja nicht von vornherein fest, denn meine Bekannte ist nicht der Entscheider ;) Aber es hat geklappt. So und nun noch ein paar Bilder – leider wieder nur von außen – und dann muss ich dringend ins Bett. Sollte sich jemand noch für weitere Details interessieren: immer fragen. Das Schlafzimmer ist übrigens groß genug für ein Doppelbett ;) Hat jetzt zwar nix damit zu tun, aber manche von Euch rieten mir zu einem großen SchlaZi :D

Hauseingang   meine Wohnung

Block Wilramstraße

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2 Kommentare    ·    hier schreiben
  1. Kommentar: kisa_krysa am 28.08.2006, 10:05 Uhr

    Na, Wohnung ist immer gut, aber eigene Villa am Meer ist noch besser :smile:
    Vor einer Woche bin ich im Cyprus gewesen, einfach klasse!
    Der fabelhafte Ozean, wunderschöne Sonnenuntergänge, Spasalon, guter Cyprus Hotel, Weinprobe, bekannte Cypriot Abende. Ich bin da mit meinem Mann Anton gewesen. Wir surfen viel im Netz und haben einen Brief da geschrieben. Was ich ganz genau weiß, gibt es keine Operatoren an allen diesen Reisewebsiten. Und was uns am meisten erstaunt hat, haben wir eine normale und keine automatische Antwort bekommen. Wir wollten uns erkündigen, ob oberhalb dem Bassin ein Sonnenschirm gäbe. Ich bin hellhäutig und verbringe die meiste Zeit im Chaiselongue liegend unter dem Sonnenschirm :-) Mein Mann Anton ist im Gegenteil ein Getönterhautsinhaber mit dunklen Augen und ihm ist es alles einfacher:-)
    Normalerweise kann man im Netz einen Hotel finden, die Kreditkarte schicken und die Plätze buchen sonst nichts mehr. Und dieses mal haben wir eine Antwort vom Operator bekommen, ja, sicher, es gibt im Hotel das Sonnenschirm. Also, wir haben unsere Koffer gepackt und nach Cyprus geflogen sind:-)

  2. Kommentar: wort-wahl am 28.08.2006, 11:53 Uhr

    ohhhh… ein großes schlafzimmer. und eine waschmaschine! aber das mit dem küchentisch wird dann wohl nichts. da müssen sie dann wohl auf den wohnzimmertisch ausweichen. ;-)

    passen sie auf herr zappelfillip, ich weiß, wo sie demnächst wohnen! :twisted:

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