Eva Herman – Top oder Flop?

Rubrik:  Gefragt  ·  Autor:  Zappelfillip6. September 2006, 00:09 Uhr

Ich bin ja zugegebenermaßen und vielleicht auch glücklicherweise (hier im Blog) nur recht selten ernst – außer es betrifft mich persönlich. Seit ein paar Tagen treibt sich aber doch ein Gedanke durch meinen Kopf, der mir nicht so recht Ruhe lässt. Und daher werde ich hier und jetzt mal eine Ausnahme machen und eine ernstgemeinte Frage an meine werte Leserschaft – vorzugsweise die weibliche – herantragen.

Viele von Euch haben möglicherweise mitbekommen, welchen Wirbel in der deutschen Presse und auch ein wenig in der hiesigen Blogosphäre die Aussagen von Ex-Tagesschausprecherin Eva Herman bezüglich Empanzipation, Rollenverteilung etc. der Frauen verursacht haben. Ein lauter kleiner Aufschrei ging durch Deutschland und von überall prasselten Vorwürfe herein. Es war eigentlich nur Empörung, Widerspruch und Ablehnung von der Frauen- (und Männer) Welt zu erkennen. „Verräterin“ war da noch einer der harmloseren Ausdrücke.

Aber dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass Frau Herman die einzige Frau ist, die diese Gedanken und Überzeugungen in sich trägt. Schon rein statistisch müsste es viele mehr geben, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Eine gewisse konservative Einstellung oder zumindest das Wiederentdecken alter Werte und „Tugenden“ sind ja nicht umsonst auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Und daher kommen wir auch schon zu meinem eigentlichen Anliegen: Liebe Damen, dürfte ich Euch um Eure Hand anonyme Stimme bitten!? Ich möchte gern wissen, ob sich bisher nur die „Herman-Gegner“ zu Wort gemeldet haben oder ob Frau Herman mit ihren Äußerungen tatsächlich so allein auf weiter Flur steht. Da mir bewusst ist, dass auch die Männer ihre Finger nicht stillhalten können und klicken wollen, habe ich die gleiche Abstimmung noch einmal für die Herren unter der für die Frauen eingefügt. ;) Also Frauen bitte nur bei der oberen abstimmen, die Herren nur in der unteren. Danke!

Diesen Text habe ich übrigens absichtlich (versucht) wertefrei zu schreiben, um hier niemanden in seiner Stimme zu beeinflussen. Es dürfen auch gern (anonyme) Kommentare abgegeben werden.

Wer noch einmal genauer nachlesen möchte, um was es denn eigentlich geht, der kann sich über die folgenden Links belesen: Cicero – Magazin für politische Kultur, Handelsblatt, Süddeutsche Zeitung.

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16 Kommentare    ·    hier schreiben
  1. Kommentar: wort-wahl am 6.09.2006, 02:03 Uhr

    hrgh. die sache mit der emanzipation ist ja noch viel komplizierter, als frau hermann das darstellt. viel, viel komplizierter. im grunde hat sie aber recht – nur an der performance ihrer argumente sollte die dame noch arbeiten.

  2. Trackback: kroetengruen.de am 6.09.2006, 06:24 Uhr

    Eva…

    Eva… welch wunderbarer, klassischer Name. Woran denke ich dabei? Ich denke an Adam und Eva, obwohl ich wahrlich nicht gläubig bin. Laßt uns weiter assoziieren:
    Der Sündenfall… Naja, war klar, daß der euch zuerst ein…

  3. Kommentar: Zappelfillip am 6.09.2006, 08:12 Uhr

    Ja ich weiß, dass man diesen durchaus komplexen Sachverhalt auch nicht einfach auf ein Stimme-Zu-Stimme-Nicht-Zu-Frage herunterbrechen kann, aber mich hat’s einfach mal interessiert.

  4. Kommentar: wort-wahl am 6.09.2006, 09:53 Uhr

    doch klar lässt sich das herrlich in eine abstimmung packen – eine grundidee hat ja wohl jeder vom thema. :smile:
    ich wollte nur sagen, dass ich frau hermann ‚voll und ganz‘ zustimmen würde, wenn die dame ihre idee besser verpackt hätte. so bleibt mir nur ein ’stimme zu‘, weil sie wichtige argumente auslässt oder schlicht und ergreifend einfach nicht kennt.

  5. Kommentar: Brüderchen am 6.09.2006, 10:11 Uhr

    Grundsätzlich schon mal ganz interessante Ergebnisse.

  6. Kommentar: Surrounder am 6.09.2006, 12:08 Uhr

    Meine ehrliche Meinung? Als verheirateter Mann?

    Bei meiner Frau und mir ist das genauso, wie Eva das beschreibt. Ich bringe das Geld nach Hause, meine Frau kümmert sich um den Haushalt (wir haben eine sehr gemütliche Wohnung – eine Oase, der schönste Platz auf der Erde) und wird sich vielleicht bald um unser Kind kümmern – wenn wir denn eines bekommen.

    Ich bin kein Extremist, was die Sache angeht. ich finde es gut, wenn eine Frau eine Ausbildung hat und Erfahrungen in der Arbeitswelt gemacht hat. Sollte mir mal was zustoßen, muss sie ja auch irgendwie weiter vorankommen. Aber so, wie es jetzt ist, empfinde ich es als Optimalfall, und wir beide sind überglücklich damit. Ich bin außerdem ein sehr gläubiger Mensch, der sehr genau darauf achtet, welche Rollenverteilung in der Familie laut Bibel herrschen sollte. Und wenn man sich den Kontext der Bibel anschaut, dann erkennt man hier unübersehbar, dass dort von einer glücklichen und harmonischen Familie gesprochen wird. Kinder brauchen keinen Kindergarten, sondern die Erziehung sollten die Eltern übernehmen! Frauen respektieren ihren Mann und Männer sollten den Frauen das Gefühl geben, etwas wertvolles zu sein. Genau so sagt es die Bibel. Kann man sich denn etwas schöneres denken? Klar, es ist nicht immer so 100prozentig umsetzbar, denn die wirtschaftliche Lage macht es einem Alleinverdiener nicht immer einfach. Man muss hier und da auch mal Kopromisse eingehen, aber der Grundgedanke sollte meiner Meinung schon im Sinn behalten werden.

    Das war jetzt nur mal mein unbedeutender Senf dazu… Gruss
    Surrounder

  7. Kommentar: Brüderchen am 6.09.2006, 12:16 Uhr

    Harter Tobak. Das mit der Bibel und so. Da richtet man sich nach Werten die vor über 2000 Jahren gegolten haben. Jeder wie er mag, aber das kann ich nicht nachvollziehen. Aber wenn es für euch funktioniert, ist das doch prima.

  8. Kommentar: Surrounder am 6.09.2006, 12:31 Uhr

    Aber wer möchte bestreiten, dass die Menschen vor 2000 Jahren aufgrund hoher Werte glücklicher und zufriedener gelebt haben? Die Zeiten, wie wir sie heute erleben, machen einen fertig. Und vieles davon haben die Menschen selber verbockt, weil man die alten „Regeln“ für veraltet hielt. Die Scheidungsrate steigt von Jahr zu Jahr, fast jede 2te Ehe wird geschieden. Warum, frage ich da! Die Antwort ist einfach: Weil man die neuen Werte für moderner hält…
    Aber danke für die ehrliche Reaktion.

  9. Pingback: SurroundBlog » Blog Archive » Emanzipation am Ende? am 6.09.2006, 12:32 Uhr

    […] Diese ganze kocht wohl schon eine ganze Weile und ich bin eigentlich auch erst richtig darauf aufmerksam geworden, als der Zappelfillip darüber berichtet hat und auch eine kleine Umfrage gestartet hat. Ich habe auf seiner Seite zwar schon meinen Senf abgegeben, aber ich dachte mir, ich greife das Thema einfach auch noch mal auf, zumal ich in ähnlicher Form schon vor ein paar Wochen darüber geschrieben habe. […]

  10. Kommentar: Brüderchen am 6.09.2006, 21:33 Uhr

    Aber „früher war alles besser“ kann ich da nicht so leicht akzeptieren, das haben die Leute vor 2000 Jahren bestimmt auch schon gesagt.
    Aber in groben Zügen kann ich dir schon zustimmen, nur findet sich die Lösung für mich nicht in der Religion.

  11. Kommentar: emily am 6.09.2006, 22:37 Uhr

    @surrounder: ich kann Ihnen sagen, warum ich mich von meinem mann getrennt habe, die beiden kinder alleine erziehe und „nebenbei“ auch noch ganztags berufstätig bin. wenn es in einer ehe keine gemeinsamkeiten mehr gibt und die daraus resultierenden streitigkeiten das familienklima vergiften, dann ist es wohl besser, wenn ein schlussstrich gezogen wird. das hat für mich nichts mit verschobenen werten zu tun, sondern damit, dass ich mich in meinem umfeld wohlfühlen will. wie viele frauen sind unzufrieden in ihrer ehe, können sich nicht selbst so verwirklichen, wie sie das möchten und leiden stumm vor sich hin, nur weil das zu zeiten unserer großeltern mal so war??? ich habe mir das mit der trennung auch nicht einfach gemacht und von heute auf morgen alles hingeschmissen. das war ein prozess, der mehrere jahre dauerte. rückblickend kann ich sagen, dass es allen beteiligten inzwischen besser geht. ich bin jetzt eben alleine verantwortlich für mich und die kinder. ich muss das geld ranschaffen, und ich habe nicht mal ein schlechtes gewissen dabei, dass ich im büro sitze und meine kinder nach der schule in einem hort untergebracht sind, jeden tag ein leckeres mittagessen bekommen, ihre hausaufgaben machen und mit anderen kindern spielen. schaden tut es den beiden auf jeden fall nicht. und genug zeit mit mir bekommen sie trotzdem noch.
    wenn eine frau lieber den ganzen tag zu hause ist und ausschließlich dienstleister für mann und kinder sein will, bitteschön. aber frau hermann und alle, die deren meinung vertreten, sollten doch mal darüber nachdenken, ob frauen nicht über genug intelligenz verfügen, um die richtung ihres lebenswegs selbst bestimmen zu können. ich kann jedenfalls auf solche aussagen verzichten und schreibe auch keiner frau vor, dass sie neben kind und haushalt arbeiten gehen soll.

  12. Kommentar: Jd am 8.09.2006, 16:04 Uhr

    Ach ja, was für eine Diskussion. Grundsätzlich gesehen hat Frau Herman meines Erachtens recht. Wie gesagt grundsätzlich. Nur hat sie in meinen Augen einen entscheidenden Fehler gemacht. Sie schiebt NUR die „Frau“ in die traditionelle Rolle (zurück) und begründet damit u.a., dass Wohl und überhaupt die Entstehung / Erhalt / Möglichkeit von Familie usw. usw. Noch härter fand ich weitere Äußerungen wie, „dass nur Frauen dazu in der Lage wären“ …. …

    Noch mal: Grundsätzlich hat Frau Herman recht aber es geht doch nicht darum, dass die Frau zurück in die traditionelle Rolle sollte. Richtig, hätte es die Emanzipation nicht gegeben wäre auch alles nicht gekommen wie es nun jetzt leider ist (damit meine ich, immer beide evtl. Partner wollen Karriere, beide wollen arbeiten, beide wollen „sich verwirklichen“, Kinder werden inzwischen sogar sehr oft als störend empfunden – es ist ja schon fast unerträglich zuzuschauen was aus unserer Gesellschaft wird …… …).

    Schon mal darüber nachgedacht, dass das Wort Emanzipation sowieso letztlich abgeschafft gehört. Und wenn es denn bleiben „muss“ (???), dann ist es doch an der Zeit, dass auch die Männer emanzipiert werden. Sprich: Man Ihnen auch die „typischen“ Aufgaben einer sogenannten früher „nicht emanzipierten Frau“ zutraut und überlässt (nicht war Eva).

    Die Gesamtansprüche sind doch oftmals schon das Problem. Frau will häufig Versorger aber auch versorgen, will was „erreichen“. Mann will das Gleiche. keine von beiden glaubt, dass es reicht wenn einer von beiden etwas macht – und der Arbeitsmarkt erlaubt nicht, dass beide im Wechsel oder je Halbtags macht. – Das Ganze ist doch so komplex!!!!

    Nun also nur „Frau“ wieder zurückzuschieben hat nichts – wir sollten schlicht einmal den biologischen Begriff da raus lassen und ereichen, dass Partner, Partner sein können und beide aus den üblichen Klischees entlassen werden.

    Die Frau die hier schreibt „und ich bin im Büro und Kids in Hort und die haben immer noch genug von mir: :sad: – Na Mahlzeit …. …. Und dann womöglich später noch schreiben „habe Beruf und Kinder unter einen Hut gebracht ….“ Vergiss es: und natürlich war der Partner schuld? Nicht vielleicht doch das ganze Drumherum, die ganzen Ansprüche, das nciht mehr miteinander reden können weil jeder alles nur aus seiner Sichtweise betrachtet hat???? der eine wollte und der andere konte nicht und umgekehrt … … … Da hat Frau Herman recht, nur besser gesagt einer von „beiden“ muss einfach mal den Mund halten und etwas vertagen (nicht hinausschieben) … …

    Ach ja, wieso ich das einfach alles behaupte? Ich bin allein erziehender Vater. Ich habe meine Kids schon jeweils seit deren Geburt (Vom Krankenhaus direkt zu mir und ohne jede Hilfe – weils keine gab (Verwandte wohnten ewig weit weg und weil allen, Mann wie Frau nämlich zu suspekt war, dass da ein Vater 1.) in eine Frauendomäne eindrang (merkwürdig oder, dis äußerten sogar angebl. emanzipierte Frauen) 2.) seine Karriere an den Nagel hängte statt die Kids im Stich zu lassen. Und dies trotz der wirklich katastrophalen Folgen – für Mann ( ja für alleinerz. Frau auch aber wir Männer sind nicht emanzipiert genug und müssen uns noch mehr schidde anhören).

    Meine Kids sind jetzt 8 und 9. Uns, vor allem mir, geht es zwar Gefühlsmäßig oft unglaublich bescheiden (hab oft genug gehört, dass es mit einem Mann wie mir, der Kids erzieht und damit natürlich Karriere vergessen kann, ja nu keine Perspektive geben könne) aber wir leben und meine Kids gelten als gut erzogen, kommen soweit klar und wir leben. Sie kennen auch Harmonie und Glück, genauso wie Alltagsstress und Trauer. Was sie nicht kennen ist Familie – und erzählt mir was ihr wollt, dieser ganze Quatsch mit „ich komme auch alleine klar, meine Kinder werden trotzdem groß“ usw. usw. hakt ihn ab …..

    Wir brauchen wieder eine Welt wo die ganze Zeit jemand auch für die Kids da sein kann, wo Familien eine Chance haben wo Worte wie Karriere, Leistung, Emanzipation und was noch alles schlicht weg sind.

    Diesbezüglich bin ich exakt, aber auch ganz exakt der Meinung von Frau Herman. Wie bereits eingangs erwähnt, sie hätte es nicht alleine auf die Frauen festmachen sollen – und Thesen wie „Frauen fühlen intensiver“ und was weiß ich …. HALLO, erzieht mal eure Söhne „gleichberechtigt“, gesteht den Männern mal tiefere Gefühle zu, gesteht euch mal ein, dass Frauen mitunter auch sehr hart, kalt und kalkuliert denken können und es tun usw. usw.

    Nu, wenn ihr jetzt auf mich losgehen wollt — bitteschön!

    Mehr auch zu dem Thema gibt es in Kürze in der Podcast-Serie „Das EvAdam-Komplott“. Da könnt ihr ja dann draufhauen. oder aber …..

    Wäre unmöglich hier alles reinzuschreiben. Was ich persönlich bedauerlich fand, ich habe Frau Herman mehrfach angeschrieben und leider nie eine Antwort erhalten. Mmmmhhhh – ob sie schon gemerkt hat, dass ihr da wegen „nur Frau“ ein lapsus passiert ist?? Ich denke sie hat es (denn sie ist ja echt nicht dumm) so gemeint, dass die „traditionelle Frauenrolle“ endlich aus dem nach heutigen traurigen Maßstäben „Billigklischeee“ herausmuss. und dann ist es doch nur noch ein kleiner Schritt, dass wir nicht mehr von „traditioneller Frauenrolle“ sondern von „positiv traditioneller Familienteilrolle“ reden können. MENSCHLICH SÄCHLICH LIEBEVOLL.

    Naja, jedenfalls wünsch ich mir, dass sie es so gemeint hat. Vielleicht meldet sie sich ja noch oder hört unsern Pod irgendwann.

    in diesem Sinne

    Jd

  13. Kommentar: emily am 8.09.2006, 22:27 Uhr

    ich will und werde nicht auf Sie losgehen, lieber jd. ich behaupte auch nicht, dass mit beruf und kindern und haushalt bei mir alles perfekt ist. es ist aber auf jeden fall besser, als mit einem mann, mit dem mich nichts mehr verbindet und der auch mit mir nicht mehr zusammenleben will. die trennung erfolgte in gegenseitigem einvernehmen, wie man oftmals sagt. ich kämpfe jeden tag um meine existenz und die meiner kinder. mir würde es finanziell viel besser gehen, wenn ich noch mit dem vater meiner kinder zusammen wäre. trotzdem halte ich meine jetzige lebenslage für die bessere. der psychische druck ist weg, auch bei den kindern. damit lässt es sich für alle leichter leben.
    was ich sagen will – es sei doch jedem selbst überlassen, wie er sein leben gestalten will. und, ganz wichtig, die meisten kinder und männer leiden in einer guten familiären beziehung nicht darunter, wenn die mutter berufstätig ist. denken Sie diesbezüglich nur mal an die rollenverteilung in der ehemaligen DDR.

  14. Kommentar: Manfred am 11.09.2006, 00:31 Uhr

    1.) „Harten Tobak“ gibts nicht :-)

    2.) Früher oder normalerweise passierte das Frisieren in der Familie. Frauen schnitten die Haare aller Familienmitglieder. Frauen pflegten auch die Oma und den Opa, und zwar voll echter Zuwendung und dementsprechend zeitintensiv. Heute ist das weibliche Ideal nach Lesart der Emanzipation die eigene Arbeit, sich darin selbst zu verwirklichen, das eigene Geld zu verdienen und ggf. nebenher noch ein paar Kinderchen aufzuziehen.

    Aber was machen eigentlich „die“ Frauen? Sie wurden einfach von „heimeligen“ Familien in das unverändert patriarchalische, kapitalistisch pervertierte Wirtschaftssystem „verschhoben“ – und machen letztlich das gleiche: Sie sind Friseurinnen und schneiden die Haare von Wildfremden für einen Hungerlohn. Sie „pflegen“ als Altenpflegerinnen in fremdem Auftrag irgendwelche Alte und das im Akkord ohne jemals in ihrer Professionalität gefordert zu sein, weil der ganze Zirkus eher nach Art einer herzlosen Fließbandabfertigung organisiert ist (wozu es ein eigenes Buch gibt: „Abgezockt und totgepflegt“). Und sie arbeiten als Erzieherinnen von Kindern, die andere, besser verdienende Frauen einfach abschieben, und zwar am besten schon im Alter von unter 3 Jahren, weil diese Frauen ja so viel Geld verdienen (aber immer noch grundgesetzwidigerweise weniger als Männer in vergleichbaren Positionen), dass man ihnen keine niedrigen, schlechtbezahlten Aufgaben überlassen kann (das allgemeine Argument für „Manager“-Positionen/-Gehälter und die unzumutbaren Aufgaben)….

    Ist das wirklich das, was Frauen wollen? Will das die Gesellschaft?

  15. Kommentar: Johann am 11.09.2006, 17:49 Uhr

    Fr. Eva Herman liegt gar nicht so daneben mit ihren Argumenten.

    Eine Ueberarbeitung ihres Buches zur besseren Praesentation ihrer Aussagen scheint mir allerdings erforderlich. Jedenfalls ein guter Anfang.

    Auf familien- bzw. maennerfeindliche Kommentare von Feministen koennen wir gerne verzichten.
    Warum heiraten solche Frauen eigentlich, wenn sie nur auf Karriere und Geld aus sind? Auch im bekannten Forbes -Magazin gibt es derzeit eine Diskussion ueber dieses Thema.

  16. Kommentar: A. Holthoff am 14.10.2007, 13:08 Uhr

    Ich kenne die Bücher von Eva Hermann nicht. Doch solch einen Angriff von den
    beteiligten Personen bei der Talk-Show von dem Kerner, dessen Auftritten ich bisher immer gern gefolgt bin, hat mich maßlos abgestoßen. Eine Kerner-Show
    werde ich nie wieder ansehen. Da, wo Leute nur Meinungen äußern dürfen, die
    nicht gegen die bestimmenden Macher dieser Show im Hintergrund sind, hört die menschliche Freiheit total auf. Natürlich konnten die anderen drei Teil-nehmer und Teilnehmerinnen – nichts positives für Frau Hermann sagen, dann
    wäre ja auch deren weiteres Leben beim Fernsehen sehr in Frage gestellt.
    Für mich war das wieder ein Zeichen, dass wir mit diesem Staat einen noch größeren Verbrecherstaat erzeugt haben, als das der Hitler-Staat schon war. :twisted:

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