Guckuck… da isser wieder!

Rubrik:  Abenteuer München  ·  Autor:  Zappelfillip9. November 2006, 23:11 Uhr

Nahmd, die Herrschaften!

Wünsche eine angenehme Zeit gehabt zu haben! Wir ham uns ja nun – mal abgesehen von einer kleinen Unterbrechung – ’ne ganze Weile nich’ gehört und nich’ gesehen. Aber lasst’s Euch gesagt sein: Ich lebe… zurück aus der Türkei… Und was machmer nun? Tja… einfach weiter würde ich sagen. Allerdings hab’ ich mir überlegt, jetzt keinen Aufsatz über die Zeit seit Mitte September zu schreiben. Viel zu viel passiert und ehrlich… dafür hammer doch erstens keine Zeit und zweitens ich keine rechte Lust! Ein paar Dinge habe ich ja bereits mal als Kommentar an dieser Stelle angerissen. Das muss reichen. Nur vielleicht noch soviel: die neue Wohnung ist bezogen, natürlich absolut nicht ohne Probleme – aber das überrascht mich keineswegs. Wüsste nicht, wann das letzte mal was ohne Hürden geklappt hätte ;) Von Löchern in der Wand, falsch angeschraubten Badetürschlössern (so dass man den Klositzer von außen einschließen konnte und nicht er sich), unbeweglichen Türen (weil der frisch geflieste Boden so hoch war, dass sie „aufgesetzt“ haben) war alles dabei. Und natürlich gäbe es auch wieder eine ausführliche Geschichte zu meiner Freundin Alice und dem leidigen Thema Telekom zu erzählen. Aber das ist müßig. Kann wahrscheinlich jeder was dazu sagen. Ich bin nur froh, dass ich sowieso Urlaub hatte. Sonst hätte ich jedes mal, wenn der Telekomtechniker wiedermal bei mir reinschauen wollte, einen Tag nehmen müssen. Da wird‘ma ja arm… an Urlaubstagen…

RiesensofaAber es gibt auch kleine und größere Erfolge: Ich habe – mit einiger Unterstützung – den Einrichtungsstil gefunden, der mir gefällt. Mit einem 0815-Ecksofa und der obligatorischen Schrankwand in Buche hell kann ich nicht (mehr) viel anfangen. Meinen Wohnbereich (also das Wohnzimmer) werde ich im Kolonialstil einrichten – dunkle Möbel also. Zugegeben, das Zimmer ist dafür auch eigentlich etwas zu klein – eher passt sowas in große weitläufige Herrenhäuser – aber mir gefällt’s. Auch preiswert ist eigentlich was anderes, aber was soll’s – ich stelle es mir ziemlich gemütlich vor. Erste Anschaffung dafür ist ein riesiges Sofa… eine richtige Lümmelcouch mit vielen Kissen und einer sehr tiefen Sitzfläche. Da könnte sogar ich die Beine baumeln lassen. So sieht’s aus. Zumindest von der Form – Farben werden andere sein. Das Ding ist bestellt und wird irgendwann Anfang kommenden Jahres geliefert. Dazu würden dann beispielsweise folgende Möbelstücke passen – nur dass Ihr mal wisst, welcher Stil das ist:

TV Board  Lowboard
Kamin  Bücherregal

Meine KücheAber das ist noch Zukunftsmusik. Meine Ersparnisse wurden bereits zu großen Teilen aufgebraucht. Zum einen von meiner Küche, die ihr auf nebenstehendem Foto sehen könnt und die schon seit zweieinhalb Wochen steht (in Vanilleirgendwasoptik), und zum anderen vom bestellten Schlafzimmer. Von diesem gibt’s leider noch kein Foto aber es bietet, wie von mir sehnlichst gewünscht, eine Liegefläche von 2,20 m Länge (bei 1,80 m Breite). Das heißt: endlich keine herausbammelnden Füße mehr, die im Winter immer eisekalt sind, weil ich mit offenem Fenster schlafe (schlafen muss, sonst Kopfschmerzen). Ihr seht, ich habe mir diesen hier bereits angesprochenen Luxus gegönnt. Einen Kleiderschrank gehört auch dazu. Preislich war das Bett sogar noch recht okay. Auch bei den Matratzen und Lattenrosten in Überlänge hätte ich es eigentlich teurer befürchtet. Alles in allem ist mein neues Schlafzimmer aber mit mehr als 1500 € immernoch teuer genug, als dass ich es so ganz problemlos aus dem Ärmel schüttele. So müssen etliche Möbelstücke noch warten und entsprechend leidet die Gemütlichkeit doch etwas. Das Wohnzimmer ist bis auf meinen temporär aufgestellten Schreibtisch und einen kleinen Teil meiner alten Schrankwand noch leer:

Übersichtlichkeit

Aber das kommt alles noch. Was es sonst noch gibt? Eine schöne Essecke mit zwei Stühlen – ebenfalls in dunklem Holz:

Essecke

ein fertiges Bad (zu unspektakulär um es hier zu zeigen) und ein paar Lampen gibt es auch schon… und im Schlafzimmer sogar schon Gardinen… ach ja Schuhschrank und Spiegel im Flur auch, aber seid ehrlich: interessiert Euch ja nicht wirklich. Daher soll’s das als Update meines Lebens mal gewesen sein. Einen kleinen Einblick habter ja vielleicht bekommen und ich gehe dann jetzt auch mal ins Bett. Selbstverständlich bin ich nach meinem Urlaub nahtlos wieder mit Stress auf Arbeit empfangen worden. Zum Abschluss nur nochmal die (nicht maßstabsgerechte) Skizze meiner Wohnung für Euch als Orientierung:

Grundriss meiner Wohnung

So, das war’s für heute – morgen zeige ich Euch dann mal wieder ein kleines Highlight deutscher Marketingleute bei der Produktnamensfindung. Ich sage nur: Mitsubishi Pajero – der spanische Wichser ;-)

Guten Abend!

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17 Kommentare    ·    hier schreiben
  1. Kommentar: ela am 10.11.2006, 10:28 Uhr

    Auch wenn das ein wenig doof klingen mag aber im Schwab Katalog haben sie viele Kolonial Stil Möbel zu sehr fairem Preis und in guter Qualität, ich weiß es weil wir auch welche haben, wahlweise geht auch Otto :-)
    Nur als Tip am Rande halt eben für die Börse die nicht aus allen Nähten quillt.

  2. Kommentar: Zappelfillip am 10.11.2006, 10:58 Uhr

    Oh schön! Danke für den Tip. OTTO kann ich bestätigen – da habe ich auch schon durchgeblättert und auch ein bissl was gefunden, was in Frage käme. Schwab werde ich mir dann wohl auch nochmal zu Gemüte führen :)

  3. Kommentar: Daniela am 11.11.2006, 02:09 Uhr

    Guter Geschmack Herr Zappel. Hätte ich gar nicht gedacht. Nicht schlecht. Und vorallem ganz ohne weibliche Hilfe. :mrgreen:

  4. Kommentar: Brüderchen am 11.11.2006, 03:01 Uhr

    Da wär ich mal nich so sicher. Bei der Hilfe meine ich.

  5. Kommentar: Daniela am 11.11.2006, 18:54 Uhr

    Achsooo… Na dann isses ja kein Wunder. :twisted:

  6. Kommentar: Surrounder am 11.11.2006, 20:52 Uhr

    Ja, Wohnung einrichten ist eines der schönsten Dinge, die man machen kann. Macht unglaublich viel Spaß! Viel Freude dabei und die Pläne sind gar nicht mal so schlecht…

    Gruss
    Surrounder

  7. Kommentar: Es-Klarinette am 12.11.2006, 11:32 Uhr

    Weibliche Hilfe hin oder her……….. Der Zappelfillip hat Geschmack !
    Das ist eine amtliche Bestätigung ;-)

  8. Kommentar: Daniela am 12.11.2006, 14:07 Uhr

    Das stimmt wohl. :mrgreen: Gefällt mir auch richtig gut.

  9. Kommentar: ela am 13.11.2006, 08:25 Uhr

    Vom Prinzip reicht einer von beiden denn die haben das selbe im Angebot, aber die Sachen sind halt wirklich gut für ihr Geld, wenn du bedenkst was andereMöbelhäuser für den Stil haben wollen.

  10. Kommentar: WeisswurstUni am 13.11.2006, 14:00 Uhr

    Zapp….Alter….die Weiber fahren ja voll ab auf die Möbel, zumindest, wenn man hier die Kommentare liest! Kannst du meine Bude nicht auch umdekorieren, dann klappt das vielleicht mal! :cool:

  11. Kommentar: Melanie am 13.11.2006, 16:19 Uhr

    also, das kann ja wohl nicht euer ERNST sein… kolonialstil ist doch graesslich!

    hier bekommst du in jedem billigen supermarkt „colonial style“… vielleicht laesst es sich ja billiger aus Usah importieren…?!

  12. Kommentar: Daniela am 13.11.2006, 18:43 Uhr

    He, Du olles Weißwürstchen! Das Wort Weiber streich mal bitte schnell aus Deinem Wortschatz. Kleiner Tipp: Dann klappts auch mit der Nachbarin. Also sowas…tztztz… :roll: DAS sage ich Deiner Mutter, mal sehen, wie die das findet. :twisted: ;-)

  13. Kommentar: WeisswurstUni am 14.11.2006, 16:55 Uhr

    Oh mein Gott! Ich brech jetzt hier bestimmt keine Diskussion über verkappte Emanzipation vom Zaun! Das war freundlich, witzig, belanglos gemeint und keines falls aggressiv! Also mal ganz ruhig…….

  14. Kommentar: Daniela am 14.11.2006, 17:29 Uhr

    Ich hab doch auch freundlich geantwortet. :lol: War doch eh mit nem ;-) ich Weib bin also ganz ruhig. :razz: Du auch? :twisted:

  15. Kommentar: WeisswurstUni am 15.11.2006, 23:57 Uhr

    Na klar na klar! Ich reg mich nicht off.. ich nich! :lol:

  16. Kommentar: Jesus Christus am 13.01.2012, 20:35 Uhr

    Laut der westlichen Weltanschauung ist Selbstmord eine permanente Lösung für ein temporäres Problem.

    :wink: :wink: :wink:

  17. Kommentar: Johann Scheissberger am 13.01.2012, 20:45 Uhr

    Nach vielen Jahren sah Gott Jehova wieder einmal auf die Erde. Die Menschen waren verdorben und gewalttätig und er beschloss, sie zu vertilgen, genau so, wie er es vor langer Zeit schon einmal getan hatte.

    Er sprach zu Noah: „Noah, bau mir noch einmal eine Arche aus Zedernholz, so wie damals: 8000 Ellen lang, 500 Ellen breit und 700 Ellen hoch. Ich will eine zweite Sintflut über die Erde bringen. Die Menschen haben nichts dazu gelernt. Du aber gehe mit deiner Frau, deinen Söhnen und deren Frauen in die Arche und nimm von allen Tieren zwei, je ein Männchen und ein Weibchen. In sechszig Jahren werde ich den großen Regen schicken.“

    Noah stöhnte auf; musste das denn schon wieder sein? Wieder 40 Tage Regen und 150 unbequeme Tage auf dem Wasser mit all den lästigen Tieren an Bord und ohne Fernsehen! Aber Noah war gehorsam und versprach, alles genau so zu tun, wie Gott ihm aufgetragen hatte.

    Nach sechszig Jahren zogen dunkle Wolken auf und es begann zu regnen. Noah saß in seinem Vorgarten und weinte, denn da war keine Arche. „Noah“, rief der Herr, „Noah, wo ist die Arche?“ Noah blickte zum Himmel und sprach: „Herr, sei mir gnädig.“ Gott fragte abermals: „Wo ist die Arche, Noah?

    Da trocknete Noah seine Tränen und sprach: „Herr, was hast du mir angetan? Als Erstes beantragte ich beim Landkreis eine Baugenehmigung. Die dachten zuerst, ich wollte einen extravaganten Schafstall bauen. Die kamen mit der ausgefallenen Bauform nicht zurecht, denn an einen Schiffbau wollten sie nicht glauben.

    Als ich ihnen erklärte, das Wasser käme noch in großen Mengen, und zwar viel mehr als ich zum Löschen benötigte, brachte mir das den Besuch eines Arztes vom Landeskrankenhaus ein. Er wollte von mir wissen, was ein Schiffbau auf dem Trockenen, fernab von jedem Gewässer, solle.

    Die Bezirksregierung teilte mir daraufhin telefonisch mit, ich könnte ja gern ein Schiff bauen, müsste aber selbst zusehen, wie es zum nächsten größeren Fluss käme. Mit dem Bau eines Sperrwerks könnte ich nicht rechnen, nachdem der Ministerpräsident zurückgetreten sei.

    Dann rief mich noch ein anderer Beamter dieser Behörde an, der mir erklärte, sie seien inzwischen ein kundenorientiertes Dienstleistungsunternehmen und darum wolle er mich darauf hinweisen, dass ich bei der EU in Brüssel eine Werftbeihilfe beantragen könne; allerdings müsste der Antrag achtfach in den drei Amtssprachen eingereicht werden.

    Die angeheuerten Zimmerleute versprachen mir schließlich, für das notwendige Holz selbst zu sorgen. Sie wählten jedoch erst einmal einen Betriebsrat. Der wollte mit mir zunächst einen Tarifvertrag für den Holzschiffbau auf dem flachen Lande ohne Wasserkontakt aushandeln. Weil wir uns aber nicht einig wurden, kam es zu einer Urabstimmung und zum Streik. Herr, weißt du eigentlich, was Handwerker heute verlangen? Wie soll ich denn das bezahlen?
    Weil die Zeit drängte, fing ich schon einmal an, Tiere einzusammeln. Am Anfang ging das noch ganz gut, vor allem die beiden Ameisen sind noch immer wohlauf. Aber seit ich zwei Tiger und zwei Schafe von der Notwendigkeit ihres gemeinsamen und friedlichen Aufenthaltes bei mir überzeugt hatte, meldete sich der örtliche Tierschutzverein und rügte die artwidrige Haltung. Und mein Nachbar klagt auch schon wieder, weil er auch die Eröffnung eines Zoos für geschäftsschädigend hält.

    Herr, ist dir eigentlich klar, dass ich auch nach der Europäischen Tierschutztransportverordnung eine Genehmigung brauche? Ich bin schon auf Seite 22 des Formulars und grüble im Moment darüber, was ich als Transportziel angeben soll.

    Dir ist natürlich auch bewusst, dass ich die 43 Vorschriften der Binnenmarkt-Tierschutzverordnung bei dem Transport der Kaninchen strikt beachten muss. Meine Rechtsanwälte prüfen gerade, ob diese Vorschriften auch für Hasen gelten.

    Übrigens: wenn du es einrichten könntest, die Arche als fremdflaggiges Schiff zu deklarieren, das sich nur im Bereich des deutschen Küstenmeeres aufhält, bekäme ich die Genehmigung viel einfacher. Du könntest dich doch auch einmal für mich bemühen. Ein Umweltschützer von Greenpeace erklärte mir, dass ich Gülle, Jauche, Exkremente und Stallmist nicht im Wasser entsorgen darf. Wie stellst du dir das eigentlich vor? Damals ging es doch auch!

    Vor zwei Wochen hat sich das Oberkommando der Marine bei mir gemeldet und von mir eine Karte der künftig überfluteten Gebiete erbeten. Ich habe ihnen einen blau angemalten Globus geschickt.

    Und vor zehn Jahren erschien die Steuerfahndung; die haben den Verdacht, ich bereite meine Steuerflucht vor. Ich komme so nicht weiter Herr, ich bin verzweifelt! Soll ich nicht doch lieber meinen Rechtsanwalt mit auf die Arche nehmen?“

    Noah fing wieder an zu weinen. Da hörte der Regen auf, der Himmel klarte auf und die Sonne schien wieder. Und es zeigte sich ein wunderschöner Regenbogen. Noah blickte auf und lächelte. „Herr, du wirst die Erde doch nicht zerstören?“

    Da sprach der Herr: „Darum sorge ich mich nicht mehr, das schafft schon eure Verwaltung!“

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