Wändestreiche(l)n

Rubrik:  Abenteuer München  ·  Autor:  Zappelfillip18. November 2006, 23:11 Uhr

GrinsesmileyAuch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussehen mag – wir sehen hier ein durchaus befriedigtes und irgendwie auch glückliches Gesicht. Lediglich aufgrund eingetretener Erschöpfung wurde zur visuellen Unterstützung dieser emotionalen Regung auf „Makeup“ zurückgegriffen und ein Smiley modelliert. Makeup, welches quasi sofort zur Verfügung stand, denn ich habe gestern – fast ein bissl spontan – zwei Wände meines Wohnzimmers in farbige Farbe getüncht. Warum, fragt Ihr? Nunja… weil ich es kann! In meiner Wohnung darf ich das. Okay ein weiterer Grund war auch, dass es bislang noch (fast) leer ist und ich somit den Platz hatte, mich da ohne großartige Vorbereitungen auszutoben. Der dritte und entscheidende Grund war allerdings, dass ich meine durchweg schneeweiße Wohnung zu ungemütlich fand und ein paar Akzente auch in Hinblick auf die zukünftige Einrichtung im Kolonialstil nicht schaden konnten.

RollenschwingerAlso ab in den Baumarkt und mal die Farbregale durchgeackert, was denn wohl so in Frage käme. Dunkle Farbtöne habe ich ausgeschlossen, da meine Räume erstens mit 2,40m nicht besonders hoch und zweitens auch flächenmäßig nicht gerade Oberklasse sind. Naja und dunkle Farben würden dann ja nur unnötig „drücken“ und es noch kleiner erscheinen lassen. Ein kleines Farbratgeberfaltblatt, welches im OBI auslag, empfahl ebenfalls sowohl bei niedrigen als auch kleinen Räumen helle, seidenglänzende Pastelltöne für die Wand und weiße Decken. Also suchte ich mir eine beigefarbene Variante mit leichtem Gelbtouch und dem Namen „Pinie“ aus… ging fast ein bissl ins ocker… die Farbe… naja noch ein „Streichquartett“ aus 2 unterschiedlich großen Rollen und 2 Pinseln gekauft und schon konnte es losgehen. Mangels geeigneter Arbeitklamotten – mein Rotmann befindet sich noch in der alten Heimat – entschloss ich mich zu FKP. Lediglich ein etwas älteres T-Shirt fand ich noch in meinen Umzugskisten (Ihr erinnert Euch: mein Schlafzimmer kommt erst nächsten Mittwoch, weshalb ich bislang noch aus Kisten lebe) und nur dem ist es zu verdanken, dass ich jetzt auf dem Foto nicht vollkommen nackt den Pinsel schwinge… :mrgreen: mit einer Rolle in der Hand :mrgreen:

Das Streichen ging übrigens überaus schnell, angenehm und ohne größere Sauerei über die Bühne. Letztlich waren es ja auch nur zwei aneinanderliegende Wände meines Wohnzimmers. Alle Wände wollte ich ja von vornherein auch gar nicht einfärben. Dafür habe ich mich von der anfänglichen Idee, nur einen Sockel – also einen ca. 1,20m hohen Streifen – zu streichen getrennt und direkt bis unter die Decke gepinselt. Die niedrigen Räume haben in dieser Hinsicht übrigens einen Vorteil: ich brauchte keine Leiter. Von daher… 😉 Ein Streichdurchgang hat auch gereicht – lediglich an ein paar Stellen habe ich heute morgen dann nochmal nachbessern müssen. Gestern war’s ja schon dunkel draußen als ich hier wirbelte und eine einzelne Glühbirne war wohl keine optimale Beleuchtung. Naja… dass die Farbe heute nicht mehr ganz dem Ton entspricht, den sie gestern noch in der Dose hatte… darüber möchte ich hier keine weiteren Worte verlieren. Es geht doch mehr ins Gelborange als ich ursprünglich geplant hatte, aber is’ auch kein Beinbruch. Ich erinnere mich, vor 10 Jahren schon einmal ein Wohnzimmer gestrichen zu haben. Damals war exakt dieser Farbton gewünscht – aber genau wie heute sah der später auch anders aus als geplant… schweinchenrosa war’s dann… Ihr seht: ich erreiche alles – wenn auch mit 10 Jahren Versatz. Aber so kann ich mich schon auf 2016 freuen, wenn ich dann mit 40 eines der drei Wohnzimmer meiner Villa in Malibu streiche und dann genau den heute gewünschten beige-ocker Farbton an die Wand bekomme. Ach wird das schön… 😀 Aber man gewöhnt sich irgendwie an alles. Insofern… mir gefällt’s trotzdem… ich bin stolz… und zufrieden… und wehe einer sagt was über meine dünnen Gehstelzen auf dem Foto… dann gibt’s Blogverbot… 😉 und nein: sie sind nicht rasiert und werden es auch nie… es sei denn ich strebe doch nochmal eine Profikarriere als Schwimmer oder Radrennfahrer an… unwahrscheinlich… 😀

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