M-RY 8058

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip30. Dezember 2006, 19:12 Uhr

Neues Kennzeichen, neuer BesitzerFreitag 29. Dezember, 6:00 Uhr – eigentlich sollte der Wecker jetzt klingeln. Würde er auch, hätte ich ihn nicht schon vor 10 Minuten ausgemacht. Die Nacht war grauenvoll. Ich musste immerzu husten und die Nase hat tierisch gebrannt – so erkältungsbrennend eben. Außerdem war ich erst gegen halb 2 im Bett und eingeschlafen noch viel später. Alles in allem eine… naja sagen wir eher suboptimale Bettruhe… und dann auch noch scheißfrüh aufstehen. Aber wenigstens hatte es einen guten Grund und das wollte ich eigentlich auch erzählen:


Seit gestern habe ich nach über 12 Jahren PKW-Führerschein mein erstes eigenes Auto. Klingt jetzt erstma’ ein bissl seltsam, denn immerhin fahre ich auch seit über 12 Jahren äußerst regelmäßig und ja auch jeden Tag zur und von der Arbeit. Habter auch recht! Natürlich habe ich, seit ich den Lappen in der Tasche habe, schon immer ein Auto – zumindest mal zur freien Verfügung. Nach Wartburg, zwei (alten) BMW, einem Nissan 200SX und zwei Toyota Supra ist es aktuell (und das seit 5 oder 6 Jahren) der Honda Civic meiner Großeltern seit mein Opa krankheitsbedingt nicht mehr fahren konnte. Nun aber der eigentliche Fakt: keines der 7 Autos hat rein rechtlich mir gehört, war weder auf mich zugelassen (Halter) noch versichert. Hat natürlich Kostengründe. Bislang habe ich meine Autos immer als Zweitwagen auf meine Eltern angemeldet. War viiiiel günstiger, als wenn ich da bei der Versicherung mit den Riesenprozenten angefangen hätte. Leider konnte ich so aber prinzipbedingt selbst nicht in der Schadenfreiheitsklasse sinken.

Nun gab es aber doch die Gelegenheit. Meine Oma (auf die der Civic ja zugelassen war und der er auch gehört(e)) ist – habe ich bestimmt mal erwähnt – umgezogen. Und das haben wir zum Anlass genommen, ihn gar nicht erst in ihrem Namen umzumelden, sondern auf mich zu überschreiben. Dabei wollten wir versuchen, ihre Prozente (Schadenfreiheitsrabatt) auf mich zu überschreiben, da sie ihn logischerweise nicht mehr braucht. Von den Eltern zu übernehmen ist ja kein Problem, bei den Großeltern ist bei den meisten (allen?) Versicherungen allerdings Bedingung, dass Enkel (Rabattempfänger) und Großelter (Rabattschenker) in einem gemeinsamen Haushalt leben. Das ist bei uns nicht der Fall. Weitere Bedingung, dass ich den Wagen regelmäßig fahre ist leicht erfüllt, schließlich fahre ausschließlich ich ihn – seit 132.000 km. Die KFZ-Versicherung meiner Oma (Garanta) erklärte sich jedoch bereit, mir trotzdem den Rabatt zu überschreiben. Immerhin waren wir (meine Großeltern) ja schon viele Jahre dort Kunde. Nun handelt es sich bei dieser Versicherung – zumindest für mein Fahrzeug und den Landkreis München – nicht gerade um eine der günstigen. Daher habe ich mich mal im Internet umgeschaut und festgestellt, dass die HUK24 (die Online-Versicherung der HUK Coburg) deuuutlich preiswerter ist. Also einfach mal mit denen in Kontakt getreten, die Situation beschrieben (dass ich damals den Wagen übernommen habe, um meine Großeltern unterstützen zu können), dass ich Inschenör sei (das bringt heutzutage in der Autoversicherung schon Vorteile) und siehe da: ein paar Tage später bekam ich eine E-Mail, dass man kulanterweise auf die Bedingung der häuslichen Gemeinschaft verzichten würde und ich somit als Neukunde willkommen wäre. Sehr schön! So konnte ich also bei einer günstigen Versicherung direkt mit der SF11 (Schadensfreiheitsklasse – 11 unfallfreie Jahre), was 45% entspricht, einsteigen – also quasi so als hätte ich schon immer (minus einem Jahr) ein Auto versichert.

Das musste allerdings noch dieses Jahr passieren. Somit war gestern also, wie könnte es anders sein 😉 wiedermal der allerallerallerletzte Drücker. Und nachdem ich schon Horrorgeschichten von der Münchner KFZ-Zulassungsstelle und Warteschlange, die jeden Ex-DDR-Bürger in Erinnerungen schwelgen lassen, gehört hatte, sind wir gleich um 7 dort gewesen (die haben doch tatsächlich nur bis 12 Uhr geöffnet)… und sogar die allerersten für den Buchstaben K (wie Köhler). Tja – und seit 7:30 Uhr etwa bin ich nun stolzer Eigentümer (nicht mehr nur Besitzer) eines PKWs. Laut Papieren soll der zwar Weiß sein, aber das ist mir worscht.

Das war’s also mit IK (Ilmkreis)-Kennzeichen. Nun habe ich M-RY 8058. Nein kein Wunschkennzeichen, aber mit sehr viel Phantasie könnte man das RY als Schreibfehler von Rudolstadt, meiner Heimatstadt, verstehen (ehemals Kennzeichen RU)… Rydolstadt ehmd – kennt doch jeder… Einen Nachteil hat das ganze allerdings: mein Bonus in den Augen der anderen Autofahrer als Auswärtiger auf den Münchner Straßen ist nun dahin. Naja ich werde mich schon durchzusetzen wissen…

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