Wie findet man mich?

Rubrik:  in eigener Sache  ·  Autor:  Zappelfillip23. Januar 2006, 12:02 Uhr

Was ist wohl das Interessanteste an einem Webseiten-Statistik-Tool? Ich dachte immer, zu wissen wieviele Besucher man pro Tag hat, wie sie zeitlich verteilt kommen und vielleicht noch, welchen Browser sie nutzen. Seit ich ein solches Tool nutze, hat sich das aber grundlegend geändert. Jeden Tag schaue ich mehrmals voller Spannung und Erwartung in die Referer und Suchphrasen. Bei ersterem wird mir angezeigt, von welchen anderen Seiten Besucher zu mir kommen – also wer auf zappelfillip.de verlinkt. Zweiteres ist sogar noch unterhaltsamer. Dort kann ich sehen, welche Suchbegriffe oder -phrasen ein Internetsurfer in einer der vielen Suchmaschinen eingegeben hat und als eines der Ergebnisse meine Seite angezeigt bekommt. Interessant ist dabei zum einen, durch welche Suchbegriffe überhaupt meine Seite gefunden wird. Das kann manchmal schon richtig überraschend sein, Wörter die man gar nicht bewusst gewählt hat. Noch lustiger ist es aber, zu sehen, nach welchen Wörtern Leute überhaupt suchen. Und was soll ich sagen: Sex sells immmernoch am meisten! ;)

Suchphrasen die zu zappelfillip.de führten

Das letzte (Platz 10) habe ich angestrichen, um zu zeigen, wie man in einer Suchmaschine nicht suchen sollte. Durch diese Masse von vor allem Füllwörtern wird die Suche sehr ungenau und entsprechend schlecht können die Suchergebnisse werden. So erhält man gegebenenfalls nur Seiten, die eigentlich gar nix mit der Frage oder dem Problem zu tun haben oder man erhält womöglich gar kein Ergebnis, weil es einfach zu viele Wörter sind.. Abgesehen davon berücksichtigt Google viele häufig in einer Sprache vorkommende Wörter gar nicht, wie zum Beispiel und, für, der, bei, auf

 

Erste Brille ferdsch

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip23. Januar 2006, 11:13 Uhr

Ich frage mich gerade: Wieso bekomme ich an einem Sonntag, einem traditionell arbeitsfreien Tag, eine SMS von Apollo Optik mit der Nachricht, meine Brille sei fertig?

Natürlich freue ich mich darüber, denn so waren es statt der angekündigten 10 Werktage nur 4 für das Herstellen und Einschleifen der neuen Gläser in meine Fassung. Allerdings warum bekomme ich die Info sonntags? Müssen die bei Apollo in Dreischicht rund um die Uhr arbeiten? Oder werden die Gläser von kleinen Kindern in nichtchristlichen Billiglohnländern nachts unter Wasser mundgeschliffen und eingepasst? Die tun mir leid. Wegen meiner Brille braucht keiner am Wochenende zu arbeiten. Basta! Das werde ich wohl heute der Magdalena W. (meine Beraterin Bearbeiterin laut Abholschein) aus meiner Apollo-Filiale mal sagen. Und dann gleich noch über 60 € für die Brille dortlassen und meine zweite ebenfalls für neue Gläser abgeben. Und wehe, da kommt die SMS wieder am Sonndach… ;)

 

Kühl im Schatten

Rubrik:  Abenteuer München  ·  Autor:  Zappelfillip23. Januar 2006, 10:00 Uhr

Zwar nur halb so kalt wie bei Karsten aber trotzdem auch frisch hier in München! … Möchte mich aber sofort für den Ausdruck „halb so kalt“ entschuldigen, denn was bitteschön ist halb so kalt oder doppelt so warm!? Was ist halb so kalt von 0 °C? Gibt’s nämlich gar nicht! ;)

Münchner Kälte

[Quelle: wetter.com]

 

Gedanken auf dem Weg zur Arbeit

Rubrik:  Gefragt  ·  Autor:  Zappelfillip23. Januar 2006, 08:12 Uhr

Wer legt eigentlich die Geschwindigkeit von Rolltreppen fest? Gibt’s da einen nationalen oder gar internationalen Standard? Ist das so schnell, wie der Durchschnittsmensch auch zu Fuß Treppe steigt? Und überhaupt! Warum schafft man es in Zeiten von Hightech nicht, dass sich endlich Treppenstufen und Handlauf bei Rolltreppen exakt gleich schnell bewegen?

Nachtrag – zwischenzeitlich auf Arbeit eingetroffen

Und warum, bitteschön, laufen Rolltreppen (besonders die Wechseltreppen in den U-Bahnhöfen) immer in die Richtung, in die ich gerade nicht möchte? Zum verzweifeln! Zum Glück bin ich noch ein junger Hirsch…

 

Familie Blind

Rubrik:  Abenteuer München  ·  Autor:  Zappelfillip22. Januar 2006, 18:43 Uhr

HauseingangDas Haus, in dem ich in München wohne, beherbergt ziemlich viele Leute. Wie auf diesem Bild anhand der Anzahl der Klingeln zu erkennen, gibt es 22 Parteien. Familien möchte ich es mal nicht nennen, da alle Zimmer in allen Wohnungen einzeln vermietet werden. Es sind also alles zusammengewürftelte WGs.

Aber sind es wirklich 22 Parteien bzw. Wohnungen? Diese Frage muss ich wohl eindeutig mit „Nein“ beantworten. Schaut Euch mal das zweite Bild an. Ganz unten rechts auf der Klingelplatte stehen als Bewohner die Familie Blind. Hinter diesem Namen verbirgt sich allerdings überhaupt keine Klingel. Vielmehr ist dies ein Geheimknopf – getarnt hinter dem unscheinbaren Namen „Blind“. Im Nachhinein macht der Name sogar Sinn.

Familie BlindNun aber noch kurz zum Sinn dieses Klingelkopfes: Betätigt man ihn, vernimmt man unvermittelt das typische Brummen eines elektrischen Türöffners. Und tatsächlich! Drückt man gleichzeitig gegen die Tür, so lässt sich diese öffnen obwohl sie eben noch fest verschlossen war. Angenehm für die Bewohner: ich muss nicht mehr minutenlang frierend, nach dem Schlüssel kramend vor der Haustür stehen sondern ein einfacher Druck auf die Blind-Klingel gewährt mir Einlass. Warum ich den „Geheimknopf“ hier so öffentlich mache? Schließlich stellt eine nicht von außen zu öffnende Tür eine gewisse Sicherheit dar. Nunja – mein Vermieter präsentierte mir bereits bei der Wohnungsbesichtung (noch kein Vertrag oder so) voller Stolz diese „Klingel“ mit dem Hinweis, es all meinen Freunden und Besuchern zu sagen, dass sie nicht klingeln müssten sondern ein Druck auf diesen Knopf ihnen die Tür öffnet. Also von Sicherheit kann keine Rede sein. Es weiß sowieso jeder! Jeder kennt den Knopf. Abgesehen davon, lohnt sich das Ausrauben eines Hauses, in dem nur Studenten wohnen wohl auch kaum. Da ist eh nix zu holen! Also falls ihr mal bei mir vorbeischauen wollt: Einfach bei Familie Blind klingeln, die lassen Euch rein. ;)

 

Steter Tropfen höhlt den Stein

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip22. Januar 2006, 17:41 Uhr

SchaumbadHeute war, wie wahrscheinlich bei den meisten guten Deutschen, Badetag! Juhuuu! Endlich mal wieder schön in warmem Wasser ausstrecken… naja soweit möglich mit knapp 2 Metern Länge ;) Irgendein Körperteil ragt immer raus und friert dann. Egal!

Heute war es also dann mal wieder soweit. Wasserhahn voll aufgedreht, Wunschtemperatur eingeregelt und erstmal laufen lassen. Die Temperatur bzw. die Position des Wasserhahns musste allerdings heute ziemlich hoch gestellt werden, damit auch tatsächlich warmes Wasser rauskommt. Hat mich aber nicht weiter beunruhigt… Hätte es aber mal sollen! Denn als ich nach ein paar Minuten und einem Tässchen Kaffee, meiner Kleidung entledigt, zurückkam und frohen Mutes in die Fluten stieg, stellte ich mit Entsetzen eine Wassertemperatur von bestenfalls gefühlten 20 °C fest – also eisekalt. Mist! Hat da etwa die ganze Hausgemeinschaft zur gleichen Zeit gebadet oder ist der Wassererhitzer im Keller futsch? Zeit, darüber nachzudenken hatte ich nicht. Schließlich galt es, meinen Astralkörper vor Auskühlung zu schützen. Natürlich konnte ich nun, nass wie ich bereits war, nicht mehr einfach so der Wanne entsteigen. Also rief ich unter vollem Körpereinsatz nach Sandra, um ihr mein Leid zu klagen. Ich einem anschließenden Brainstorming kamen wir zu einer einfachen wie genialen Lösung des Problems. Warmes Wasser aus der Küche!

Beim Versuch, dieses in die Tat umzusetzen, mussten wir jedoch schmerzlich feststellen, dass da ebenfalls kein warmes Wasser mehr aus der Wand kam. Mist! Also setzten wir uns erneut zusammen – ich weiterhin in der Wanne, Sandra auf dem Rand selbiger. Schließlich entschlossen wir uns zur zweitbesten Idee: Wasser im Wasserkocher und auf dem Herd erwärmen und zum bereits vorhandenen Wasser der Wanne hinzugeben. Gesagt, getan! Ich konnte ja immernoch nicht aus der Wanne, aber Sandra setzte diese Idee unter vollem Körpereinsatz in die Tat um. Und nach 3 mal anderthalb Litern kochendem Wasser aus dem Wasserkocher, jeweils einer Füllung des größten und zweitgrößten Kochtopfes, den wir besitzen, war dann eine angenehme Wassertemperatur im Inneren der Wanne erreicht. Den Inhalt des drittgrößten Topfes hatten wir leider umsonst erwärmt. Hätten wir diesen auch noch hinzugegeben, wäre es wohl eine gute Suppe geworden – Verbrühung inklusive. Aber so konnte das Badevergnügen beginnen…

Und wie man es von Murphy kennt, war natürlich direkt nach dieser schweißtreibenden Wasser-aus-der-Küche-ins-Bad Bewegung das warme Wasser aus dem Hahn wieder da :evil:

 

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