Brechfest!

Rubrik:  Geärgert  ·  Autor:  Zappelfillip27. Februar 2006, 19:18 Uhr

Nachdem sich alle möglichen Blogs aktuell ausgiebig der fünften Jahreszeit widmen, dabei entweder in großes Gezeter oder Lobhudelei verfallen, möchte ich dieses Thema ausnahmsweise mal nicht weiter breittreten. Faschings- und Fluchtgeschichten könnt ihr woanders lesen und, dank Podcasts, auch hören. Daher von mir nur ein ebenso kurzes wie gewähltes Statement: Ich hasse Fasching!!! Dieses Pseudo-Spaß-Getue geht mir aber sowas von auf den Sack, dass ich heute schon ganz breitbeinig über den Stachus laufen musste. Ich danke Gott und meinen Eltern dafür, dass ich in einer Gegend aufwachsen durfte, in der sich nur die Kinder (dafür aber mit großer Freude und Enthusiasmus) verkleiden und rumkaspern. Sobald man aber die magische Schwelle von 15 Jahren überschreitet, sollte der Mist dann aber auch vorbei sein. Also wie bekloppt muss man eigentlich sein, sich freiwillig das Gesicht dick anzumalen – ohne dabei Dolly Buster zu heißen – sich einen unfassbar grenzdebilen Hut aufzusetzen und dann vor einer Bühne mit noch mehr Bekloppten rumzuhampeln? Noch besser sind die mit Herzchen auffer Wange, goldglänzender Perücke, Clownskostüm und Fahne bis zum Mond. Die Geschlossene lässt grüßen! Überhaupt ist das doch wieder nur eine Festivität für Kiddies, um sich das allerletzte, nach Silvester noch übrig gebliebene Quäntchen Hirnmasse rauszuspülen. Unfassbar! Auf dem Stachus war sooo viel „gute Laune“, dass ich sie nichtmal durch Lauterstellen meines MP3-Player unhörbar machen konnte. Aber wenigstens hatte ich mal wieder was zu schmunzeln. Wie da 20 Mann sich zum Bratklops gemacht haben und alle anderen total desinteressiert vorbeiliefen. Hoffentlich ist der Mist bald vorbei… und hoffentlich muss ich nie nach Köln oder Düsseldorf oder Mainz oder wie diese „Hochburgen“ alle heißen, wenn da Halligalli ist. Ich bin ein Faschingsmuffel – aber allererster Güte!

 

27. Februar 2006

Rubrik:  Abenteuer München  ·  Autor:  Zappelfillip27. Februar 2006, 09:08 Uhr

MoBlog-Bild

Etwas diesig aber grundsätzlich Sonnenschein in München. Hat auch nochmal ein bissl geschneit heute Nacht.

 

Ich hab’s ja gewusst

Rubrik:  Erhascht  ·  Autor:  Zappelfillip27. Februar 2006, 00:44 Uhr

Die Vogelgrippe hat am soeben zuende gegangenen Wochenende den Süden unseres Landes erreicht!? Überrascht mich gar nicht! Ich hab’s irgendwie schon im Sommer gespürt, auch wenn es ein anderer See war. :lol:

 

RAR

Rubrik:  Abenteuer München  ·  Autor:  Zappelfillip23. Februar 2006, 23:44 Uhr

Reflexionsarmer RaumDa sich die Firma, in der ich ja nun seit knapp 2 Wochen mit unvermindert anhaltender Begeisterung arbeite, als großer Dienstleister im Bereich der Akustik tätig ist (unter anderem), haben wir natürlich auch einen reflexionsarmen Raum, kurz RAR (auch schalldichter Raum genannt). Dies ist ein Raum, der akustisch vom Rest des Gebäudes entkoppelt ist – er „schwebt“ quasi im Gebäude bzw. steht nur auf Schalldämpfern. Somit können Vibrationen nicht von außen eindringen, die ja im Inneren als Schall wahrgenommen werden könnten. Außerdem besitzt er sehr dicke Wände, an denen im Inneren auf der kompletten Fläche (außer dem Boden) Keile aus Schaumstoff angebracht sind. Diese dienen verschlucken den Schall sozusagen, das heißt es gibt idealerweise innerhalb des Raumes keine Reflexionen. Solche Räume dienen dazu, genaue akustische Messungen vorzunehmen, denn so ist es möglich, die Eigenschaften eines Gerätes (Musikanlage, Fernseher, MP3-Player und natürlich alle möglichen Bereiche der Industrie) unabhängig von seiner Umgebung zu messen und zu überprüfen. Schließlich würde Reflexionen des Raumes ja auch das Messergebnis verfälschen. Nun aber genug der Theorie. Wollte eigentlich eher mal davon berichten, dass ich heute erstmals tatsächlich Messungen in diesem Raum vorgenommen habe und ich muss sagen, diesen Raum zu betreten ist durchaus eine interessante Erfahrung. Es ist nämlich für das Ohr des Menschen (oder wen auch immer) sehr ungewohnt, in einer (fast) völlig reflexionsfreien Umgebung zu sein, in der außerdem absolute Stille herrscht. Schließlich haben wir in unserer Umgebung immer auch Geräusche und vor allem auch unzählige Reflexionen dieser. In diesem Raum ist das aber eben nicht der Fall. Wenn man spricht oder sonstwie Töne erzeugt ;), klingt das total trocken. Man hat ständig das Gefühl, Druck auf den Ohren zu haben – so still ist es. Du kannst brüllen wie die Hölle, außerhalb hört es keiner und überhaupt klingt es nicht sonderlich männlich, weil leise. Da merkt man erstmal, wie sehr Reflexionen etwas verstärken. Nun gut – wirklich erklären kann man es nicht, aber es ist echt beeindruckend. Lange möchte man es darin nicht aushalten, so ungewohnt ist das.
Also liebe zukünftige Kunden: wir haben ein ganz modernen RAR, in dem Ihr viele Dinge hochprofessionell machen lassen könnt… nur mal so…

 

Türschild

Rubrik:  MoBlog  ·  Autor:  Zappelfillip23. Februar 2006, 14:18 Uhr

MoBlog-Bild

So – nun hätte ich also auch ein Türschild. Jetzt kann jeder sehen, dass ich in dem Büro wohne. Bislang stand da noch „Praktikantenzimmer“ dran und diesen Status habe ich ja nun endlich hinter mir gelassen. ;-)

 

Autos gestapelt

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip23. Februar 2006, 00:23 Uhr

Interessantes TiefgaragenkonzeptHeut hab’sch mal wieder was mir vollkommen Neues erlebt bzw. gesehen. Also so vom Hörensagen war mir das schon ein Begriff aber leibhaftig erlebt hatte ich es bis dato nicht. Und zwar geht es um eine sogenannte Doppeltiefgarage. „Doppelt“ hierbei nicht im Sinne von mehreren Etagen, sondern 2 Autos werden übereinander innerhalb eines Stockwerks gestellt. An sich ein wirklich cleveres Konzept, um fast zweimal so viele Autos auf gleichbleibendem Platz unterzubringen. Man braucht zwar insgesamt etwas mehr Höhe als eine normale Etage aber eben nicht zwei Stockwerke. Schaut Euch einfach das Foto an und ihr versteht schon. Natürlich kommt man auch jederzeit an sein Auto – per Hydraulik kann die Bühne hoch bzw. runter gefahren werden. Hier sieht man sie oben, sodass das untere Auto (der Opel Corsa) herausfahren kann. Im Hintergrund (rechts) ist im Gegensatz dazu eine Bühne in der unteren Position zu sehen. Es könnte also das obere Auto ausfahren (wenn da eins stehen würde).

Übrigens ist die Ein- und Ausfahrt in die untere Bucht ziemlich steil (sieht man auf dem Bild nicht so gut). Ungeübte rollen dabei offensichtlich gern nach unten. Man sieht es nämlich deutlich an der Betonwand: allerhand bunte Farbtupfer und -streifen von diversen Stoßstangen und die großen dicken Lüftungsrohre, die dort verlaufen, sind ordentlich eingebeult. ;)
Da hat man es beim Einfahren in die obere Bucht schon leichter, denn es geht bergan. Dafür muss man aber einen Keil überfahren der anschließend das Auto vor dem Zurückrollen schützen soll. Die weißen Schilder an den Betonsäulen weisen übrigens auf die Knöpfe hin, mit denen die Bühnen hoch bzw. runtergefahren werden. In jede Bucht passen 2 Autos nebeneinander – also 4 Autos pro Bühne. Allerdings stehen die beiden Autos ziemlich eng nebeneinander, weshalb ich sehr froh bin, dass ich so dünne bin. Denn als rundlichere Person ist es schon schwer, aus der sich nicht weit zu öffnenden Tür zu winden. Und noch ein Manko: mein Honda ist (serienmäßig) schon so tief, dass er mit der Frontschürze leicht aufgesetzt hat, als ich rückwärts aus der oberen Etage ausgefahren bin – ist eben auch recht steil. Naja Großstädter kennen das Prinzip sicher schon längst und mögen mich belächeln. Mir, als Provinzler, war es bislang nicht bekannt. Sowas könnte ich in meiner Wohngegend gebrauchen. Dann hätte ich nicht mehr das Parkproblem (heute musste ich wieder ewig suchen :x)

 

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