Rubrik:  MoBlog  ·  Autor:  Zappelfillip31. März 2006, 17:43 Uhr

Scheiße, verlaufen! Ersetze Buschmesser Stadtplan durch Motorkettensäge Navigations-PDA. Zum Glück hab ich den immer am Mann. Kann nur besser werden. Ich finde sie – die U-Bahn. Ihr werdet’s sehen! Dann lacht keiner mehr. Euch werd ich’s schon zeigen!

Nachtrag 19:35 Uhr

Just als ich diese Worte schrieb, purzelte ich – unaufmerksam wie ich bin – die Treppe zur U-Bahn-Station „Friedenheimer Straße“ hinab. Leider war es eine nach oben fahrende Rolltreppe, weshalb ich fiel und fiel und rollte und fiel. Ich würde wohl jetzt noch stürzen, wäre ich nicht an einer dicken Frau hängen geblieben, die die Treppenbreite für sich einnahm. Glück gehabt! Immerhin habe ich doch noch die U-Bahn gefunden.

 

Werkstatt

Rubrik:  MoBlog  ·  Autor:  Zappelfillip31. März 2006, 17:12 Uhr

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So – das Auto ist in der Werkstatt abgegeben. Nun sollen sie mal was tun für ihre 750€. Die Thekendame meinte noch so in einem Nebensatz, dass es ja dann hoffentlich morgen fertig sei. Ich sagte sogleich zu ihr, dass sie das „hoffentlich“ gleich wieder runterschlucken könne. Es muss! Genau deshalb habe ich ja schließlich den Termin für Samstag, weil ich das Auto unter der Woche brauche. Sie hat es dann freundlicherweise auch wieder zurückgenommen.
Anschließend gab sie mir den Abholschein mit den Worten, diesen solle ich morgen unbedingt wieder mitbringen. Sie wäre dann zwar auch wieder da, aber wie ich aussehe, hätte sie bis dahin schon längst wieder vergessen. Wie bitte!? Geht’s noch? So nicht, Frollein! Ich bin der Enkel vom Charming-Billy! Hab sie dann rechts und links am Kopf gepackt und zärtlich, aber bestimmt über den Tresen gezogen. Meinem quasi unwiderstehlichsten In-die-Augen-guck konnte sie sich nur mittels einer Ohrfeige entziehen. Aber das tat sie lediglich, um vor Kollegen und den anderen Kunden emanzisch zu wirken. Sie war Butter in meinen Händen… bestimmt… Sie meinte dann nämlich zur Verabschiedung, dass sie mich anrufen würde… wenn das Auto morgen vor 16 Uhr fertig sei. Merkste was?! Die war spitz wie Nachbars Lumpi. Es geht doch nichts über gute Menschenkenntnis. Ich hab’s schon irgendwie drauf. ;)

Jetzt kämpfe ich mich erstmal mit meinem Buschmesser Stadtplan zur U-Bahn durch – Laim ist die nächste. Melde mich dann wieder aus der Sendezentrale…

Nachtrag 19:23 Uhr

Ich sach’s Euch – so einen Aufsatz per Handytastatur einzugeben, ist ein ziemlicher Sackgang. Ich brauch’nen Moblog-Computer. Mit komfortabler Tastatur für unterwegs…

 

Sand zwischen den Fingern

Rubrik:  in eigener Sache  ·  Autor:  Zappelfillip30. März 2006, 23:40 Uhr

Zuerst einmal lasst mich sagen, ich habe gerade mein erstes richtiges, komplettes Monatsgehalt auf meinem Konto vorgefunden. Herrlich! Sieht schonmal gar nicht schlecht aus. Ist bis auf ein paar Taler sogar das, was ich mittels Netto-Brutto-Rechner im Internet errechnet hatte. Die Differenz wird wohl das Mittagessen sein, welches uns gleich vom Gehalt abgezogen wird – natürlich nur sofern wir auch tatsächlich „kantiniert“ haben. Nunja, aber wie das immer so ist: da wo Resourcen vorhanden sind, findet sich auch schnell jemand, der sie für sich beansprucht. Es ist schon seltsam. Kaum is’ man mal aus dem gröbsten raus, geht es munter weiter. Ich habe das Gefühl, egal wieviel Knete einem zur Verfügung steht – die Zahl der Handaufhalter steigt proportional mit. Am Ende hat man wahrscheinlich immer gleich viel zum Leben zur Verfügung. Der Grund, warum sich möglicherweise einige Arbeitslose auf die faule Haut legen und sich fragen »Wofür überhaupt?« Aber ich möchte gar keine Grundsatzdiskussion führen.

Vielmehr wollte ich berichten, wie mein kleines süßes, gerade neugeborenes Gehalt gleich wieder schmaler gemacht werden soll. Zunächst habe ich morgen einen Termin in der Werkstatt. Bei meinem feuerroten Spielmobil sind einige wichtige Sachen fällig, z. B. muss der Zahnriemen gewechselt werden (wichtig um einen Motorschaden zu vermeiden), die vorderen Bremsen müssen komplett erneuert werden (naja wer wie ich tausende Kilometer monatlich auf der Autobahn abspult…) und bei der Gelegenheit lasse ich auch gleich die um 100% überschrittenen Öl-, Zündkerzen, Luftfilterwechsel machen. Dies zusammen summiert sich schonmal auf ca. 750 € sofern nix weiteres hinzukommt. Habe das ungute Gefühl, dass auch die hinteren Bremsen einer Überholung bedürfen könnten. Naja ich lass mich mal überraschen…

So – damit ist die Sache aber noch nicht gegessen. Der Herr BaföG hat sich nämlich auch zwischenzeitlich gemeldet, als hätte er geahnt, dass ich jetzt mehr Taschengeld bekomme und möchte seinen Teil wiederhaben. Bin ein bissl erschrocken, wie viel Geld ich da bekommen haben soll während meines Studiums. Wenn man überlegt, dass ich davon ja nur die Hälfte zurückzahlen muss, das aber immer noch ein oooordentliches Sümmchen ist… Da könnte ich mir ja glatt ein dutzend meiner Monitor kaufen und einen Kreis um mich herum bilden. Macht zwar keinen Sinn, aber klingt beeindruckend… finde ich… kann ich aber eben nicht, weil BaföG zurückzahlen. Aber trotzdem danke lieber Staat, dass Du mich unterstützt hast!

Nuja und ansonsten noch mein Aufruf: Falls irgendjemand denkt, auch noch Geld von mir nehmen zu wollen, kann er sich einfach mal unverbindlich melden. Wenn noch fünfmarksiebzisch übrig sind, gebe ich gern ab. Bin ja das Darben gewohnt ;)

 

Klugscheißerei

Rubrik:  Angemerkt  ·  Autor:  Zappelfillip30. März 2006, 22:36 Uhr

Ist es ein Fluch oder Segen, bei/mit/unter einer Deutschlehrerin aufgewachsen zu sein? Ich meine, es hat natürlich einige Vorteile. So muss ich beispielsweise beim Schreiben nicht lange überlegen, ob es nun das oder dass/daß heißt. Kommasetzung ist nicht unbedingt ein Graus für mich. Meist setze ich sie instinktiv zumindest halbwegs richtig. Genauso ist bei mir der Dativ nicht zwangsläufig dem Genitiv sein Tod (übrigens heißt es „der Tod“ aber „Er ist tot“ – nur so…) – was nicht heißen soll, dass es mir nicht auch passiert. Aber irgendwie merke ich es in den meisten Fällen dann doch noch. Am meisten geprägt hat mich allerdings der Kram mit dem als und wo. Ersteres verwendet man ja im zeitlichen Sinne, wohingegen „wo“ den Ort beschreibt. Gerade aber in meiner Heimatgegend ist es absolut verbreitet, fast ausschließlich wo zu verwenden. Also anstatt zu sagen »Kannst du dich noch erinnern, als wir damals zusammen beim Abi-Abschlussball waren?« fragt man bei uns ganz oft »Kannst du dich noch erinnern, wo wir damals zusammen beim Abi-Abschlussball waren?«. Natürlich ist die zweite Version nicht grundsätzlich falsch. Aber sie fragt tatsächlich nach dem Ort – so als könne der Fragende sich nicht mehr erinnern und möchte eine Antwort, ob es nun in der Schule oder im Gemeindesaal war. Bei uns wäre aber gemeint, ob der Gefragte sich überhaupt noch daran erinnert, dass man zusammen beim Ball war. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Naja jedenfalls ist mir und Brüderchen dieser Fehler auch durchaus recht häufig passiert – also wo und als verwechselt. Allerdings drang bei jedem Mal irgendwo aus der großen Wohnung eine Erwachsenenstimme an unser Ohr, die uns sofort mit einem einfachen aber eindringlich gerufenen »Aaaaaaals!« verbesserte. Tja und so war auch dieser „Sprachfehler“ irgendwann behoben. Ich glaube, heute passiert mir das nicht mehr.

So und nun kommen wir aber zu den Nachteilen. So wie man etwas zuhause lernt, trägt man es anschließend auch in die Schule. Das heißt im Klartext: ich wurde ein Klugscheißer – natürlich ohne mir dessen bewusst zu sein oder es gar böse gemeint zu haben. Aber recht häufig (ich vermeide „ständig“) habe ich alle Kumpels um mich herum verbessert, wenn sie sich ebenfalls diesen Fehler erlaubten. Nun gut – weniger Freunde hatte ich dadurch nicht, aber man war nicht immer erfreut über meine Klugscheißerei ;)
Ein weiteres Überbleibsel ist das Wörtchen tun. Wenn ich höre, dass jemand dieses als Hilfsverb gebraucht (»Ich tu’ das mal wegbringen«), schmerzen meine Ohren und ich zucke unweigerlich ein wenig zusammen. Das finde ich wirklich ganz grauenvoll und es klingt so furchtbar unrund… Es gibt doch in der Psychologie bestimmt auch ein Fachwort für Klugscheißerei… los Frau Diplompsychologin mit Sondermegaschein für Suchttherapie – Fachwissen her!

Da fehlt ein „z“Und ähnlich zusammengezuckt bin ich vor ein paar Tagen, als ich nach meinen E-Mails bei Web.de geschaut habe und mich anschließend abmeldete. Man gelangt auf eine Seite, die immer ein großes Werbebanner zeigt. Zu diesem Zeitpunkt wurde ein Produkt von Dell angepriesen. Und da stach es mir wieder ins Auge: ein FEEEEEEEHLER. Es ist mir schleierhaft, wie soetwas passieren kann. Nein quatsch! Natürlich kann so etwas passieren – ich fabriziere selbst oft genug Tippfehler hier. Aber wenn ich etwas Offizielles schreiben würde, was an einen mir Fremden gehen soll, lese ich es doch zweimal durch oder lasse es ggf. sogar von einem Dritten gegenlesen – erst recht gilt dieses in der Geschäftswelt. Das Korrekturlesen ist bei uns auf Arbeit zum Glück sogar Pflicht bei Briefen und Berichten an Kunden. Naja und in Sachen Werbung finde ich nicht weniger wichtig. Denn für wie gewissenhaft halten mich als Firma die Leute (potentielle Kunden), wenn ich nichtmal meine Werbung fehlerfrei halten kann? Auch wenn ich es nicht wollte, ich finde es peinlich und es läßt das Ansehen der Firma bei mir eher sinken als steigen.

 

Feierabend

Rubrik:  MoBlog  ·  Autor:  Zappelfillip30. März 2006, 18:46 Uhr

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Wiedermal der Letzte (nicht das Letzte) auf Arbeit. Ich glaub, ich geh auch heim. Schreibtisch sieht zwar aus, wie der zuhause – aber wo gehobelt wird… na ihr wisst schon. Übrigens heute Morgen komischerweise ab der Donnersberger Brücke im Stau gestanden. Normalerweise hab ich überhaupt keine Probleme auf meiner Strecke zur Arbeit. Fahre glücklicherweise entgegen des Pendlerstroms und bin daher innerhalb 15-20 Minuten da. Nur heute war es mal dicht. Bisher hatte ich es nur einmal – an meinem ersten Arbeitstag. Die daraus resultierenden Ängste, ich hätte ein bitteres Los mit meiner Arbeitsstrecke haben sich ja aber nicht bewahrheitet… wenn das heute auch eine Ausnahme war. Interessiert keinen, was ich hier schreibe? Mir doch worscht! So is’ das ehmd, wemma keine Lust mehr hat und in Gedanken schon daheeme is‘. Nu aber – bis nachor… ;-)

 

Zugabe

Rubrik:  Gefragt  ·  Autor:  Zappelfillip29. März 2006, 21:24 Uhr

Der deutsche, oder allgemein der deutschsprachige Konzertbesucher ruft ja bei Gefallen zum Ende hin – gewöhnlich begleitet durch rhythmisches Händeklatschen – lautstark

»Ihr… könnt… nach… Hause gehn, ihr könnt nach Hause gehn« »Zu-ga-be, Zu-ga-be, Zu-ga-be…«

Was ruft aber eine englischsprachige Meute? »We want more« vielleicht? ;) Weiß das einer? Nur mal so…

 

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