Erste Entscheidung des Tages

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip25. Mai 2006, 08:59 Uhr

Kumpelbesuch:
»Hast Du mal nen Handspiegel oder sowas? Damit ich bissl hier hinten… die Haare hochmachen kann…«

Zappelfillip:
»Hmm… eigentlich nur so einen kleinen, aber der vergrößert sehr. Da wirste wohl nich’ viel sehen.«

Kumpelbesuch:
»Naja wir gehen ja eh nur zu den Nonnen

Und so haben heute zwei Herren beschlossen, gar nicht erst den Haarsex (=Haare stylen) zurecht zu machen. Wir gehen ja eh nur ins Kloster. Prost und schönen Männertag Euch allen!

PS: Der Wecker hat aber verdammt früh geklingelt.

 

Abbutze

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip24. Mai 2006, 21:57 Uhr

PutzfinkNu guckt Euch nur mal unseren kleinen Schmutz… äääh Putzfink an! Der Herr K. aus M. an der I. schwingt den Staubsauger schneller als die Kamera »knips« sagen kann. Wie’s nur kommt? Tjaja… der Herr K. bekommt heute Besuch. Und da muss ein solch kleines Zimmerchen hier natürlich sauber sein, damit man auch zu zweit noch annehmbar hausen kann. Außerdem muss ja noch eine zusätzliche Matratze auf dem Boden Platz haben. Aber dieser Zustand war zum Glück schnell hergestellt. Wegräumen der dreck’schen Wäsche in den dafür vorhandenen Korb hat schon gereicht.

Ach – wer jetzt denkt, ich erwarte Damenbesuch, den muss ich enttäuschen. Mein bester Kumpel aus der Heimat ist’s, der hier innerhalb der nächsten Stunden eintreffen wird. Aber auch dafür muss ich natürlich ein wenig grundreinigen. Naja jedenfalls wird er dann über das lange Wochenende hier sein – das erste mal in meiner bescheidenen Hütte. Ich werde zwar am Freitag nochmal in die Firma müssen, aber ich denke nur bis Middach rum. Ein wenig Brückentag möchte ich doch noch genießen. Aber davor ist morgen erstmal Wandern angesagt. Gemeinsam mit meinem alten Freund und Kupferstecher Weißwurstuni und dessen Freundesanhang werden wir morgen eine kleine Tour – natürlich zünftig zum Männer-, Vater- oder Sonstwietag – von Herrsching am Ammersee zum Kloster Andechs machen. Immer schön mit Päuschen zwischendurch – wir wollns ja nicht übertreiben :)

TaumelstreckeHier mal eine kurze Übersicht unserer geplanten Route (vielen Dank an WWU… und natürlich Google Erde). Freilich könnten wir einen direkten Weg von A nach B vorsehen… haben wir ja auch. Aber bei dem voraussichtlichen Alkoholpegel (meiner Mitstreiter! ;) ) werden wir wohl zwangsläufig die ein oder andere Sonderschleife drehen… deren Radius ist übrigens direkt proportional zum Blutgehalt im Alkohol – also je weniger Blut in den Alkoholadern der Probanden fließt, umso kleiner wird der Radius. Leider steigt aber auch die Anzahl der Schleifen. Köööönte also ein langer Tag werden. Naja ich bin fit wie‘n Turnschuh… Jeder rote Punkt auf der eingezeichneten Strecke steht für einen Pflichtboxenstop. Decke is’ schon eingepackt…

»Das Waaandern ist des Müllers Lust, das Waaaaaaaaaandern ist des Müllers Lust, das Waaahaaandern…«

Nachtrag 22:19 Uhr

Also mein kleiner süßer und überaus preiswerter Unterdruckbodenreiniger legt ja eine mopsfidele Saugkraft an den Tag – da geht mir als Mann ja richtig das Herz in der Hose auf. Herrlisch!

 

Na so wird das aber nix…

Rubrik:  MoBlog  ·  Autor:  Zappelfillip24. Mai 2006, 20:54 Uhr

Der kleine Herr Ballack

…mit dem Sieg der Weltmeisterschaft, Herr Ballack! Ich bin für mehr Muskelaufbautraining… und vielleicht noch das eine oder andere Gläschen Milch… :mrgreen:

Den Gottschalk hatte ich übrigens im November auch schon mal erwischt.

 

Schöner Moment

Rubrik:  Angemerkt  ·  Autor:  Zappelfillip24. Mai 2006, 15:18 Uhr

Wisst Ihr, was das geile an meinem Job ist? Also mal abgesehen von meiner laaangen Arbeitszeit… Gestern Abend beim surfen über ein interessantes neues Handy gestolpert, dabei so gedacht ›Damit würde Väterchens Ältester auch gern mal spielen‹ (ich liebe ja Technikspielereien und eierlegende Wollmilchsäue) und am nächsten Tag (also heute) festgestellt, dasses ein Kollege gerade zum Testen da hat. In diesen Momenten liebe ich es, Produktprüfer zu sein. Nie wieder etwas ins Blaue hinein kaufen.

 

Erledigt

Rubrik:  in eigener Sache  ·  Autor:  Zappelfillip23. Mai 2006, 22:37 Uhr

Tom mit Papierkram von der BankHeute konnte ich endlich mal meine To-Do-Liste wieder ein wenig auf den neuesten Stand bringen. Nachdem es doch erst nicht so recht lief wie eigentlich vorgenommen, sind nun doch einige Dinge erledigt. Vorletzte Woche habe ich einen Kündigungsbrief per Einschreiben an meine bisherige Krankenversicherung, die AOK Thüringen (derzeit 13,6% Beitragssatz), abgeschickt und eine Bestätigung dieser ist vor dem vergangenen Wochenende eingetroffen. Als neue Krankenkasse habe ich mir die IKK Direkt auserkoren. Das ist zwar nicht die allerbilligste gesetzliche Versicherung, die ich mit Wohn- und Arbeitssitz in Bayern nehmen kann, allerdings liegt sie mit 12% nur 0,1% über der KEH Krankenkasse Eintracht, welche den niedrigsten Prozentsatz für die Bayern aufweist. Noch preiswerter wäre es nur noch geworden, wenn ich weiterhin Thüringer geblieben wäre. Da hätte ich noch zur IKK Sachsen wechseln können. Diese hat nur 11,8% Beitragssatz. Aber das ging nicht wegen meines geplanten Wechsels der Bank – dafür musste ich Münchner Bürger sein. Und simmer mal ehrlich: wegen 0,2% mache ich nun kein Theater mehr! Abgesehen davon, dass man sich eigentlich sowieso innerhalb einer Woche nach Umzug anzumelden hat… bei mir warens ein paar Wochen mehr – bin ja schon seit September vergangenen Jahres hier.

Damit wäre auch schon der nächste Punkt erwähnt – eben besagte Ummeldung des Wohnsitzes nach München. Der dritte ist der Wechsel meiner Bank nach fast 16 Jahren. Jawoll – zu meinem 14. Geburtstag (gleichzeitig Tag der Währungsunion in Deutschland) bekam ich mein erstes Konto. Bei der Deutschen Bank in Rudolstadt. Dorhin wurde fortan mein Taschengeld überwiesen und ich konnte es mittels Kundenkarte (ec-Karte gibt’s ja erst mit 18) verwalten abheben. Nunja und dort bin ich seither geblieben. Grundsätzlich war ich auch immer sehr zufrieden, nur jetzt ist es an der Zeit (als Nichtstudent), dass ich horrende Kontoführungsgebühren zahlen müsste. Und da ich meine Bankgeschäfte sowieso seit Jahren nur noch online abwickle habe ich mich entschieden, zur DKB – der Deutschen Kreditbank AG – zu wechseln. Sehr gute Konditionen: kostenlose Visakarte, weltweit kostenlos Bargeld abheben, 2,8% Verzinsung ab dem ersten Euro mit täglicher Verfügbarkeit etc. Der Wechsel gestaltete sich allerdings alles andere als einfach (einen ersten Teil kann man bereits hier lesen, Fortsetzung folgt noch), ist jedoch mit dem heutigen Tage vollzogen. Ich erhielt gleich 3 Briefe mit allerlei verschiedenen Karten, PINs und Daten. Nun beginnt aber leider noch eine richtige Herausforderung. Ich muss nämlich penibel genau herausfinden, wen und was ich von meiner neuen Kontoverbindung unterrichten muss und sollte dies im Anschluss auch tunlichst einleiten. Als kleine Gedächtnisstütze für mich selbst, fasse ich mal zusammen:

» WEITERLESEN…

 

Rückwärts rein

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip23. Mai 2006, 13:45 Uhr

NikolaushausWer wie ich in einer Großstadt wohnt, dabei jeden Tag mit dem Auto den Weg zur Arbeit antritt und gleichzeitig bei eklatanter Parkplatznot keinen festen Stellplatz zur Verfügung hat, lernt zwangsläufig einige grundlegende Dinge ziemlich schnell. Auf jeden Fall mal eine effiziente Route durch das eigene Wohngebiet, um in möglichst kurzer Zeit sehr viele potentielle Parkplatzplätze (jaja doppelt gemoppelt) abzugrasen. Zu beachten ist dabei, ja keine Seitenstraße doppelt zu fahren, schließlich ist Redundanz in diesem Fall eher sinnlos und man möchte ja dem Gegner – also anderen Autofahrern – keinen möglicherweise freien Parkplatz in der nächsten Straße überlassen. Eine solche Route habe ich für mich gefunden. Dabei hat sich für quasi eine geöffnete 8 als Optimum herausgestellt. Ist ein bisschen wie „ich-mal‘-ein-Haus-vom-Nikolaus“, also das Zeichnen eines stilisierten Häuschens mit nur einem Strich (ohne Absetzen). Kennt jeder! Ich biege jedenfalls am Platz der Freiheit in die Jutastraße ein, fahre diese bis zum Ende, lasse dabei meinen luchsartigen Blick gleichzeitig rechts und links entlang der parkenden Autos schweifen, jede noch so kleine Lücke dabei auf Parkplatzfähigkeit scannend um dann am Ende der Jutastraße rechts… naja egal… ich werde hier ja nicht meine geilen Tricks verraten. Wäre ich ja schön blöd. Dann zeigt ihr mir alle nen Vogel und schnappt mir die schönen Plätze weg… Also man lernt jedenfalls die effiziente Parkplatzsuche.

Das ist aber nicht alles. Weiter bzw. richtig los geht’s ja erst, nachdem man eine geeignete Autolücke gefunden hat. Zuerst einmal muss man sie wahrscheinlich vehement mindestens mittels gesetztem Blinker, wahrscheinlich aber noch unterstützt durch einen bösen Blick via Rückspiegel gegen den auf den Fersen folgenden anderen Autofahrer verteidigen, der natürlich ähnlich verzweifelt wie man selbst auf der Suche ist. Auch eine leichte drohende Geste mit der Faust kann hilfreich sein. Notfalls durch’s leicht geöffnete Seitenfenster ein entrüstetes »Ejeeeeee – geh weg!« rufen. Muss aber schon männlich klingen… ein wenig… Nur wenn’s der Goldkettchen-Kalle in seinem alten Cadillac ist, wäre ich etwas vorsichtiger. Der hat’s nich’ so mit Diskussionen mündlicher Art. Aber mit seiner Riesenschüssel passt der eh nicht in normale Parklücken…

Hat man dann sein Fleckchen erfolgreich erobert, beginnt zwangsläufig der eigentliche Einparkvorgang, „Rangur“ genannt. Und da sind wir auch schon beim nächsten schnell Erernten. Ich war natürlich, bis auf ganz wenige Ausnahmen, schon immer ein phantastischer Einparker – keine Frage. Hab’ das ja auch schon des öfteren erwähnt… muss auch immermal wieder betont werden… damit ich’s nich’ vergesse… Mittlerweile parke ich aber sogar in Lücken erfolgreich ohne andere Autos zu beschädigen ein, die rein physisch kleiner sind als mein Honda. Klingt unmöglich, is’ aber so… quasi Hexerei… Dummerweise hat dieses aber bewirkt, dass ich jetzt leichte Probleme habe, in normalgroße bis riesige Parklücken – eigentlich geeignet für Sattelzüge und Reisebusse – in einem Zug einzuparken. Bescheuert! Aber am Wochenende war ich mal wieder daheeme und entdeckte bei Ankunft am Samstag voller Freude eine Lücke direkt vor dem elterlichen Haus. Herrlich weitläufig, fast die Größe der „Queen Mary II“ (nein nicht die hierdas Ding meine ich!) und durchaus geeignet, ein zweites Tatschmahall hinzubauen… leider hammer aber kein Geld mehr dafür… der Börsencrash, ihr wisst schon… egal…

Da ich mich strikt weigere, ein Vorwärtseinparker zu sein, begann ich also frohgemut mit dem obligatorischen Rückwärtseinparken. Dieser Versuch endete leider mit 2 verbleibenden Rädern auf der Straße einerseits und einem hochrotem Kopf andererseits. Ich stand viel zu weit draußen! Ein kurzer, leicht verängstigter Blick nach unten beruhigte mich aber sofort wieder ein wenig. Mir waren noch keine Brüste gewachsen – das konnte es also nicht sei! Puuuuh… Erbärmlich war es allemal, sag‘ ich Euch. Lernst Du das eine, verlernste gleichzeitig das andere. Um mir weitere Scham zu ersparen, beschloss ich, im Blumenkübel vor der Hofeinfahrt einzuparken – der ist so herrlich klein. Nein Quatsch! Nach einem weiteren Versuch inklusive einiger Vorwärts- und Rückwärs-Rangierer stand ich dann doch erfolgreich und in bester Fahrschulmanier in der Megalücke… leider nicht ohne gleichzeitig ein wenig Amüsement für meine Familie gewesen zu sein, die dieses Spektakel bereits vom Fenster aus genoss. Zu spät! Noch einmal zog ich meinen BH zurecht (ich glaub, ich bin allergisch auf den verdammten Verschluss), entstieg mit einem schnippischen Kopfschwung meinem Wagen und stöckelte Richtung Haustür. Zum Trost ein Gläschen Prosecco getrunken. Stößchen!

 

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