Was ist dekadent?
Ein halbes frisches Brot für 4,05 € zu kaufen und dann zu beschließen »Ach ich hol‘ mir ’nen Döner«. „Kosten-Leistungsrechnung“, „Unternehmensführung“ und „Rechnungswesen“ 6! Setzen! Naja ich hab’s ja…
Ein halbes frisches Brot für 4,05 € zu kaufen und dann zu beschließen »Ach ich hol‘ mir ’nen Döner«. „Kosten-Leistungsrechnung“, „Unternehmensführung“ und „Rechnungswesen“ 6! Setzen! Naja ich hab’s ja…
Ein Shirt mit der Aufschrift „Born to be sexy“ über der weiblichen Brust kann der Wahrheit entsprechen, kann erotisch oder billig wirken… muss aber nicht! Es kann auch zum Schmunzeln anregen. Vor allem wenn besagtes Shirt der Größe S einen Körper Größe XXL zu beherbergen versucht und ich unweigerlich abwechselnd an eine Badeinsel zum Aufpusten und ein Stück Butter in der Sonne denken muss. Apropos: ich muss noch einkaufen…
Ich bin ja wirklich vielen Dingen sehr aufgeschlossen, aber heute hat’s mir echt gereicht. Zumindest hier in München, aber wahrscheinlich in ganz WM-Land überhaupt, war ja wunderschönes Wetter. Schönster Sonnenschein, wenn auch noch nicht soooo richtig sommerlich warm – ich will es heiß. Naja jedenfalls beschloss ich, nach Ende des Formel 1-Rennens in Silverstone (welche mich bekanntermaßen deutlich mehr interessiert als das Balldingens) meinen noch immer winterlich blassen Körper in die Sonne zu tragen. Ein kurzes Mittag (nach 16 Uhr) im Fastfood-Restaurant meines Vertrauens eingenommen und mit einem McFlurry (warum bitteschön gibt es kein Bounty mehr? Nun muss ich immer irgendwas von den anderen ungeliebten Sachen nehmen) in den Münchner Untergrund – sprich U-Bahn – hinabgestiegen. Kurzes Umsteigen am Sendlinger Tor und weiter bis zur Haltestelle „Westpark“. Ja und das war auch mein Ziel: erstmalig wollte bzw. habe ich mir eben genannten Park angeschaut. Ich weiß, ich war vor knapp 3 Jahren schonmal dort, nämlich zum Open-Air-Kino „Kino, Mond und Sterne“ („Schuh des Manitu“ gesehen), aber da war es erstens schon dunkel (logisch!) und außerdem eben nix vom eigentlich Park gesehen.
Ich war ein wenig erschrocken heute, denn nach Ankunft wurde ich gewahr, dass dieser Park ja unfassbar hoffnungslos überlaufen ist. Geschätzte 3 Milliarden Leute hatten sich dort breitgemacht – alles dabei: von Decken, Picknickkorb, über Campingtische und Stühle bis Grills. Und natürlich wurde überall Fußball gespielt. Nix für mich! Also schnell weiter… Ich beschloss dann, mich mit meinem Rucksack und MP3-Player auf die Wiese in die Sonne zu platzen – gar nicht so einfach, erstens ein freies und zweitens unbespieltes Plätzchen zu finden. Zuerst setzte ich meinen Körper auf einer Parkbank ab, jedoch merkte ich da plötzlich, dass ganz viele kleine Krabbeltierchen in Form von Ameisen begannen, meine Schuhe zu besteigen. Also schnell die Flucht ergriffen. Dann fand ich doch noch eine Ecke rasierte… ehm… gemähte Wiese und ließ mich nieder. Rucksack unter den Kopf, MP3-Player an, Augen zu und gaaaanz leicht weggedöst. Und dann passierte es! Ich wurde völlig hemmungslos und ohne jede Vorwarnung gleich mehrfach angepullert. Schon wieder Ameisen! Unfassbar! Ich wurde attackiert ohne Ende. Selbst ein weiterer Ortswechsel brachte keine Besserung. Ich glaube, zu den 3 Milliarden Menschen heute im Park kamen weitere 73 Trillionen Killerameisen hinzu und alle hatten nur ein Ziel: mich anzuschiffen. Warum ich? Warum nicht auch die anderen 2.999.999.999 Leute da? Ich fühlte mich verfolgt… Wo auch immer ich hinkam – sie waren immer schon da. Das hatte was vom Grimm’schen Märchen mit Hase und Igel… UND DAS BRENNT! Ein ganz kurzes Kitzeln, nämlich wenn sie sich zur Pullerstelle vorrobben… aber man kann darauf gar nicht schnell genug reagieren, um den eigentlich Strullervorgang zu verhindern. Dafür haben für diese Dreistigkeit alle mit ihrem Leben bezahlt. Ich lass mich wohl anpieseln? Geht’s noch!? Naja… Vor allem stellt Euch vor, ich würde das machen. In‘ Park gehen und allen Ameisen auf‘n Kopp pieseln. Dann is das Jammern groß. Dann sind’se nur noch am Rudern und Luftschnappen. Nenene…
Habe dann entnervt aufgegeben – auch wegen des kühlen Windes – und beschlossen, den Heimweg per pedes anzutreten. Stadtplan hatte ich dabei und so habe ich mich durch die Großstadt heimgehangelt. Hat ganz gut geklappt – Mann halt – und am Ende standen 5,8 km auf der Uhr vom Westpark bis heeme. Also dann sogar noch ’ne schöne Wanderung gemacht…
Habt Ihr schonmal von „Squillo“ gehört? Klingt eigentlich bissl wie ein afrikanisches Steppennagetier… oder irgendsoeine ganz hippe, neue Trendsportart. Aber denkste! In Deutschland vollkommen unbekannt – zumindest in meinem Umkreis – ist es in Italien gang und gäbe und Alltag im Handyleben. Squillo bedeutet, jemanden auf seinem Handy kurz anzuklingeln, um ihm zu zeigen, dass man gerade an ihn denkt. Natürlich darf man nicht so lange bimmeln lassen, dass der andere die Möglichkeit hat abzunehmen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um „Rückrufbettelei“ um selbst Geld zu sparen, sondern wirklich nur einfach so. Ist jedenfalls eine durchaus preiswerte Methode, dem anderen (im Regelfall sicherlich der Partner) für einen Moment das Gefühl von Nähe zu geben. Ich kannte das jedenfalls nicht. Würde da wahrscheinlich eher jedesmal eine SMS schicken. Aber andererseits geht so ein Squillo einfach sehr schnell und so kann man das jederzeit tun.
Wo habe ich von Squillo erfahren? Nunja ich war gestern Abend zum Grillen bei meiner Schwester in Dachau eingeladen. War wieder sehr unterhaltsam für mich in einer Gruppe von 5 Polizisten. Ich muss sagen, mein angeborener Respekt, oder nennen wir es Ehrfurcht, gegenüber den Ordnunghütern schrumpft mit jedem Mal ein klein wenig mehr.
Privat sind sie ja doch Menschen und auch bei der Polizei läuft genausoviel schief wie anderswo. Aber natürlich gehe ich jetzt nicht weiter ins Detail. Jedenfalls lernte ich da den sagenumwobenen Squillo kennen, denn meine Schwester bekam etliche Anrufe aus Italien. Wir erinnern uns: sie hat sich einen Italiener geangelt. Und eben diese Dinger (ich will nicht schon wieder Squillo schreiben) trafen sowohl von ihm als auch seiner Familie in stattlicher Anzahl ein. Also offensichtlich wird da unten doch recht häufig an Schwesterchen gedacht und aufgrund der Distanz, des seltenen Zusammenseins und der hohen Telefonkosten wegen Auslandsgespräch finde ich das eine gar nicht mal so schlechte Möglichkeit, virtuelle Nähe zu erzeugen.
Ich bin partiell eitel. Damit meine ich, dass es Dinge an mir gibt, bei denen es mir ziemlich egal ist, wie’s gerade aussieht. Andere dagegen beachte ich mehr. Meine Haare zählen zum Beispiel zu ersterem. Ich bin keiner von denen, die jeden Morgen nur mit geschniegelten und gestriegeltem Haarsex das Haus verlassen oder panisch um sich schlagen, wenn jemand die Frisur berührt – immer in Angst, sie könnte zerstört werden. Wenn ich mal keinen Bock habe, dann bleiben sie halt einfach angeklatscht – ohne jegliche Styling-Utensilien. Von mir aus! Dann sieht man halt meine Geheimratsecken! Was soll’s!? Und selbst wenn ich sie doch herrichte, dann musses auch nicht immer perfekt sein. Einfach vorne die Haare bissl hoch, dann sieht das schon halbwegs annehmbar aus. Und zum Glück sehe ich mich ja auch (wie wohl die meisten Menschen) nicht von hinten. Vorne hui, hinten pfui? Nein nein…
Einige Dinge haben sich im Laufe der Zeit auch geändert. War mir früher meine Brille schnurz (sieht man ja auch den bislang gezeigen älteren Fotos
), so lege ich heute schon mehr Wert darauf, dass sie nach was aussieht und mich „kleidet“.