Tsunami vor München und Muschibubu in Nürnberg
Frau Gedankenkreisen beging vor ein paar Tagen (mehr oder weniger freiwillig und möglicherweise auch mehr oder weniger gern) einen runden Geburtstag und so waren heute Familie (also wir) und Freunde (irgendwelche annern Menschen) zu einem üppigen Brunch in eine Nürnberger Lokalität eingeladen. Das hieß für uns in München halb 8 Weckerklingeln und Start mit dem Auto gegen viertel 9. Für einen Sonntag eine unfassbare Grausamkeit – aber wem sage ich das!?
Als wir dann aber im morgendlich kühlen, verkehrstechnisch durchaus noch ruhigen München unsere 160km-Reise antraten, wurden wir eines – in meinen Augen – erstaunlichen Naturschauspiel gewahr: Noch in der Stadt konnte man bereits durch die Lücken in den Häuserschluchten beim Blick gen Norden am Horizont eine riesige Wolkenwand erkennen, welche bis zum Boden reichte und nach oben hin eine exakte und scharfe Kante zum sonst durchweg blauen Himmel aufwies. Als wir dann allerdings die Autobahn A9 Richtung Berlin erreichten, ragte es förmlich vor uns auf. Es sah absolut erstaunlich aus! Wenn man es nicht besser wüsste (zur Info: außer den aufragenden Bergen der Alpen im Süden ist sonst um München herum alles vollkommen flach – erinnert mich eher an Küstengebiete, wo oftmals der müffelnde Komposthaufen im Garten von Bauer Petersen schon die höchste Erhebung und damit liebster Rodelhügel der Kinder ist), hätte man glauben können, vor den nördlichen Toren der Stadt würde sich neuerdings eine riesige, schneebedeckte Gebirgskette steil erheben… oder eine riesige Tsunami-Welle rollt auf München zu… Durchaus beeindruckend… Glücklicherweise war diesmal sogar eine bessere als nur die Handykamera zur Hand, sodass ich Euch sogar ein paar Bildchen zeigen kann. Sogar ein kurzes Video haben wir gedreht, was allerdings auf Youtube nicht mehr so gut rüberkommt, wie im Original. Aber man kann es durchaus erkennen (PS: Wer das Lied im Radio erkennt, bekommt lebenslanges Leserecht hier
)
Für Video
Zur Feierlichkeit selbst gibt es nicht sonderlich viel zu sagen: 32 Leute, all-you-can-eat-Brunch, Kaffee war kein Kaffee sondern eher Espresso 10facher Größe. Stark wie Arni zu seinen besten Zeiten – jetzt weiß ich, warum ich so früh aufstehen sollte: damit man noch müde genug ist, um dieses schwarze Pech zu überleben. Bei voller „Wachheit“ wäre wohl der Herzkasper obligatorisch gewesen. Ansonsten? Jo war schön… nach der Fresserei noch ein längerer Spaziergang und gegen 18:00 Uhr ging’s wieder zurück. Da hatte der Kaffee kardiologische SuperGAU seine Wirkung allerdings schon verloren – ich musste ziemlich gegen die schweren Augenlider kämpfen… aber letztlich erfolgreich
Übrigens: Ähm… ja… also… für einige nunja… sagen wir frivole Belustigung an unserem tabulosen Tisch sorgten die „Beleuchtungseinrichtungen“ an der Wand der Kneipe. Wer kann mir sagen, warum? Was meint ihr, bekommt da der Ausdruck „Muschibubu“ (für schummrig romantische Lichtatmosphäre) nicht eine vollkommen neue Bedeutung?
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