Lotto in der Tiefgarage

Rubrik:  Abenteuer München  ·  Autor:  Zappelfillip15. Januar 2007, 23:01 Uhr

Erinnert Ihr Euch noch, wie ich – damals noch in der Jutastraße wohnend – gleich mehrfach vergaß, wo ich abends nach der Arbeit mein Auto abgestellt hatte? Weil dort so eine tierische Parkplatznot herrschte und man den Wagen zwangsläufig immer woanders abstellen musste? Und es irgendwann so Routine wurde, dass man es sich einfach nicht mehr merkte? Diese Zeiten sind glücklicherweise mit meiner neuen Wohnung und der Gegend hier passé. Parkplatz suchen muss ich abends damit nicht mehr – ich finde eigentlich immer eine Lücke direkt vor der Tür, spätestens aber nur eine Seitenstraße weiter. Wer nun aber denkt, dass ich damit auf der sicheren Seite wäre, meinem bekanntermaßen unfassbar löchrigen Gedächtnis ein Schnippchen schlagen könnte und heilloses Umherirren der Vergangenheit angehört, dem muss ich leider mit meinem heutigen Erlebnis jeder Illusion berauben. Und mich gleich mit…

Lotto in der TiefgarageAls ich nach getaner Arbeit gegen 18 Uhr die firmeneigene Tiefgarage betrat, um mein treues Vehikel Richtung Heimat aufzusuchen, durchfuhr es mich schon beim Durchschreiten der Tür. Tatsächlich hatte ich doch wieder einmal vergessen, wo genau in der doppelstöckigen Garage ich das Auto am Morgen abgestellt hatte. Das einzige was ich noch wusste war, dass es in einem der (unbeliebten) unteren Fächer stand. Die haben nämlich eine ziemlich starke Neigung nach unten und so mancher mag Angst haben, hinten an die Mauer zu bumsen. Warum ich mir gemerkt hatte, in einer unteren „Kapsel“ zu stehen? Nunja… weil ich morgens beim Einparken mit dem Spiegel an einem der eisernen Pfosten hängengeblieben war noch so dachte ‚Mist, jetzt muss ich in die enge untere Kapsel‘. Jedenfalls war das aber noch der einzige Anhaltspunkt, den ich hatte. Welche der über ein Dutzend Parkbuchten es jedoch sein könnte, wusste ich nicht mehr zu sagen. Immerhin konnte ich es dann doch auf etwa 6 Stück reduzieren. Da aber alle Buchten gerade nach unten gefahren waren (also so, dass die oben stehenden Autos aus- bzw. einfahren konnten) und somit der Blick verwehrt war, blieb mir nix weiter übrig, als alle potentiellen Kandidaten hochzufahren und nachzuschauen, ob vielleicht etwas Rotes hervorblitzt. Was soll ich sagen!? Hab’s nich’ anders erwartet – immerhin ja auch noch nie im Lotto gewonnen – erst unter der 5. (in Worten FÜNF von SECHS) Plattform fand ich mein Wägelchen. Hab’ also wiedereinmal wertvolle Minuuuuuten meines Daseins mit der sinnlosen Suche nach meinem Auto vergeudet. Naja manches ändert sich wohl nie… ;-)

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8 Kommentare    ·    hier schreiben
  1. Kommentar: Daniela am 16.01.2007, 00:17 Uhr

    Hmmm… Du hast doch erwähnt, daß Du Dir Zahlen so extrem gut merken kannst… Warum merkst Du Dir dann nicht immer die Nummer über der Garage, in der Du geparkt hast? Auf dem Bild sieht man doch, daß dort Nummern sind. ;-) Und zur Not halt im Handy speichern, oder so. Naja, vielleicht suchst Du ja in Wirklichkeit gerne Dein Auto. ;-)

  2. Kommentar: Zappelfillip am 16.01.2007, 00:19 Uhr

    Das wäre doch zu einfach :lol:

  3. Kommentar: Daniela am 16.01.2007, 00:31 Uhr

    Ich glaubs auch. :lol: Aber ist doch auch totaaaal spannend, sich die Nummer bis Feierabend zu merken. Schaffst Du doch niiiiemals. *Dich austricks und es für Dich spannend mach* ;-)

    Notiz an Die weiblichen Mitleser: Kinder und Männer brauchen eben Aufgaben. :mrgreen:

  4. Kommentar: Sternenhimmel am 16.01.2007, 11:48 Uhr

    Das Problem kenne ich. Hat was mit beginnender Altersdemenz zu tun :grin:

  5. Kommentar: duftbaeumchen am 16.01.2007, 20:25 Uhr

    Was mich noch mehr bewegt: Warum fährst Du rückwärts auf die Palette?
    Ich parke mittlerweile seit fast sieben Jahren täglich mit größeren Wägelchen in einer solchen Box (ebenfalls unten), mich aber mit dem „Arsch zur Wand“ in die Buchte ‚reinzuzwängen, ist mir noch nie eingefallen.

    Vielleicht wäre das eine neue Herausforderung.

  6. Kommentar: Zappelfillip am 16.01.2007, 20:29 Uhr

    Weil eine lenkende Hinterachse (und das ist es ja beim Rückwärtseinparken) zum Rangieren besser geeignet ist. Daher lenken Gabelstapler z.B. auch hinten und darum ist Rückwärtseinparken auf der Straße in kleine Lücken deutlich einfacher (oder überhaupt erst möglich) als vorwärts…

  7. Kommentar: duftbaeumchen am 17.01.2007, 18:21 Uhr

    Aaaah ja, wieder was gelernt.

  8. Pingback: Autopresse « Zappelfillip plaudert… am 6.02.2007, 00:03 Uhr

    […] Ich habe ja schon das ein oder andere Mal von der firmeneigenen Tiefgarage und seiner “Doppelbefrachtung” erzählt. Also Doppelbutze hochfahren, können unten 2 Autos einfahren – ist sie runtergelassen, können 2 Wagen auf der oberen Plattform parken. Ist halt offensichtliche beste Platzausnutzung auf dem begrenzten Raum. Soweit alles klar, oder!? Is’ ja jetze nich’ sooo kompliziert. Gegebenenfalls einfach mal die alten verlinkten Beiträge lesen… oder hier weiter […]

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