Tennisarm

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip13. Februar 2007, 23:02 Uhr

Gestern habe ich das erste Mal in meinem Leben Tennis gespielt. Mit Schmidtchen. Naja gegen Schmidtchen natürlich korrekterweise. Schmidtchen heißt im wirklichen Leben übrigens gar nicht Schmidtchen. Schmidtchen ist mein junger Kollege und eigentlich heißt er… ach verrat‘ ich nich‘! ;-) Warum ich ihn Schmidtchen nenne? Nunja, Schmidtchen ist ein langer Kerl. Von den Zehen bis zum Kopf so groß wie ich und auch ähnlich schlaksig. Eigentlich ist er wahrscheinlich sogar ein bissl größer als ich, aber das gebe ich nicht zu. Soviel Stolz muss sein! Auf dem Weg durch unsere Laborräumlichkeiten kommt er oft an meinem Büro vorbei. Und da bei uns die Türen immer offen stehen (gehört zur Firmenphilosophie), sehe ich ihn dann wippend und ein wenig in Gedanken versunken von links nach rechts vorbeischlendern. Manchmal auch andersrum von rechts nach links. Ungefähr halbe/halbe, würde ich sagen. Und manchmal habe ich dann so im Kopf so vor mich hingesungen

Oh, Schmidtchen Schleicher mit den elastischen Beinen,
wie der gefährlich in den Knien federn kann…

Kennt Ihr das Lied? So ein alter Schlager von einem Kerl, der einen herrlichen Dialekt draufhatte – holländisch oder so.

Und das habe ich dann so gesummt. Mit der Zeit wurde es immer lauter und eines Tages habe ich losgeschmettert, als Schmidtchen mal wieder bei mir vorbeigeschlakst kam. Dann haben wir gelacht und zusammen gesungen und seitdem ist Schmidtchen Schmidtchen.

Und gegen Schmidtchen habe ich gestern nun Tennis gespielt. Wobei „spielen“ wohl etwas übertrieben ist. Höchstens „spielen“ im Sinne von „er hat mit mir gespielt“. Niedergemetzelt hatter mich nämlich, hin und her gehetzt… nicht den Hauch einer Chance hatter mir gelassen… kein einziges Spiel konnte ich gewinnen! Der Sack! Ein Ass nach dem anderen ist mir um die Ohren gepfiffen… und geschwitzt habe ich! Ein Wahnsinn! Gehechelt und nach Luft geschnappt wie Nachbars Brutus (ein Rauhaardackel) auf dem Wischmopp der Bodenpflegerin (wir ham hier zuhause zum Glück einen Reinigungsdienst fürs Treppenhaus)… und nach wenigen Schlägen war mein Arm bereits weich wie in Milch geditschte Hansa-Kekse. Auch die Farbe war ähnlich. Allerdings muss man wissen, dass Schmidtchen schon lange Tennis spielt… und Geige… aber das hat hiermit nich’ sooo viel zu tun…

Und heute? Ein Tennisarm allerfeinster Güte! So eine Mischung aus Muskelkater und Schleimbeutelentzündung. Was soll das erst werden, wenn wir statt Nintendo Wii mal richtiges Tennis spielen. Dann doch lieber Geige…

PS: Ich hab’ in diesem Beitrag nur 13mal „Schmidtchen“ gesagt. Geht ja noch… für so‘n langen Kerl… KLEINER ALS ICH… bissl

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