Bei mir piept’s wohl!?

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip11. Dezember 2007, 23:12 Uhr

Als ich heute so gegen… hmm gegen… ach keine Ahnung, wann! Ich kam jedenfalls von der Arbeit nachhause… war gerade dabei, mich der schweren Winterjacke zu entledigen (so ein Quatsch – hier in München ist schon fast wieder Frühling) und hüpfte auf einem Bein durch den Flur, dabei versuchend die Schuhe von den Füßen zu bekommen (wer sagt, dass man Schnürsenkel öffenen muss – was einmal auf ist, muss ja irgendwann auch wieder zugemacht werden und wer hat schon heutzutage noch Zeit für solch redundante Tätigkeiten!? 😉 ) Naja jedenfalls… mit einem überaus gekonnten Beinschwung beförderte ich gerade den linken in die Schuhecke, als ein seltsames Geräusch an mein Ohr drang. Es war ein Piepen… ein leises Fiepsen irgendwie. Ihr dürft Euch mich nun mit einem einigermaßen dämlichen Gesichtsausdruck vorstellen – mit runzelnder Stirn und einem riesigen Fragezeichen über dem schütterwerdenden Haupthaar.

‚Mäuse? In meiner bescheidenen Behausung!?‘, dachte ich noch als es erneut zu vernehmen war. Deutlich! Ein kurzer, relativ leiser aber mit Sicherheit nicht eingebildeter Piepton. Na priiima! Eine ganze Mäusefamilie… Nicht genug mit diesem Pärchen (da muss ich Euch bei Gelegenheit auch noch eine Schote erzählen – unfassbar…), nun müssen es auch noch Kackmäuse sein. In Gedanken sah ich mich schon mit Käsewürfeln und Schrubber bewaffnet unter dem Bett rumkriechen… im Schlafgewand! Denn Nagetiere sind nacktaktiv… nachtaktiv!

*piepiep*… Es kam von oben! Von über meinem schütterwerdenden Haupthaar. Also doch keine Maus… ein kleiner Piepmatz womöglich!? Todesmutig richtete ich meinen Blick gen Zimmerdecke (ich gestehe, ich hab’ ein bissl Schiss vor allem, was fliegt und mich dabei berühren könnte – mein größter Horror war der Besuch im Schmetterlingshaus der Erfurter ega vor 2 Jahren, heieiei, war selbst überrascht wie klein ich mich machen kann), was sich übrigens dank einer Zimmerhöhe von nur wenigen Zentimetern mehr als meiner Körpergröße als äußerst kräfteschonend darstellt 😉 Eine kleine Amsel sah ich dort allerdings nicht… auch keine Drossel… nein keinen Finken und erst recht keine Meise! Ein simpler und vollkommen ordinärer Rauchmelder fristet dort, an meiner Decke klebend, sein jämmerliches Dasein. Oh wow – ich habe einen Rauchmelder! Einen Rauchmelder im Raum direkt vor meiner Wohnungstür. Aaaah ja… Wie sinnvoll! Wenn in diesem letzten Raum erst einmal der Rauch steht, müssen alle anderen bereits lichterloh in Flammen stehen… inklusive mir, falls ich zuhause bin, denn in diesem Raum verbringe ich erfahrungsgemäß recht wenig Zeit – dank Schnürsenkelignoranz…

RauchmelderIN?Und da fiel es mir dann wie Schuppen aus den Haaren (diesen überaus flachen Wortwitz wollte ich auch schon lange mal bringen… eeendlich…): BATTERIE! Ich erinnerte mich, dass Rauchmelder mit dem letzten Saft der so-gut-wie-leeren Batterie – also quasi schon auf Knien und mit raushängender Zunge durch die Wüste Gobi robbend – versuchen, auf ihre missliche Lage hinzuweisen. Und da offensichlich alle Rauchmelder männlichen Geschlechts sind, tun sie das nur mit einem leisen Piepen. Anderenfalls… wäre ich wohl beim Eintritt in meine Wohnung von einer keifenden und zeternden RauchmelderIN begrüßt worden – bombardiert mit allerlei Vorwürfen, warum ich ihre Batterie nicht schon viel früher mal kontrolliert hätte und überhaupt: *blablabla* warum ich erst jetzt nach Hause käme und wo ich denn in Gottes Namen so lange gewesen sei. Und hätte sie nur auf ihre Mutter gehört, dann könnte sie heute *blablabla* im großen kirschparkettbebodeten Empfangsbereich der Anwaltskanzlei „Schröder & Schröder“ rauchmeldern. Aber nein… *blablabla*… ach, ich bin bissl froh, dass Rauchmelder nur piepen!

Machen wir’s kurz: die Batterie habe ich gewechselt nur… irgendwie ist da jetzt noch ein Kabel übrig. Ob das wohl wichtig ist? Ehrlich gesagt, traue ich mich nicht, das weiter zu hinterfragen. Nich’ dass sich rausstellt, mein Rauchmelder ist doch eine RauchmelderIN und nur dieses nichtangeschlossene Kabel hat unsägliches Gekeife verhindert… dann is’ die Kacke aber am dampfen, Leute. Nicht auszudenken…

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