Fotographische Eindrücke aus Nepal 2007 II

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip17. Dezember 2007, 23:12 Uhr

Pashupatinath bei Kathmandu ist eine der wichtigsten Tempelstätten des Hinduismus und liegt am Fluss Bagmati. Sie kann nur von denjenigen betreten werden, die dem Hinduismus angehören, weshalb wir sie nicht besichtigen konnten. Aber das große Gelände rundherum ist für jedermann zugänglich. Am linken Ufer des Flusses liegen der Pashupatinath-Tempel und die Verbrennungsstätten der Toten (geteilt in Verbrennungsstätten der höheren und der niederen Kasten).

Dieser Ort hat für viele Gläubige als Platz für die ‚letzten Riten‘ besondere Bedeutung, es gilt als erstrebenswert, seine Leiche hier verbrennen zu lassen.

Die meist in gelbe Tücher gehüllte Leiche wird zu den Verbrennungsstätten getragen, wo ein Scheiterhaufen errichtet wird. Vor der Verbrennung bespritzt man die Leiche mit dem Wasser des heiligen Flusses oder wäscht die Füße im Wasser. Die Leiche wird dann von oben mit feuchtem Stroh bedeckt, wenn die Familie es sich leisten kann, verwendet man zusätzlich das kostbare, duftende Sandelholz. Der älteste Sohn umschreitet dann den Scheiterhaufen fünfmal im Uhrzeigersinn, entsprechend der heiligen Zahl fünf, die im Hinduismus die fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Wind und Akasha, den Äther, repräsentiert. Danach zündet er (ersatzweise die älteste Tochter oder ein Priester) mit einem mit Butter getränkten Strohbüschel den Scheiterhaufen an, das er dazu in den Mund des Toten steckt. Die Beine des Toten stehen zunächst etwas über den Scheiterhaufen hinaus und werden dann bei fortschreitender Verbrennung auf den Holzstapel geklappt. Nach etwa vier Stunden ist die Leiche zu Asche verbrannt, die in den Fluss geschüttet wird.

[Quelle: Wikipedia]

VerbrennungBei den Hindus werden die Toten im Kreise der Familie verbrannt und die Asche anschließend in den Fluss „geschüttet“. Auf jedem dieser „Haufen“ liegt eine Leiche, während die Familie etwas abseits im Schatten sitzt und feiert. Es ist tatsächlich ein ganz anderer, unverkrampfter, Umgang mit dem Tod als in unserer Gesellschaft. Man kann dort direkt an den Toten vorbeigehen während sie verbrennen. Hier und da schaut noch ein Bein oder eine Hand heraus. Kein schöner Anblick für uns, wenn die Haut von der Hitze schon Blasen schlägt… aber für die Hindus völlig normal. Ihr versteht hoffentlich, dass ich hier auf die Veröffentlichung von detailierteren Fotos verzichte.

Bagtai-Fluss mit Verbrennungsstätten
beißender Qualm überall

Bloß nicht fotografierenUps, er war fotounwillig – aber keineswegs aus religiösen Gründen, sondern nur gegen Bares. Wusste ich nicht… ′tschuljung!

GrasstraßeInfo am Rande: Vom Pashupatinath Gelände aus konnten wir schon einen Blick auf die einzige Straße werfen, die von Kathmandu ins ca. 200 km nordwestlich gelegene Pokhara führt. Und dieser Straßenrand ist noch weit bis hinter Kathmandu stark bewachsen mit Hanfplanzen (Ihr wisst schon… Gras… Cannabis, Haschisch, Dope…) 😉

Und um mal ein Gefühl für die Güte der Straßen zu bekommen: Für die 200 km braucht man mit dem Auto ungefähr 6 Stunden – macht eine Durchschnittgeschwindigkeit von ca. 35 km/h *schnarch*

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