Missbrauch im Fahrstuhl

Rubrik:  Gegrinst  ·  Autor:  Zappelfillip18. Dezember 2007, 22:12 Uhr

Notruf ohne MissbrauchserkennungApropos Fahrstuhl: Der Wohnblock, in dem ich… naja wohne, ist mit einem solchen gesegnet. „Zum Glück“, muss ich sagen! Erstens, weil ich in der 8. von 8 Etagen meine Zelte aufgeschlagen habe (erwähnte ich bereits) und zum anderen, weil das Treppenhaus riiiiesig ist. Also ich meine nicht nur in der Höhe, sondern auch der Weg, den man zurücklegen muss, will man ein Stockwerk durchqueren gleicht einem Halbmarathon. Schuld ist ein gigantischer Lichtschacht in der Mitte, den es auf jedem Geschoss zu umrunden gilt. Dieser macht seinem Namen übrigens keine Ehre, denn 8 Etagen in der Höhe sind verdammt viel Holz für Sonnenstrahlen, die durch total vollgeschissene verdreckte und wahrscheinlich seit der Erbauung nie gereinigte Glasscheiben in der Decke fallen sollen. Deshalb ist es auch im Hochsommer mit Sonnenstand 12 Uhr mittags im Erdgeschoss finster wie‘m Bärenarsch. Man sieht die Hand vor Augen nicht und elektrisches Licht ist unabdingbar, möchte man auf dem Weg vom Fahrstuhl zur Haustür nicht Fiffi ausversehen Pfoten und/oder Schwanz platttreten (cool – drei „t“ hintereinander). Fiffi ist übrigens diese hässlich aschgraue Mischlingstöle von Frau Kumbernuß aus der 2. Etage. Es ist einfach unfassbar, wie dieser Hund stinkt, wenn es draußen regnet oder auch nur feuchte Witterung herrscht – und damit das komplette Treppenhaus bis in den 6. Stock verätzt. Nasse Hunde stinken einfach bestialisch und es treibt mir auch nach über einem Jahr noch immer Tränen in die Augen und Kotze halbverdauten Speisebrei in den Hals, wenn Frau Kumbernuß vom Gassigehen zurück kommt und ich ausversehen danach durch’s Treppenhaus muss… oder in den Fahrstuhl… für den Würgereflex ist das Training allererster Sahne! Wahnsinn…

Aber wie so oft, bin ich jetzt wieder einmal abgeschweift und möchte nun endlich dazu kommen, das zu schreiben was ich ursprünglich wollte – ′zeihung! Also schaut Euch mal das Foto oben an. Dieses Schild der fahrstuhlbetreuenden Firma hängt im… logisch: Fahrstuhl halt. Und nun ratet mal, wieso dieses unschuldig scheinende Hinweisschildchen alle Kinder im Alter zwischen 7 und 17 (mit und ohne Migrationshintergrund) hier im Haus dazu verführt, immer und immer wieder den kleinen leicht versenkten Knopf mit der roten Glocke drauf zu drücken und sich diebisch freuen, wenn der Fahrstuhl plötzlich mit einer Männerstimme zu ihnen spricht! („Hallo!? Ist was passiert? Ist alles in Ordnung bei Ihnen?“) Dieses „Spiel“ hat hier schon ganze Kinderbanden tagelang gefesselt. Mehr noch als Gewalt- und Hardcore-Videos auf dem Handy Spongebob Schwammkopf. Kleiner Tipp: einfach mal drauf achten, welche Kästchen angekreuzt sind. Auch Wahnsinn…

PS: Ich weiß! Nicht alle Hunde stinken nach 10 Jahre altem feuchtem Scheuerlappen. Der Mischling von Frau Kumbernuß (oder heißt die nach neuer Rechtschreibung jetzt Kumbernuss?) aber schon. Zumindest hoffe ich, dasses der Hund ist und nicht…

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