Hallo!? Hall… ja Nahmd! Ist da der Lieferservice vom „Kleinen Chinesen“?
… Ah sehr gut! Ich wollte… wollte gern was bestellen.
… Meine Telefonnummer? Ja das ist die 973… ja 9 – 7 – 3… 8 – 8 – 4… 6 – 2… Genau!
… Der Name ist Tom Köhler… ja, Kah Ööh Hah Ell Eeh Err
… Die Straße… Wilramstraße… W-i-l-r-a-m-straße… 53
… Ja, achte… (Anm. d. Red.: Etage)
… Also wir hätten gern einma’ die hunderteinundachtich… einma’ die hundertsechsundachtich… 8 – 6… und zweima’ die hundertförrzehn…
… Ja 1-1-4
… Ja das war’s. Alles klar. Danke!
Ach ja: wie lange dauert’s ungefähr? … Förrzich Minuten – okay… Danke! Ciao!
So oder so ähnlich lautete der Wortwechsel meines alten Kumpels WWU mit dem Lieferservice eines Chinarestaurant. Natürlich ein kleiner, schlecht deutschsprechender Asiate. Jaja – er hat in meinem Namen bestellt, weil ich mich vor sowas gerne drücke. Also hat er sich halt für mich ausgegeben. Schließlich waren wir ja auch bei mir. Gestern Abend war er nämlich seit ziemlich langer Zeit mal wieder bei mir zu Besuch. Gab ja einiges an Einrichtung meiner Wohnung, was er noch nicht kannte. Der Abend ging schnell rum und kaum bestellt, klingelte es auch schon an der Tür. Geliefert hat ein Deutscher. Und dieser… dieser verdient und bekommt meinen vollsten Respekt, dass er uns gefunden hat. Warum? Seht selbst:
Und er musste noch nicht mal anrufen – aber mit Sicherheit auch nur, weil das Stockwerk angegeben war. So reduzierten sich die Möglichkeiten auf 6 Namen. Trotzdem ein Teufelskerl…
Jetzt mal so ganz unter uns: Es gibt im Leben wahrlich nicht viel, dass noch schöner ist, als morgens halb 9 in der 70er-Jahre kackbraun-befliesten Toilette einer urologischen Praxis zu stehen und an irgendwelche Schmuddelfilme, die man gaaaaaaaanz früher mal geseh… die Freundin zu denken, nur um „ein Präparat zu produzieren“ – neben einem das Wartezimmer voller Leute und der Tresen mit der Schwesternschülerin, die genau weiß, dass Du gerade hinter der dünnen Toilettenwand an „Das lesbische Peitscheninferno“ die Freundin denkst und dabei krampfhaft mit einem Lächeln „ein Präparat produzierst“. Rechts der Klopapierhalter – natürlich leer – links an der Wand die obligatorische, ausführlich bebilderte Anleitung zum korrekten Auffangen des Mittelstrahls und geradeaus ein Spiegel, in dem man sich selbst während der Produktion in die aufgerissenen Augen schauen darf. Ganz großes Damentennis, sach‘ ich Euch! Und dann dieser winzige Becher! Also jetzt nicht vom Fassungsvermögen… den Durchmesser meine ich eher. Die ruhigste Hand hat man da ja nicht durchgängig. Ihr versteht… Da ist volle Konzentration gefragt. Mit Sicherheit nichts für Zartbesaitete. Und das nicht nur, weil es vielleicht ein wenig an Romantik mangelt. Simmer ehrlich: Wir Männer brauchen ja sowieso nicht unbedingt einen duftenden Blumenstrauß, Kerzenlicht und Eros Ramazzotti-Musik für Fortpflanzungsversuche… erst recht nicht für von Vornherein zum Scheitern verurteilte! Aber eine heimelige und entspannte Atmosphäre ist trotzdem was anderes. » WEITERLESEN…
Moin Deutschland! Und Österreich… und Schweiz natürlich auch! Moin alle, die das hier lesen und verstehen können! Heute bin ich mal wieder voll eingebunden. Ein weiteres Meeting steht an. Bin auch immer noch ein bissl aufgeregt. Brauchte keinen Wecker heut Morgen und einen Teil meines Guten-Morgen-Kaffees habe ich auch direkt auf der Toilette eingenommen… tjaja, so ist das nunmal… Dabei könnte ich ganz entspannt sein. Wird nämlich mein erstes deutschsprachiges Meeting und das sogar nur mit einem Auftraggeber. Von daher… Naja, Ihr kennt das ja. Einen Vorteil hat das ganze: ich muss nicht aus dem „normalen“ Kantinenessen wählen, sondern werde gemeinsam mit dem Kunden die bessere Variante – die Gästeessen – nutzen. Und es kostet mich nix. Also dann… schönen Tag Euch!
Gestern habe ich das erste Mal in meinem Leben Tennis gespielt. Mit Schmidtchen. Naja gegen Schmidtchen natürlich korrekterweise. Schmidtchen heißt im wirklichen Leben übrigens gar nicht Schmidtchen. Schmidtchen ist mein junger Kollege und eigentlich heißt er… ach verrat‘ ich nich‘! Warum ich ihn Schmidtchen nenne? Nunja, Schmidtchen ist ein langer Kerl. Von den Zehen bis zum Kopf so groß wie ich und auch ähnlich schlaksig. Eigentlich ist er wahrscheinlich sogar ein bissl größer als ich, aber das gebe ich nicht zu. Soviel Stolz muss sein! Auf dem Weg durch unsere Laborräumlichkeiten kommt er oft an meinem Büro vorbei. Und da bei uns die Türen immer offen stehen (gehört zur Firmenphilosophie), sehe ich ihn dann wippend und ein wenig in Gedanken versunken von links nach rechts vorbeischlendern. Manchmal auch andersrum von rechts nach links. Ungefähr halbe/halbe, würde ich sagen. Und manchmal habe ich dann so im Kopf so vor mich hingesungen
Oh, Schmidtchen Schleicher mit den elastischen Beinen,
wie der gefährlich in den Knien federn kann…
Kennt Ihr das Lied? So ein alter Schlager von einem Kerl, der einen herrlichen Dialekt draufhatte – holländisch oder so.
Und das habe ich dann so gesummt. Mit der Zeit wurde es immer lauter und eines Tages habe ich losgeschmettert, als Schmidtchen mal wieder bei mir vorbeigeschlakst kam. Dann haben wir gelacht und zusammen gesungen und seitdem ist Schmidtchen Schmidtchen.
Und gegen Schmidtchen habe ich gestern nun Tennis gespielt. Wobei „spielen“ wohl etwas übertrieben ist. Höchstens „spielen“ im Sinne von „er hat mit mir gespielt“. Niedergemetzelt hatter mich nämlich, hin und her gehetzt… nicht den Hauch einer Chance hatter mir gelassen… kein einziges Spiel konnte ich gewinnen! Der Sack! Ein Ass nach dem anderen ist mir um die Ohren gepfiffen… und geschwitzt habe ich! Ein Wahnsinn! Gehechelt und nach Luft geschnappt wie Nachbars Brutus (ein Rauhaardackel) auf dem Wischmopp der Bodenpflegerin (wir ham hier zuhause zum Glück einen Reinigungsdienst fürs Treppenhaus)… und nach wenigen Schlägen war mein Arm bereits weich wie in Milch geditschte Hansa-Kekse. Auch die Farbe war ähnlich. Allerdings muss man wissen, dass Schmidtchen schon lange Tennis spielt… und Geige… aber das hat hiermit nich’ sooo viel zu tun…
Und heute? Ein Tennisarm allerfeinster Güte! So eine Mischung aus Muskelkater und Schleimbeutelentzündung. Was soll das erst werden, wenn wir statt Nintendo Wii mal richtiges Tennis spielen. Dann doch lieber Geige…
PS: Ich hab’ in diesem Beitrag nur 13mal „Schmidtchen“ gesagt. Geht ja noch… für so‘n langen Kerl… KLEINER ALS ICH… bissl
Seit gestern überlege ich so für mich, ob Schmerzen beim Bewegen der Augen und auch so Druckschmerz von hinten gegen die Augen zwangsläufig ein bösartiger Tumor ist. Oder ob vielleicht noch eine Restwahrscheinlichkeit besteht, dass ich meine Eltern überlebe. Könnte ja gutartig sein. Aber ein Tumor isses wohl… Was heißt eigenlich gutartig? Nur mal so, dass ich schonmal bescheid weiß. Isses noch gutartig, wenn das Ding hinter meinen Augen wuchert und die dadurch immer weiter hervortreten? So glubschartig…
Hab’ mir auch schonmal vorsichtshalber ausgemalt, wann es wohl losgeht… mit dem Sabbern… oben und unten womöglich, hoioioi… und wann ich wohl mit lautem „Kikerikiiiii“ nackt auf dem Balkon rumturne. Manchmal weiß‘ma ja nich‘… Ach halt! Hattmer ja schon… naja… Bei Ebay gibt’s auch Rollstühle, soviel hab’ ich schon rausgefunden. Nur leider keine Blindenhunde. Aber den brauch‘ ich ja auch nur bei bösartigem Tumor. Hat jemand schon Erfahrung wie „Essen auf Rädern“ so schmeckt? Und muss ich da dann etwa auch wieder wählen? Jeden Morgen womöglich!? Herrjeminee… Ach und ganz wichtig: Wie oft kommt nochma’ die nette blonde Dame von der häuslichen Krankenpflege? Dann doch lieber gutartig – sonst seh‘ ich ja nix. Ganz schön anstrengend so eine Vorbereitung. Ist Sabbern eigentlich noch gutartig?