Lippenschnitt

Rubrik:  Geärgert  ·  Autor:  Zappelfillip15. Dezember 2007, 23:40 Uhr

LippenschnittMenno… kaum schwinge ich mal wieder die haarfeinen Metallblättchen mit flinken Fingern durch mein Gesicht, schon sind sie drin im Fleisch. Mit Blut, schmerzbedingtem Zischen von Luft durch meine Zähne und überhaupt allem drum und dran. Wer hier die Daily Tom Fotos halbwegs regelmäßg verfolgt, wird erkennen, dass ich überhaupt kein Freund der täglichen Rasur bin – und noch nie war. Nur während meiner Armeezeit 1995/96 konnte ich nicht umhin, ständig die Eisen zu schwingen um mich vom doch sehr dürftigen Bartwuchs zu befreien. Mit 19 Jahren war da nämlich noch nicht sonderlich viel los – ehrlich gesagt, es hätte auch ein feuchtes Handtuch getan hätte ich mir sogar den Rasurschaum sparen können. Aber der machte es männlich… Mein Gruppenführer während der Grundausbildung, der StUffz (Stabsunteroffizier) Bösenecker, war aber sehr darauf bedacht, dass nicht auch das kleinste Härchen beim Morgenappell zu sehen war. Naja immerhin reichte es bei mir, nur jeden 2. Tag zu rasieren. Und trotzdem hatte ich quasi während meiner gesamten Armeezeit auf dem Hals einen Rasurbrand der allerfeinsten Sorte – übersät mit roten Frieseln und entzündeten, einwachsende Haarwurzeln sah ich aus wie mit’nem Bienenschwarm gekuschelt… Eigenurintherapie war in diesem Zusammenhang auch nix. Gab nur Ärger mit den 5 Kameraden, die mit mir die Stube teilen mussten. Ich hab’ jedenfalls ’ne sehr sensible Haut :?    » WEITERLESEN…

 

78627 Punkte…

Rubrik:  Erhascht  ·  Autor:  Zappelfillip14. Dezember 2007, 23:54 Uhr

…beim korrekten Erraten europäischer Hauptstädte und sonstiger wichtiger Plätze in Europa. Wer überbietet? So lange nehme ich mal auf den provisorischen Thron platz. ;-)

Also „erraten“ im Sinne von: auf einer interaktiven Europakarte möglichst schnell und nah an den tatsächlichen Ort klicken. Probiert’s einfach aus. Bei mir waren es 6 erfolgreich absolvierte Level – mit steigender Schwierigkeit natürlich. Aber wer weiß schon, wo Turku oder irgendeine Krtzblitzl Monastery liegt.


am 7. Level gescheitert

Man kann übrigens auch andere Versionen spielen, z.B. nur Hauptstädte weltweit oder nur Orte in Asien oder Flaggen Ländern zuordnen etc. Kann man unterhalb des Spielfensters unter „Other challenges“ auswählen. Viel Spaß…

[via BloggingTom]

 

Wechselstaben verbuchtelt

Rubrik:  Gegrinst  ·  Autor:  Zappelfillip14. Dezember 2007, 23:04 Uhr

Heute habe ich das erste mal in diesem Jahr das Winter-Tollwood besucht. Dabei handelt es sich um einen… naja irgendwie etwas alternativen Weihnachtsmarkt auf der Theresienwiese (wo auch das Oktoberfest stattfindet) mit Kunsthandwerk, Markt- und Gastronomieständen… und großen Zelten. Wahrscheinlich war er früher aber noch alternativer. Mittlerweile nähert er sich den klassischen kommerziellen Weihnachtsmärkten immer mehr an… Scheißkälte hier in München zwischenzeitlich übrigens!

Beim Lesen des Namens (als sehr große Holzkonstruktion auf dem Dach) einer der vielen Fress- bzw. Glühweinbuden musste ich allerdings ein wenig schmunzeln. Ich kann mich tschen, aber ist da nicht was verrutscht? :roll:

Das KNUSPER HAÜSCHEN - eine Getränkebudeknusper hAÜschen

 

Überraschender Besuch

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip13. Dezember 2007, 23:57 Uhr

Wie wahrscheinlich die meisten hier, so war auch ich alles andere als ein schwieriges Kind – so hoffe ich jedenfalls – und bin nicht ohne Grund heute der Traum aller Schwiegermütter ;-) Nichtsdestotrotz hat sicher jeder von uns Dinge in seiner Jugend getan, die beim Zurückdenken einen unangenehmen Geschmack auf der Zunge hinterlassen, auf die man vielleicht nicht sonderlich stolz ist (wer frei von jeder Sünde ist, der werfe an dieser Stelle den ersten… Wattebausch). Eine mir heute sehr peinliche Geschichte möchte ich hier nun zum Besten geben. Sie passt auch recht gut in die Vorweihnachtszeit… zumindest wenn sie einen anderen Ausgang gehabt hätte. Denn ich habe die klassischste aller Märchenprüfungen mit Bravour vergeigt. Ihr werdet später verstehen, was ich meine.

Wer hier schon ein bissl länger mitliest (damit meine ich die Zeit vor meiner künstlerischen Pause im letzten halben Jahr), dem ist vermutlich bekannt, dass ich in der DDR geboren und auch geschlechtsreif wurde. Mit anderen Worten: ich war etwa 14 als die Wende kam (an meinem 14. Geburtstag war die Währungsunion). Diesen beiden Tatsachen (noch Kind gewesen und in einem Staat (fast) ohne Armut und Arbeitslosigkeit aufgewachsen zu sein) ist es geschuldet, dass ich Obdachlose und Bettler nur aus Erzählungen, dem Fernsehen oder sonstwoher kannte – nur nicht aus meiner realen Wahrnehmung in einer Kleinstadt.

Es muss relativ kurz nach der Wende an einem Spätherbst- oder Wintersonntag gewesen sein. Wir bewohnten zu dieser Zeit das Erdgeschoss unseres 3-Familien-Hauses in einer ruhigen Rudolstädter Straße, die 2 Wohnungen über uns standen schon länger leer. Sonntags war bzw. ist in dieser Wohngegend absolut der Hund begraben. Erst recht, wenn es draußen kalt war, sah man nur wenige Menschen vorbeihuschen. Und wenn doch, dann bemühte sich jeder, noch etwas schneller weiterzukommen. Im Grundstück gegenüber lief nämlich ein ziemlich aggressiver Hund frei auf dem Hof herum, der jeden Passanten mit lautem Kläffen, Zähnefletschen und ständigen Sprüngen gegen den gefühlmäßig viel zu niedrigen und brüchigen Zaun zu noch mehr Eile antrieb. Insofern enthält eben benutzte Floskel mit dem begrabenen Hund schon eine gehörige Spur Ironie. Nicht wenige Nachbarn hätten sie sicher lieber früher als später im tatsächlichen statt sinnbildlichen Sinne gehört.

An diesem Sonntagnachmittag war ich allein zuhause, als es an der Haustür klingelte. Meine beiden Geschwister und die Eltern waren ausgeflogen. Ohne jegliche Ahnung und auch ohne mir irgendwelche Gedanken darüber zu machen, wer es sein könnte, öffnete ich – einen Türspion zum gucken gab es nicht. Umso mehr erschrocken war ich dann, als vor der Tür ein älterer Mann in ziemlich alten, zum Teil kaputten und dreckigen Klamotten stand. Ich schätze ihn auf Mitte 40 bis 50. An seinen langen Mantel erinnere ich mich noch. Die verfilzten Haare hatten schon längere Zeit kein Wasser mehr gesehen und glänzten bereits fettig. Auch wenn ich heute natürlich nicht mehr jede Einzelheit im Kopf habe, so bilde ich mir doch ein, mich noch an sein Gesicht erinnern zu können. Es sah schon ziemlich alt aus… eingefallen. Die ungesunde Hautfarbe brachten wohl auch seine Lebensumstände so mit sich. Außerdem er war bereits weit davon entfernt, noch zwei komplette Zahnreihen zu besitzen. Überall klafften Lücken im Kiefer und offensichtlich gab es für ihn wichtigere Dinge als Zahnpflege.   » WEITERLESEN…

 

Lichtinstallation…

Rubrik:  Abenteuer München  ·  Autor:  Zappelfillip12. Dezember 2007, 23:24 Uhr

…im Sinne von Kunst kann man es vielleicht noch nicht nennen, aber zumindest erwähnenswert erscheint es mir für mein kleines aber feines Blog. Also dann:

Ich hab’ ja nun heute schon von meinem Weg von Arbeit nach Hause berichtet – mit dem Auto. Da wollen wir doch nochmal ansetzen. Kurz vor Erreichen meiner Behausung, also quasi an der Kreuzung, an der ich von der Balanstraße in die Wilramstraße („meine“ Straße) abbiege, steht ein relativ großes Firmen- bzw. Bürogebäude, auf das ich direkt zufahre… nich’ jetzt – wenn ich von Arbeit komme natürlich! Ach kommt Freunde, zur Erläuterung gibt’s mal eine Karte von Google Maps… und ich werde dafür nicht mal abgemahnt! Geil, oder!? Egal…
Bei dem Gebäude, das ich meine, hab’ ich mal den blauen Böbbel hingemacht, damit auch Ihr wisst, was ich meine.


Größere Kartenansicht

Bei diesem Dings… Haus handelt es sich um die neue balan, den Campus der Ideen – laut Webseite irgendwas mit „multifunktionalen, loftartigen Büroräumen sowie Service- und Produktionsflächen“. Genau wie Euch jetzt, wäre mir das vollkommen worscht. Und zugegebenermaßen isses mir das auch immer noch. Aaaaaber!!! Sie hatten zumindest bislang eine gute Idee, die nun dazu führt, hier erwähnt zu werden. Aber genug der Vorrede – schaut Euch folgende zwei Fotos an:   » WEITERLESEN…

 

Frauenauto

Rubrik:  Erlebt  ·  Autor:  Zappelfillip12. Dezember 2007, 20:42 Uhr

Mann mann mann… Ich glaube, langsam aber sicher werdich weich in der Birne. Gestern die Mäuse in meiner Wohnung – heute Stimmen in meinem Kopf. Und das kam so:

Stimmen im Wind, die mir sagen, wann...Wie jeden Tag fuhr ich auch heute mit meinem Auto von Arbeit nach Hause und wie sehr oft in letzter Zeit, nahm ich unseren Praktikanten ein Stück mit, da mein Arbeitsweg an seiner Wohnung vorbeiführt. Da ich zwar etwas eigenbrödlerisch aber trotzdem nicht ganz ohne soziale Kommunikationskompetenzen ausgestattet bin, unterhalten wir uns dabei auch regelmäßig über (mehr oder minder belanglose) Dinge. Und da ich, falls man sich doch mal nix zu sagen hat, peinliche Stille vermeiden will, läuft nebenbei auch immer das Radio – Gong 96,3 übrigens… nur zur Info… Doch irgendwie war es heute anders. Während der Unterhaltung hatte ich immer wieder das Gefühl, es würde jemand – klang wie’ne Frau irgendwie – ganz leise im Hintergrund reden. Aber nicht durchgängig sondern immer nur ein paar Fetzen. Ansich nix ungewöhnliches, schließlich müssen die durchschnittlich 23.000 Worte pro Tag einer Frau auch raus (Männer hingegen reden nur knapp 12.000 Worte pro Tag… angeblich), nur… wir waren allein! Zumindest soweit ich wusste…   » WEITERLESEN…

 

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