Teppichterrorist

Rubrik:  Geärgert  ·  Autor:  Zappelfillip11. Februar 2007, 22:32 Uhr

Nein ich wusste es nicht! Es hat mir keiner gesagt und ich hab’s auch einfach nicht gemerkt. Und doch habe ich über mehrere Wochen einen Terroristen beherbert… in meiner Wohnung, meinen eigenen vier Wänden… immer in meiner Nähe. Ein Wahnsinn!

Heute wurde er dann entlarvt. Der Mistfink! Leider aber nicht ohne seiner ihm von dunklen Mächten auferlegten Bestimmung nachzukommen. Die hässliche Fratze des Bösen grinste mir hämisch ins Gesicht… vom Boden! Und das kam so:   » WEITERLESEN…

 

Kernfrucht im Hals?

Rubrik:  Geärgert  ·  Autor:  Zappelfillip6. Februar 2007, 15:41 Uhr

Schon das neue Herbert Grönemeyer-Lied gehört? „Lied 1 – Stück vom Himmel“ heißt das gute Stück – zu finden auf seiner neuen Platte mit dem originellen Titel „12″. Zugegeben, ich mochte seine Musik noch nie und konnte auch überhaupt nicht verstehen, warum er 2002 mit „Mensch“ plötzlich so erfolgreich wurde. Dabei war er doch vorher nur so einem herrlich überschaubaren Publikumskreis zugänglich… irgendwie so zweite oder dritte Liga deutscher Künstler vielleicht. Angenehm… Und dann auf einmal der große Star. Mir schien das damals – auch durch den Tod seiner Frau – alles so furchtbar „mitleidsgehypet“ zu sein. Ich habe mich ein wenig fremdgeschämt, aber möglicherweise bin ich da auch der Einzige.

Und nun eben das neue Lied. Irgendwie muss ich immer grinsen, wenn ich es im Radio höre (kurz bevor ich wegschalte selbstverfreilich! ;-) ). Seine Art zu singen… dieses staccatoartige Stottern der deutschen Sprache, gepresst gesungen und dabei klingen wie Kermit der Frosch… als würde ihm ein Apfel im Hals stecken… oder… vielleicht sogar eigener Brechbrei, der schon so hoch steht… man weiß es nich‘… Mit diesem Lied klingt er wirklich wie eine Parodie seiner selbst. Jedes Sangesklischee passt. Man hat das Gefühl, er imitiert Ingo Appelt – den Obernervbolzen – der wiederrum Herbert Grönemeyer parodiert. Zwillinge im Geiste… Und der Text erst! Ich brech z’samm! Nein, normalerweise interessieren mich Liedtexte nicht die Bohne. Für mich hat Melodie und Rhythmus oberste Priorität und oftmals kenne ich die Texte der Lieder gar nicht… höre halt nicht so genau hin. Aber in diesem Lied… allein die in meinen Augen vollkommen sinnbefreite Aussage „Wer nichts beweist, der beweist schon verdammt viel“ lässt mich nur noch mit dem Kopf schütteln… ma’ freundlich jetze gesacht… dieses… „hochtrabend klingen“ nur um des Hochtrabens Willen… so pseudointellektuell… nenene… Hatte ich erwähnt, dass ich Herbert Grönemeyer nicht mag?

 

Ein schöner Morgen…

Rubrik:  Geärgert  ·  Autor:  Zappelfillip17. Januar 2007, 00:28 Uhr

Sonntag, 10 Uhr in München. Nach einem bislang viel zu warmen Winter ist es an diesem Morgen doch spürbar kälter geworden. Noch hat es die Sonne nicht über den Horizont geschafft und keine wärmenden Strahlen haben den dicken, glänzenden Reif von den Scheiben der Autos in den Häuserschluchten geleckt. Die Straßen sind menschenleer und nur vereinzelt kommt ein Fahrzeug die Rosenheimer Straße herunter, um sofort wieder in Richtung Mittlerer Ring zu verschwinden. In der Ferne hört man einen Güterzug den Ostbahnhof passierten.. leise nur. Kalt und klar hängt die Luft über München. Die Stadt schläft noch. Die ganze Stadt? » WEITERLESEN…

 

Tiefergelegt

Rubrik:  Geärgert  ·  Autor:  Zappelfillip9. Januar 2007, 22:01 Uhr

Dicker ganz... aber ordentlich!Aaaaaaaaah… Es gibt so Tage, da reicht das mittägliche Kantinenessen absolut nicht aus – in jedweder Hinsicht (!) – dass ich auch nur annähernd soviel kotzen könnte wie ich müsste… Ich hatte übrigens heute Selchfleischfleckerln – typisch Ossi mit viel Ketchup drüber. Bevor ich nach Bayern kam, hab ich noch nie davon gehört… also von Selchfleischfleckerln – Ketchup schon… Scheint ein Eingeborenenessen zu sein. In der Zivilisation würde man das einfach Schinkennudeln nennen… Schinkennudeln mit flachen Nudelplättchen halt… aber hier fernab des normalen Lebens heißt das ehmd Selchfleischfleckerln… Selchfleischfleckerln… meine Fresse, die essen hier Sachen, die ich noch nichma fehlerfrei aussprechen kann…

So nun aber wieder zurück zum Kotzen: „Grund“, fragt Ihr? „DREI Gründe“, sage ich! Einer ist schon jetzt – seit 17 Uhr etwa – so richtig zum Speisebreiverschleudern, einer löst momentan „nur“ einen ordentlichen Würgereiz aus, könnte aber gegebenenfalls demnächst in einem richtig satten Brechdurchfall gipfeln und der dritte… nunja der ist irgendwas dazwischen… Fangen wir mal mit dem an, der meinen Hals so richtig zum Bersten verdickt und tiefrot einfärbt hat:

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*aaargh*

Rubrik:  Geärgert  ·  Autor:  Zappelfillip22. November 2006, 15:28 Uhr

Tausend Tonnen schwere Waschmaschine vom Treppenhaus in den Fahrstuhl schieben (Reibungskoeffizient von ∞):
matte Arme, pfeifende Lunge, roter Kopf

Fahrstuhlknopf drücken:
müdes Lächeln

Tausend Tonnen schwere Waschmaschine aus dem Fahrstuhl durch den Hausflur in die Wohnung wuchten/schieben/pressen, dabei mehrere Schwellen und Kanten überwinden und Pausen einlegen müssen (Reibungskoeffizienten zwischen ∞-1 und ∞):
Breiarme, Blut in der Lunge, Schweiß von Stirn und Nase tropfend, abwechselnd panische Luftnot und Asthmaanfälle, Bandscheiben vorzeitig außer Dienst gestellt

Mit letzten Kräften nach Fertigstellung der Aufgabe einen Hebel an der tausend Tonnen schweren Waschmaschine entdecken, der sie dank Rollen fahrbar macht:
unbezahlbar!

Vor Wut und blindem Entsetzen einen markerschütternden Tarzanschrei durch das 8-stöckige Treppenhaus ablassen und Schmutzwäsche im Lichthof bis ganz nach unten werfen:
Verweis durch Hausverwalter und Toto & Harry vor der Tür… nach 22 Uhr

 

Dörte schwindelt mir ins Gesicht

Rubrik:  Geärgert  ·  Autor:  Zappelfillip6. September 2006, 22:00 Uhr

Mein Schreiben

Sehr geehrte Damen und Herren eines deutschen Mobilfunkanbieters,

ich zähle zu jenen Kunden, die vor einigen Jahren bei Abschluss einen Genial-Onlinevertrages anstelle von lediglich 100 Frei-SMS (wie heutzutage) noch SMS im Wert von ca. 25 Euro/Monat kostenfrei versenden konnten.

Nun erhielt ich vor einigen Wochen (schätzungsweise vor 2 Monaten) einen Anruf von einer ihrer Telefonistinnen, die ich übrigens recht sympathisch fand und wir haben auch ein bissl rumgeflachst. Sie hieß Dörte und was sie von mir wollte, weiß ich noch ganz genau: 1. ein wenig flirten und 2. fragte sie mich, ob ich bereit wäre, meinen alten Online-Tarif auf den neuen umzustellen. Ihr Argument dafür war, dass Sie dadurch weniger Rechnungsaufwand betreiben müssten, wenn alle Genial-Online-Kunden den gleichen Tarif haben (ich halte dieses Argument im Zeitalter von Computern übrigens für lächerlich). Außerdem wäre dieser neue Online-Tarif für mich günstiger. Meine ausdrückliche und konkrete Frage, ob ich denn dann auch mein monatliches 25 Euro-SMS-Guthaben behalten könne und nicht etwa zukünftig nur noch 100 SMS pro Monat frei hätte, wurde von Dörte bejaht. Lediglich die Telefoniertarife würden sich ändern.

Also habe ich der Tarifumstellung zugestimmt. Schließlich war die Dörte doch so nett, hatte eine schöne Stimme und auch ihr Lachen zauberte ein wenig Sonne in mein Büro. Ich war zu der Zeit nämlich gerade auf Arbeit, müssen Sie wissen. Alles in allem war ich glatt ein wenig erotisiert. Jetzt allerdings nicht mehr! Ich musste nämlich auf meinen letzten Rechnungen feststellen, dass genau der von mir befürchtete und nachgefragte Fall eingetreten ist: Anstatt Frei-SMS im Wert von 25 Euro stehen mir nun lediglich noch 100 pro Monat zur Verfügung. Ich fühle mich über den Tisch gezogen und betrogen, schließlich habe ich ausdrücklich nachgefragt! Es ist, als hätte die Dörte mir frech ins Gesicht gegrinst und mit einem hämischen Lachen den Hintern versohlt… oder andersrum. Naja, man sollte eben nichts und niemandem einfach so am Telefon zustimmen und beauftragen, ohne selbst noch einmal nachzuforschen – auch nicht der netten Dörte. Die ist nämlich eine Schwindlerin. Daher möchte ich Sie bitten, meinen Tarif wieder soweit anzupassen, dass ich 25 Euro SMS-Guthaben pro Monat zur Verfügung habe. Sollte dies, aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich sein, werde ich mein Vertragsverhältnis mit Ihnen zum Ende der Vertragszeit (Anfang nächsten Jahres) beenden. Nein nicht, weil ich einen viel besseren anderen Tarif eines Mitbewerbers auf Anhieb wüsste, sondern weil ich mich ungern… naja sie wissen schon… ich fühle mich verarscht. Und Dörte braucht jetzt auch nicht mehr anrufen und sich einschleimen – das können Sie ihr schonmal sagen. Blöde Kuh, die!

Wünsche Ihnen trotzdem einen angenehmen Tag und mit freundlichen Grüßen
Tom Köhler

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