Missbrauch im Fahrstuhl

Rubrik:  Gegrinst  ·  Autor:  Zappelfillip18. Dezember 2007, 22:57 Uhr

Notruf ohne MissbrauchserkennungApropos Fahrstuhl: Der Wohnblock, in dem ich… naja wohne, ist mit einem solchen gesegnet. „Zum Glück“, muss ich sagen! Erstens, weil ich in der 8. von 8 Etagen meine Zelte aufgeschlagen habe (erwähnte ich bereits) und zum anderen, weil das Treppenhaus riiiiesig ist. Also ich meine nicht nur in der Höhe, sondern auch der Weg, den man zurücklegen muss, will man ein Stockwerk durchqueren gleicht einem Halbmarathon. Schuld ist ein gigantischer Lichtschacht in der Mitte, den es auf jedem Geschoss zu umrunden gilt. Dieser macht seinem Namen übrigens keine Ehre, denn 8 Etagen in der Höhe sind verdammt viel Holz für Sonnenstrahlen, die durch total vollgeschissene verdreckte und wahrscheinlich seit der Erbauung nie gereinigte Glasscheiben in der Decke fallen sollen. Deshalb ist es auch im Hochsommer mit Sonnenstand 12 Uhr mittags im Erdgeschoss finster wie‘m Bärenarsch. Man sieht die Hand vor Augen nicht und elektrisches Licht ist unabdingbar, möchte man auf dem Weg vom Fahrstuhl zur Haustür nicht Fiffi ausversehen Pfoten und/oder Schwanz platttreten (cool – drei „t“ hintereinander). Fiffi ist übrigens diese hässlich aschgraue Mischlingstöle von Frau Kumbernuß aus der 2. Etage. Es ist einfach unfassbar, wie dieser Hund stinkt, wenn es draußen regnet oder auch nur feuchte Witterung herrscht – und damit das komplette Treppenhaus bis in den 6. Stock verätzt. Nasse Hunde stinken einfach bestialisch und es treibt mir auch nach über einem Jahr noch immer Tränen in die Augen und Kotze halbverdauten Speisebrei in den Hals, wenn Frau Kumbernuß vom Gassigehen zurück kommt und ich ausversehen danach durch’s Treppenhaus muss… oder in den Fahrstuhl… für den Würgereflex ist das Training allererster Sahne! Wahnsinn…

Aber wie so oft, bin ich jetzt wieder einmal abgeschweift und möchte nun endlich dazu kommen, das zu schreiben was ich ursprünglich wollte – ′zeihung! Also schaut Euch mal das Foto oben an. Dieses Schild der fahrstuhlbetreuenden Firma hängt im… logisch: Fahrstuhl halt. Und nun ratet mal, wieso dieses unschuldig scheinende Hinweisschildchen alle Kinder im Alter zwischen 7 und 17 (mit und ohne Migrationshintergrund) hier im Haus dazu verführt, immer und immer wieder den kleinen leicht versenkten Knopf mit der roten Glocke drauf zu drücken und sich diebisch freuen, wenn der Fahrstuhl plötzlich mit einer Männerstimme zu ihnen spricht! („Hallo!? Ist was passiert? Ist alles in Ordnung bei Ihnen?“) Dieses „Spiel“ hat hier schon ganze Kinderbanden tagelang gefesselt. Mehr noch als Gewalt- und Hardcore-Videos auf dem Handy Spongebob Schwammkopf. Kleiner Tipp: einfach mal drauf achten, welche Kästchen angekreuzt sind. Auch Wahnsinn…

PS: Ich weiß! Nicht alle Hunde stinken nach 10 Jahre altem feuchtem Scheuerlappen. Der Mischling von Frau Kumbernuß (oder heißt die nach neuer Rechtschreibung jetzt Kumbernuss?) aber schon. Zumindest hoffe ich, dasses der Hund ist und nicht…

 

Wechselstaben verbuchtelt

Rubrik:  Gegrinst  ·  Autor:  Zappelfillip14. Dezember 2007, 23:04 Uhr

Heute habe ich das erste mal in diesem Jahr das Winter-Tollwood besucht. Dabei handelt es sich um einen… naja irgendwie etwas alternativen Weihnachtsmarkt auf der Theresienwiese (wo auch das Oktoberfest stattfindet) mit Kunsthandwerk, Markt- und Gastronomieständen… und großen Zelten. Wahrscheinlich war er früher aber noch alternativer. Mittlerweile nähert er sich den klassischen kommerziellen Weihnachtsmärkten immer mehr an… Scheißkälte hier in München zwischenzeitlich übrigens!

Beim Lesen des Namens (als sehr große Holzkonstruktion auf dem Dach) einer der vielen Fress- bzw. Glühweinbuden musste ich allerdings ein wenig schmunzeln. Ich kann mich tschen, aber ist da nicht was verrutscht? :roll:

Das KNUSPER HAÜSCHEN - eine Getränkebudeknusper hAÜschen

 

„Scheiß“ Weihnachten

Rubrik:  Gegrinst  ·  Autor:  Zappelfillip11. Dezember 2007, 20:18 Uhr

Bei mir isses zu spät, der Wunschzettel schon lange unterwegs (schließlich geht man ja kein unnötiges Risiko ein). Wer dieses Jahr aber vielleicht ohnehin ein Bummelant ist, dem empfehle ich eindringlich, seinem Wunschzettelbriefchen an den Weihnachtsmann ein, zwei Tempotaschentücher beizulegen… und den Wunschzettel selbst besser auf einem Fitzelchen Rauhfasertapete anstelle des weichen Blümchenbriefpapiers zu verfassen. Klar – ist auch keine Garantie, aber zumindest… der Hauch einer Chance, wenn ich mir folgendes Video so anschaue:


[Youtubedirektkacken]

[via]

 

Elsterglanz

Rubrik:  Gegrinst  ·  Autor:  Zappelfillip5. Dezember 2007, 23:30 Uhr

Ich brech z’samm! Lange nicht mehr so gelacht *prust*… Wir alle kennen ja mittlerweile den Herrn Vader mit seiner internen Diskussion über virales Marketing genauso wie den Haudegen McClane und seine Probleme mit einem unseriösen „Privatverkäufer“ bei Ebay. Jetzt hat mich aber der WWU (wer kennt ihn nicht!?) auf zwei weitere Parodien ähnlicher Art aufmerksam gemacht. Und über die kann ich fast noch mehr abfeiern. Diesmal kein schwäbisch sondern ein Dialekt, den man wohl um Halle/Saale (Sachsen-Anhalt) rum spricht. Und das Famose: der WWU spricht wirklich so… wenner will! Keine Ahnung, ob man Ossi sein muss, um drüber lachen zu können, aber ich find’s… knorke! Die Leute, die das verzapft haben, nennen sich übrigens „Elsterglanz“ (daher auch der Beitragstitel) – unter diesem Namen gab es zu DDR-Zeiten mal eine Polierpaste

 

Peanuts

Rubrik:  Gegrinst  ·  Autor:  Zappelfillip5. Dezember 2007, 21:49 Uhr

Gestern Abend… naja eigentlich schon Nacht – ich hatte gerade eine ausgiebige Körperreinigung in meiner Dusche genossen* – saß ich zur finalen Blasenentleerung vor dem Zubettgehen noch einmal auf meiner Porzellanschüssel und ließ den vergangenen Tag Revue passieren (diese verweichlichte Sitzpinklerei konnte ich mir bisher nicht mehr abgewöhnen). Und wie ich da so vor mich hinträumte, fiel mein Blick mirnichtsdirnichts natürlich auch auf den Boden vor mir (wohin auch sonst – man muss ihn ja mal schweifen lassen, den Blick, sonst sieht das womöglich aus wie in Lättarg… Letar… wie in Trangs… auf‘m Klo!). Doch was mir dann gewahr wurde, ließ für einen Moment das Blut in meinen Adern gefrieren. Da lag es… auf meinem Badvorleger… dank fehlender Brille konnte ich zunächst seine Umrisse nur recht schemenhaft erkennen. Trotzdem… ich konnte die Umrisse eines Neugeborenen erkennen. Es lag da und zeigte keinerlei Regung!
Aaaah… ich wurde leicht panisch, stürmte ins Wohnzimmer meine Brille zu holen (vergaß dabei leider zu spülen – merkte ich aber erst heute Morgen, als mir beim Betreten des Bades beißender Ammoniakgeruch unvermittelt Tränen in die Augen schießen ließ) und traute mich nur noch, durch einen Spalt der halb geöffneten Badtür zurückzuschauen. Keine Regung! Also nahm ich all meinen Mut zusammen, und betrat die Nasszelle auf leisen Sohlen.

Doch dann… Erleichterung! Da lag gar kein Baby auf meinem Badvorleger. Meine Sinne hatten mir einen Streich gespielt! Potzteufelsblitz, und was für einen… Wie sollte ich auch so unbemerkt trächtig werden!? Nein kein Baby sondern… äähm… Charlie Brown… Charlie Brown lag regungslos, bis zu den Schultern zugedeckt mit seiner legendären Schmusedecke, auf meinem Wannenvorleger! Unfassbar… DER Charlie Brown! Ein echter Star, eine Berühmtheit… in meinem Bad!

‚Charlie Brown!? Was bitteschön macht der auf meinem Badvorleger? Hat der kein eigenes Bett?‘, fragte ich mich. ‚Das Ding ist weder sonderlich weich noch duftet es nach Alpenveilchen…‘ (Kennt Ihr den Geruch, wenn der Spüllappen in der Küche langsam anfängt, nach schottischem Hochmoor zu riechen? Genau! ;-) ) Dann sackte mein Herz in die Hose! ‚Was, wenn der da gar nicht schläft. Was, wenn ich ihn beim aus-der-Wanne-steigen übersehen hätte und mit vollen 75kg draufgetreten bin!?‘

„AAAAAHHHHH!!! ICH HABE CHARLIE BROWN GETÖTET!!!“

Einen spitzen Aufschrei konnte ich gerade noch verhindern. Das Haus ist sehr hellhörig und warum voreilig ein Geständnis ablegen!? Also beschloss ich, erstmal eine Nacht darüber zu schlafen. Am nächten Morgen (also heute) würde mir dann schon was einfallen. Und was soll ich sagen!? Man stelle sich meine Erleichterung vor, als ich 6:48 Uhr feststellen konnte (trotz brechreizhervorrufendem Ammoniakgeruch), dass Charlie Brown den Badvorleger wieder geräumt und sich aus dem Staub gemacht hatte. Wohl doch nur geschlafen und ich bin gar nicht draufgetreten… Der Schlingel… vielleicht auch tot gestellt… wollte wohl nur keine Autogramme geben, der Hund. Zum Glück habe ich vor dem Zubettgehen noch ein Foto geschossen. Würde mir ja sonst kein Mensch glauben, sowas… Naja jetzt hab ich mein blaues Ding wieder für mich allein.

Charlie Brown     Charlie Brown in meinem Bad

*HAHA, „genossen“… Kleiner Scherz! Natürlich hab’ ich wie immer zusammgekauert in meiner Wanne gehockt, um stabiles Gleichgewicht auf Zehenspitzen ringend, und dabei völlig verkrampft versucht, den Duschkopf auf Abstand zum Wannenrand zu halten. Und wie immer gelang das halbwegs, gäbe es da nicht diese Spritzer Rinnsale vom Körper raus aus der Wanne… Mist sowas…

 

Knochennudeln

Rubrik:  Gegrinst  ·  Autor:  Zappelfillip29. November 2007, 23:17 Uhr

Während unseres Aufenthaltes in Kathmandu/Nepal vor und nach dem Trekking sind wir jeden Morgen und Abend essen gegangen – früh immer in die gleiche „German Bakery“ zum Munterwerden, mittags und abends dann mehr oder weniger jedesmal in ein anderes Restaurant in Thamel (in dem auf der verlinkten Seite erwähnten „Kathmandu Guest House“ haben wir übrigens auch zweimal vor dem Trekking übernachtet).
Das alles übrigens nicht wegen plötzlichen Reichtums, sondern weil Nepal natürlich nicht automatisch „All inclusive“ heißt und wir daher in den Hotels oder Guest houses lediglich Zimmer gebucht hatten.

Nun muss man wissen, dass die Speisekarten in einigen Restaurants ziemlich abenteuerlich von Nepalesisch (?) ins Englische übersetzt wurden, wobei man es sowieso hoch anrechnen muss, dass überhaupt übersetzt wurde. Nepal ist schließlich nich’ Malle und die englische Sprache alles andere als verbreitet! Aber so kamen wir das ein oder andere mal zu einem unfreiwillen Schmunzler. Das genaue Restaurant hab’ ich zwar vergessen, ist auch egal, aber hier möchte ich Euch mal das kleine Highlight eines Abendessens zeigen:

Knochenlose und uralte NudelnStatt mit „Bolognese“-Sauce konnte man in dieser Lokalität „Boneless Spaghetti“, also „Spaghetti ohne Knochen“, bestellen. Ist ja garnich‘ma sooo falsch – Nudeln mit Skelett würde ich ohnehin nur ziemlich ungern auf dem Teller vor mir sehen.

Wem das aber noch nicht genügte, der konnte auch „Carbona Spaghetti“ ordern. Ob es sich dabei aber um uuuralte Teigwaren (aus der Karbonzeit – zwischen 359,2 und 299 Millionen Jahre her) oder solche aus Carbon (sehr stabile und gleichzeitig leichte Kohlenstofffaser) handelte, habe ich mich nicht getraut zu fragen. Der Kellner war allein im Restaurant (weshalb wir letztlich auch nichts zu Essen bekamen), außerdem nur die Aushilfe (weshalb wir letztlich auch nichts zu trinken bekamen, der Tresen dafür umso mehr) und offensichtlich ziemlich bekifft – weshalb er letztlich gar nicht merkte, dass wir wieder gingen… ohne trinken und ohne „Boneless Spaghetti“

 

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